Copilot Projects: Massive Exportlücken frustrieren Nutzer
07.06.2026 - 19:36:54 | boerse-global.de
Nutzer berichten von gravierenden Einschränkungen bei der Verwaltung und dem Export ihrer Daten – ein Problem, das auch deutsche Unternehmen betrifft, die zunehmend auf die KI-Lösung setzen.
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Grundlegende Funktionen fehlen
Im Mittelpunkt der Kritik steht die mangelnde Kontrolle über einzelne Projektelemente. So gibt es derzeit keine Möglichkeit, bestimmte Unterhaltungen oder Dateien aus einem Projekt zu entfernen, ohne das gesamte Projekt zu löschen. Microsofts Support hat bereits bestätigt, dass hierfür kein Workaround existiert.
Besonders schwer wiegt das Fehlen von Exportfunktionen. Nutzer wie Mark Ava berichten, dass sich komplette Projekte nicht exportieren lassen. Auch Standardfunktionen wie E-Mail-Versand, Drucken oder klassisches Exportieren sind in der Projektansicht entweder eingeschränkt oder gar nicht verfügbar.
Wachsende Nutzerfrustration
Das Ausmaß der Probleme spiegelt sich in den Support-Anfragen wider. Allein am 7. Juni 2026 verzeichnete das Microsoft-Q&A-Forum rund 1.800 Fragen zum Thema Copilot. Viele davon betreffen die eingeschränkte Funktionalität im Vergleich zu anderen Microsoft-Produkten wie Teams oder SharePoint.
Die Kritik kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Erst Anfang Juni kündigte Microsoft an, die Collections-Funktion im Edge-Browser einzustellen – ebenfalls ab Juni 2026. Kritiker sehen darin einen gezielten Schritt, um Nutzer in Richtung Copilot zu drängen. Die Frage ist nun: Kann Copilot Projects die alten Organisationswerkzeuge überhaupt ersetzen?
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Fortschritte auf anderer Ebene
Während die Projektfunktion hinter den Erwartungen zurückbleibt, treibt Microsoft die technische Weiterentwicklung des gesamten Copilot-Ökosystems voran. Im Mai 2026 führte das Unternehmen mehrere Neuerungen für Copilot Studio ein: Agent-Orchestrierung, Unterstützung für GPT-5.5 sowie die Integration von Claude-Modellen (Opus).
Auch die Anbindung an Unternehmensdaten wird ausgebaut. Seit dem 5. Juni 2026 lassen sich Copilot und Power BI für prädiktive Analysen verknüpfen – vorausgesetzt, Unternehmen besitzen die entsprechenden Lizenzen wie Power BI Premium oder Pro. Das Ziel: Weg von der reinen Berichterstattung, hin zu proaktiven Entscheidungen.
Doch die aktuellen Nutzerberichte zeigen: Während Microsoft auf der Architekturebene große Schritte macht, hinken grundlegende Bedienfunktionen im Projekte-Modul hinterher. Für viele Anwender bleibt das ein entscheidender Schwachpunkt.
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