DDR5-Speicher, MTs

DDR5-Speicher: 8600 MT/ s – Mainboard-Hersteller pushen CXMT-Chips

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 12:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de

ASUS, MSI und Colorful optimieren BIOS für CXMT-DDR5. Chinesischer Hersteller erreicht 8600 MT/s und plant Milliarden-Börsengang.

CXMT-Speicher: Mainboard-Hersteller bestätigen neue Rekordgeschwindigkeiten
Nahaufnahme eines DDR5-RAM-Riegels mit detaillierter Schaltung und blauer Beleuchtung vor unscharfem Hightech-Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Große Mainboard-Hersteller bestätigen Rekordgeschwindigkeiten für CXMT-Speicher – ein Signal für die Branche.

ASUS, MSI und Colorful haben Anfang Juli 2026 neue BIOS-Updates veröffentlicht, die DDR5-Arbeitsspeicher des chinesischen Herstellers ChangXin Memory Technologies (CXMT) deutlich schneller machen. Die Optimierungen kommen zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt: Die PC-Branche rechnet mit einer anhaltenden DRAM-Knappheit bis 2028.

Rekordgeschwindigkeiten auf AM5-Plattform

Colorful meldet einen neuen Spitzenwert: Auf dem iGame X870E Vulcan-Mainboard erreichte ein CXMT-basierter Speicherriegel 8600 MT/s – getaktet mit einem Ryzen 9 9950X3D und einem iGame Shadow II DDR5-Kit mit CXMT-2GB-Chips.

ASUS zog mit 8400 MT/s auf dem ROG B850M AYW Gaming OC nach, realisiert mit KingBank-Speicher. Das BIOS-Update 1686 ist weltweit verfügbar. MSI wiederum hat seine 800er- und 600er-AM5-Boards mit AGESA PI 1.3.0.1b Patch A versorgt. Der Clou: Dual-DIMM-Konfigurationen knacken nun die 8000-MT/s-Marke – ein Sprung von zuvor rund 6800 MT/s. Zudem wurde die TSME-Verschlüsselung für Ryzen-9000-Prozessoren reaktiviert und die Quad-DIMM-Leistung auf etwa 7200 MT/s gesteigert.

CXMT auf dem Vormarsch

Die Unterstützung durch globale Top-Marken unterstreicht CXMTs Aufstieg zur ernstzunehmenden Alternative zu Samsung, SK hynix und Micron. 2025 hielt der Hersteller bereits elf Prozent der weltweiten DRAM-Wafer-Kapazität – bis 2028 soll der Anteil auf 15 Prozent steigen.

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Finanziell läuft es für CXMT blendend: Im ersten Quartal 2026 verbuchte das Unternehmen einen Nettogewinn von 33 Milliarden Yuan – ein Plus von 719 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zur Finanzierung des weiteren Ausbaus plant CXMT offenbar einen Börsengang im Wert von umgerechnet rund vier Milliarden Euro.

Auch andere Hersteller setzen auf die Chips: Corsair verbaut CXMT-Dies in seinen Vengeance-Kits für den chinesischen Markt, Lexar bringt neue Thor-DDR5-Riegel mit 7200 bis 7600 MT/s.

Politische Hürden und rechtliche Schatten

Trotz der technischen Erfolge steht CXMT unter Druck. Im Juni 2026 setzte das US-Verteidigungsministerium das Unternehmen auf die 1260H-Sanktionsliste. Das sorgt für Spannungen: Apple testet CXMT-DRAM angeblich für Geräte, die in China verkauft werden, und lobbyiert gleichzeitig in Washington für eine Ausnahmeregelung.

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Zudem belastet ein Spionagefall die Branche: Ein früherer Forscher eines südkoreanischen Speicherriesen wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt – wegen des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen zugunsten chinesischer Interessen.

Die zunehmende Validierung chinesischer Speicherchips ist auch eine Reaktion auf die angespannte Versorgungslage. Analysten erwarten, dass der DRAM-Engpass noch Jahre anhält, weil die großen Hersteller ihre Kapazitäten zunehmend auf High-Bandwidth-Memory (HBM) für KI-Anwendungen verlagern.

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