Credo, Technology

Credo Technology: 157-Prozent-Sprung durch KI-Infrastruktur-Boom

07.06.2026 - 19:32:32 | boerse-global.de

Credo Technology Group meldet 157 Prozent Umsatzplus und präsentiert neue KI-Chips. Trotz Rekordzahlen fällt die Aktie nach Bekanntgabe der Quartalsergebnisse.

Credo Technology: KI-Boom beschert Chip-Spezialisten Rekordumsatz
Credo - Glowing fiber optic cables connect sleek server racks in a high-tech data center, illustrating advanced networking for AI. 07.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Unternehmen meldete für das vierte Geschäftsquartal einen Umsatzsprung von 157 Prozent und erweitert gleichzeitig sein Portfolio für Hochgeschwindigkeitsnetzwerke.

Die Nachfrage nach leistungsfähiger Netzwerktechnologie für KI-Rechenzentren treibt die Geschäfte des Spezialisten für optische Datenübertragung massiv an. Auf der Fachmesse OFC 2026 in Los Angeles präsentierte Credo gleich mehrere neue Produkte, darunter die Robin-800G-Chipfamilie und sogenannte ZeroFlap-Transceiver – beides Schlüsselkomponenten für den Datentransport in künstlichen Intelligenzen.

Anzeige

Der technologische Wandel durch KI bringt für Unternehmen nicht nur Wachstumschancen, sondern auch neue Sicherheitsrisiken und rechtliche Pflichten mit sich. Dieser kostenlose Report klärt auf, welche rechtlichen Anforderungen und Cyber-Bedrohungen Unternehmer jetzt kennen müssen. KI-Gesetze und neue Cyberrisiken verstehen

Neue Chip-Generation für KI-Cluster

Die neueste Produktgeneration zielt auf den rasant steigenden Bandbreitenbedarf von KI-gesteuerten Rechenzentren ab. Credos Angebot umfasst 400G- und 800G-Transceiver sowie optische DSPs (digitale Signalprozessoren) für 800G und 1,6 Terabit pro Sekunde. Diese Bauteile sind das Rückgrat moderner KI-Cluster.

Der Bedarf an solcher Hochleistungs-Konnektivität wächst rasant. Die durchschnittliche Leistungsdichte in Serverracks soll von 10 bis 15 Kilowatt im Jahr 2024 auf 40 bis 250 Kilowatt bis Ende 2026 steigen. Credo hat sich mit seinen Aktivkabel-Lösungen (AEC) bereits als Zulieferer für große Hyperscaler etabliert.

Rekordzahlen im vierten Quartal

Die Geschäftszahlen für das am 2. Mai 2026 endende Quartal sprechen eine deutliche Sprache:

  • Umsatz: 437 Millionen Euro – ein Plus von 157 Prozent zum Vorjahr
  • Non-GAAP-Nettogewinn: 226,7 Millionen Euro
  • GAAP-Nettogewinn: 169,1 Millionen Euro

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 verdreifachte sich der Umsatz auf über 1,3 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,16 Euro über den Analystenerwartungen von 1,02 Euro. Dennoch fiel die Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen um mehr als zehn Prozent. Beobachter verwiesen auf die hohe Bewertung – das Papier hatte zuvor deutlich über dem inneren Wert gehandelt.

Anzeige

Während die Hardware-Infrastruktur massiv ausgebaut wird, dürfen Unternehmen den proaktiven Schutz ihrer digitalen Werte nicht vernachlässigen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen E-Book, wie Sie Sicherheitslücken schließen und Ihre IT-Infrastruktur ohne teure Investitionen langfristig absichern. Gratis-Ratgeber für Cyber Security herunterladen

Zukäufe und milliardenschwere Investitionen

Mit der Übernahme von Dust Photonics stärkt Credo seine Position im Bereich der Silizium-Photonik. Das Management rechnet für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2027 mit optischen Umsätzen von über 600 Millionen Euro.

Der Ausblick für das erste Quartal 2027 liegt zwischen 465 und 475 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2027 erwartet das Management ein Umsatzplus von über 80 Prozent. Das Unternehmen ist schuldenfrei und verfügt über Barmittel von rund 1,4 Milliarden Euro.

Milliardenmarkt KI-Infrastruktur

Der Gesamtmarkt für KI-Infrastruktur boomt. Analysten prognostizieren globale Rechenzentrumsinvestitionen von bis zu 1,6 Billionen Euro bis 2030. Allein 2026 sollen führende Technologiekonzerne mehr als 600 Milliarden Euro in KI-Infrastruktur stecken.

Credo profitiert direkt von dieser Entwicklung. Das Unternehmen beliefert Hyperscaler, die wiederum KI-Entwickler wie Anthropic unterstützen – das Unternehmen reichte am 1. Juni 2026 vertraulich einen Börsengang ein, nach einer Finanzierungsrunde, die es mit fast einer Billion Euro bewertete.

Die Analysten der Bank of America sehen Credo als attraktiven Wert im Halbleitersektor. Sie erwarten zwischen 2025 und 2027 ein Umsatzwachstum von 42 Prozent und einen Gewinnsprung von 49 Prozent. Zwar haben Vorstandsvorsitzender und Technikvorstand in den letzten drei Monaten Aktien im Wert von rund 50 Millionen Euro verkauft – doch die institutionelle Beteiligung liegt bei über 80 Prozent. Von 20 Analysten bleibt der Tenor positiv, das durchschnittliche Kursziel wurde zuletzt auf 270 Euro angehoben.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69497113 |