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Data Formulator 0.7: Microsoft öffnet Datenanalyse ohne Code

28.05.2026 - 22:06:51 | boerse-global.de

Microsofts Open-Source-Lösung Data Formulator 0.7 ermöglicht Datenanalyse ohne Programmierkenntnisse. Copilot Agent Mode und neue Excel-Funktionen ergänzen das Angebot.

Data Formulator 0.7: Microsoft öffnet Datenanalyse ohne Code - Foto: über boerse-global.de
Data Formulator 0.7: Microsoft öffnet Datenanalyse ohne Code - Foto: über boerse-global.de

Microsoft Research hat mit Data Formulator 0.7 ein KI-System vorgestellt, das Unternehmensdaten ohne Programmierkenntnisse analysierbar macht.

Die am heutigen Donnerstag veröffentlichte Open-Source-Lösung markiert einen Wendepunkt in der Datenaufbereitung. Statt komplexer SQL-Abfragen oder Programmierkenntnisse setzt das System auf kontextbewusste KI-Agenten, die Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführen und visualisieren. Für Unternehmen bedeutet das: Datenanalyse wird zur Frage der richtigen Fragestellung – nicht mehr der technischen Umsetzung.

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Copilot wird zum Assistenten für komplexe Aufgaben

Parallel zur Veröffentlichung von Data Formulator hat Microsoft den Copilot Agent Mode in Excel gestartet. Die Funktion erlaubt die Erstellung komplexer Tabellen, Modelle und Zeitpläne per natürlicher Spracheingabe. Formatierung, Logik und strukturelle Komponenten übernimmt das System automatisch – Schluss mit mühsamer Formeleingabe.

Bereits gestern hatte Microsoft weitere Neuerungen für Excel bekannt gegeben. Dazu gehört ein dynamischer Aktionsknopf für Copilot, der auf Nutzerwunsch wieder in die Symbolleiste integriert werden kann. Für Windows- und Mac-Nutzer im Insider-Programm steht zudem die neue =COPILOT-Funktion bereit, die Websuchen direkt in einer Zelle ermöglicht. Auch die „Änderungen anzeigen"-Funktion in Excel fürs Web wurde erweitert: Sie dokumentiert jetzt sämtliche Modifikationen, die Copilot vornimmt.

Noch einen Schritt weiter gehen die autonomen Agenten, die Microsoft gestern für die allgemeine Verfügbarkeit freigegeben hat. Sie nutzen Modelle wie OpenAI und Anthropic Claude Sonnet 4.5 und kosten fünf Copilot-Credits pro Schritt. Mit Funktionen wie Purview Session Replay und Netzwerkisolierung bleiben die Sicherheitsstandards gewahrt.

SAP-Prozesse direkt aus der Tabellenkalkulation

Auch Drittanbieter erweitern die Möglichkeiten von Tabellenkalkulationen. Der Anbieter Precisely gab gestern bekannt, dass sein Automate Studio jetzt Google Sheets für gesteuerte SAP-Automatisierung unterstützt. Geschäftsteams können SAP-Datenprozesse wie Preisänderungen oder Kontenanlagen direkt aus der Tabellenkalkulation heraus steuern. Der No-Code-Ansatz reduziert den manuellen Aufwand für SAP-ERP-Aufgaben um bis zu 90 Prozent – bei vollständiger Prüfpfad-Dokumentation und Datenvalidierung.

Ebenfalls gestern veröffentlichte CtrlPrint Updates zur Datenquellenkontrolle. Neue Funktionen umfassen KI-gestützte Zusammenfassungen von Kapiteländerungen und verbesserte Verifikationsprozesse für Excel-Daten. Nutzer können alte und neue Dateien vor der Synchronisation vergleichen, was die Handhabung großer Datensätze erleichtert und zuverlässigere Datenübertragungen in InDesign und InCopy ermöglicht.

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Dateninfrastruktur im Wandel

Die zugrundeliegende Infrastruktur für Datenmanagement wurde ebenfalls modernisiert. Microsoft Fabric hat am Dienstag die allgemeine Verfübarkeit von Change Data Capture (CDC) für SQL-Umgebungen in seiner Data Factory bekannt gegeben. Die Funktion ermöglicht nahtlose Datensynchronisation von Quellen wie SQL Server und SAP Datasphere zu Zielsystemen wie Snowflake und Fabric SQL.

Databricks startete gestern eine öffentliche Vorschau seines Lakebase Change Data Feed (CDF) . Die Funktion bietet native Änderungsverfolgung für Tabellen im Unity Catalog und macht separate Datenbank-Connector-Pipelines für nachgelagerte Anwendungen überflüssig.

Im breiteren Analyse-Markt hat Oracle gestern den Oracle Analytics Server 2026 veröffentlicht. Die Plattform integriert KI und maschinelles Lernen für Bildanalyse und Berechnungserklärungen in Arbeitsmappen. Sie enthält zudem das Prophet-Prognosemodell und automatische Textzusammenfassungen durch Language Narrative.

Vom Training bis zur Weltmeisterschaft

Die wachsende Bedeutung fortgeschrittener Tabellenkalkulationsfähigkeiten zeigt sich auch in der Weiterbildung. Seit gestern läuft ein dreitägiges Trainingsprogramm am NTPC-Standort Ramagundam. 40 Mitarbeiter lernen dort moderne Excel-Funktionen wie dynamische Arrays, Power Query und interaktive Dashboards mit Slicern und Zeitachsen.

Im Wettbewerbsbereich sicherte sich Diarmuid Early gestern den Sieg beim Amsterdam-Qualifikationsturnier für die Excel-Weltmeisterschaft. Mit dem Gewinn des Hauptevents und zweier Zusatzkategorien qualifizierte er sich direkt für das Halbfinale in Las Vegas. Dort kämpfen die Teilnehmer Ende 2026 um ein Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro.

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