Demenz-Prävention: Bis zu 45% durch Bewegung und Lernen vermeidbar
Veröffentlicht am: 12.07.2026 um 02:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das zeigt ein Bericht der Lancet-Kommission aus dem Jahr 2024. Im Fokus stehen Bewegung, Ernährung und lebenslanges Lernen.
Bewegung schützt das Gehirn
Schon 3.000 Schritte täglich können helfen. Eine Bostoner Studie mit 300 Probanden belegte Ende 2025: Regelmäßige Bewegung senkt die Konzentration des Tau-Proteins – ein Eiweiß, das mit Demenz in Verbindung steht. Eine zeitgleiche Metaanalyse zeigte sogar eine Steigerung der kognitiven Leistung um bis zu 30 Prozent.
Der Geriater Klaus Hauer empfiehlt Kombinationen aus Kraft, Ausdauer und Koordination. Konkret: mindestens 2,5 Stunden aerobes Training pro Woche plus Kraft- und Gleichgewichtsübungen. Der Grund: Sport fördert die Ausschüttung des Proteins BDNF, das die Neubildung von Nervenzellen unterstützt.
In Heidelberg läuft das Programm „Bewegung gegen Demenz“ bereits seit 2012.
Krafttraining und Aminosäuren im Fokus
Ein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Kombination von Muskeltraining und Nahrungsergänzung. Daniel König von der Universität Wien untersucht in einer randomisierten Doppelblindstudie die Wirkung der Aminosäure L-Serin in Verbindung mit Krafttraining. 126 Probanden zwischen 65 und 85 Jahren nehmen teil. Die Studie läuft über 48 Wochen.
Eine Informationsveranstaltung dazu ist für den 20. Juli an der Universität Wien geplant.
Bis zu 45 Prozent aller Demenzerkrankungen ließen sich durch gezielte Lebensstiländerungen vermeiden – das zeigt ein Bericht der Lancet-Kommission. In diesem kostenlosen Report erfahren Sie, wie Sie mit einem 3-Schritte-Plan aus Bewegung, Ernährung und Gehirntraining Ihr persönliches Risiko senken. Jetzt kostenlosen Präventions-Report anfordern
Auch Kreatin-Monohydrat rückt in den Fokus – besonders für Frauen ab 50. Fachleute empfehlen 3 bis 5 Gramm täglich. Die Substanz soll altersbedingtem Muskelabbau entgegenwirken und die Knochengesundheit fördern. Erste Hinweise deuten auf positive Effekte auf die kognitive Leistungsfähigkeit hin. Bei Nierenerkrankungen ist ärztliche Rücksprache nötig.
Digitale Früherkennung im Alltag
Im Großraum München testet das Projekt „Dare“ des LMU Klinikums einen neuen Ansatz: In 14 Apotheken können Menschen ab 60 einen freiwilligen Gedächtnis-Check machen. Der Test dauert 30 Minuten und läuft auf einem Tablet. Bei auffälligen Ergebnissen folgt eine Überweisung an spezialisierte Gedächtnissprechstunden. Das bayerische Staatsministerium fördert das Projekt zunächst für ein Jahr.
Technologisch geht es weiter: Der „Kernel Flow“-Helm misst Gehirnaktivität per TD-fNIRS und EEG. Einige Langlebigkeitskliniken in den USA setzen ihn bereits ein. Doch klinisch breit nutzbare Daten werden erst in etwa einem Jahrzehnt erwartet.
Volkshochschulen setzen auf ganzheitliches Training
Einen niederschwelligen Zugang bieten die Volkshochschulen. In Ratingen liegen die Kursverzeichnisse für das Herbstsemester seit dem 8. Juli aus. Das Semester startet am 14. September mit über 330 Kursen – darunter Pilates, Yoga und Gedächtnistrainings.
Schon 3.000 Schritte täglich können helfen – und die Kombination mit Krafttraining und Aminosäuren wie L-Serin zeigt vielversprechende Ergebnisse. Wer konkrete, umsetzbare Tipps sucht, findet sie in diesem Ratgeber: inklusive Checkliste für kognitive Fitness und Dosierungsempfehlungen für Kreatin. Ratgeber zur Demenz-Prävention jetzt sichern
In Moers und Kamp-Lintfort beginnt das Programm „Kopfsalat“ ebenfalls am 14. September. In Norderstedt findet am 24. Juli ein Tageskurs unter dem Titel „Eine Reise zu mehr Wohlbefinden“ statt.
Die Idee: Soziale Interaktion und neue Fähigkeiten stärken die kognitive Reserve. Das wirkt präventiv gegen geistigen Abbau.
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