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Core AI: Apple bringt 70-Milliarden-Parameter-KI auf iPhone

20.06.2026 - 15:53:47 | boerse-global.de

Apple stellt mit Core AI eine neue Plattform vor, die generative KI-Modelle direkt auf iPhones, Macs und der Vision Pro ausführt.

Apple Core AI: Neue Architektur für KI auf dem Gerät
Core - Apple Vision Pro headset glowing with digital patterns, surrounded by blurred iPhone and MacBook, symbolizing AI integration. 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Technologiekonzern Apple hat im Juni 2026 mit Core AI eine neue Architektur vorgestellt, die generative KI-Anwendungen direkt auf iPhone, iPad, Mac und Vision Pro ermöglicht.

Die Plattform löst das bisherige Core ML ab und ist speziell auf die hauseigenen Apple-Silicon-Chips zugeschnitten. Entwickler erhalten damit eine einheitliche Schnittstelle, um CPU, GPU und Neural Engine für KI-Modelle anzusteuern. Das Besondere: Core AI unterstützt Modelle mit 3 bis 70 Milliarden Parametern – eine Größenordnung, die bislang meist Rechenzentren vorbehalten war.

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Technische Meisterleistung mit Milliarden Parametern

In internen Vorführungen Mitte Juni 2026 demonstrierte Apple die Leistungsfähigkeit des Frameworks eindrucksvoll. Ein Kimi-2.6-Modell mit einer Billion Parametern lief auf einem Verbund aus vier Mac Studio-Geräten. Für den Alltagseinsatz setzt Apple auf die Foundation Models Framework und eine neue Swift Language Model API, die tief in das Betriebssystem integriert sind.

Ein zentrales technisches Merkmal ist die sogenannte Ahead-of-Time-Kompilierung (AOT). Sie sorgt dafür, dass KI-Modelle effizienter ausgeführt werden können – ein entscheidender Vorteil für den Einsatz auf mobilen Geräten mit begrenzter Akkulaufzeit.

Entwickler erhalten mächtige Werkzeuge

Am 18. Juni 2026 veröffentlichte Apple das Repository coreai-models on GitHub. Die Open-Source-Sammlung enthält Export-Rezepte für gängige Modelle von Plattformen wie Hugging Face sowie spezielle „Agent Skills" für Programmier-Assistenten.

Drei spezialisierte Bibliotheken ergänzen das Angebot:

  • coreai-torch wandelt Modelle um, die ursprünglich in PyTorch entwickelt wurden
  • coreai-opt komprimiert Modelle drastisch – ein SAM3-Modell mit 850 Millionen Parametern schrumpfte von über 3 GB auf rund 430 MB
  • Core AI Debugger analysiert und optimiert die Leistung auf lokaler Hardware

Voraussetzung für die Nutzung sind macOS 27.0, iOS 27.0 oder Xcode 27.0.

Siri AI: Der persönliche Assistent wird intelligent

Herzstück der Verbraucher-Anwendungen ist eine grundlegend überarbeitete Version von Siri. Die auf der Entwicklerkonferenz im Juni 2026 vorgestellte Siri AI nutzt Foundation Models, die in Zusammenarbeit mit Googles Gemini-Technologie entstanden sind.

Anders als bisher versteht der Assistent persönliche Zusammenhänge und kann direkt mit Inhalten auf dem Bildschirm interagieren. Eine eigene App mit Chat-Verlauf und iCloud-Synchronisation gehört ebenfalls zum Paket. Allerdings startet Siri AI zunächst nur als englischsprachige Beta – und ist in der Europäischen Union sowie in China vorerst nicht auf iPhone und iPad verfügbar.

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Hardware-Anforderungen verschärfen sich

Die Einführung von Core AI hat weitreichende Konsequenzen für die Hardware-Unterstützung. Das kommende macOS 27 mit dem Codenamen „Golden Gate" wird voraussichtlich das letzte Betriebssystem sein, das Intel-Macs und die Rosetta-2-Übersetzungsumgebung unterstützt.

Noch radikaler fällt der Schnitt bei der Apple Watch aus: watchOS 27 lässt die Serien 6, 7 und 8 sowie die erste Apple Watch Ultra und die SE 2 außen vor. Grund sind die fehlenden Neural Engine-Fähigkeiten der älteren S6- bis S8-Chips. Für bestimmte Siri-Sprachfunktionen am Mac sind mindestens ein M3-Chip und 12 GB RAM erforderlich.

Neue iPhone-Generation mit 2-Nanometer-Chip

Für den Herbst 2026 zeichnet sich ein weiterer Technologiesprung ab. Die iPhone-18-Pro-Serie soll mit dem 2-Nanometer-A20-Chip erscheinen, der eine Leistungssteigerung von 15 Prozent verspricht. Allerdings könnten die Preise deutlich steigen: Branchenberichten zufolge startet das iPhone 18 Pro bei 1.399 Euro.

Grund dafür ist eine weltweite Knappheit bei DRAM- und NAND-Flash-Speichern. Die hohe Nachfrage KI-fähiger Rechenzentren treibt die Komponentenpreise in die Höhe – Schätzungen zufolge liegen sie rund 25 Prozent über denen der Vorgängergeneration.

Datenschutz als Trumpfkarte

Apple setzt bei generativer KI auf ein klares Datenschutzversprechen: Für lokale Aufgaben gibt es „keine Server-Abhängigkeiten", was Token-Kosten vermeidet und die Privatsphäre schützt. Für rechenintensive Anfragen wurde die Private Cloud Compute-Infrastruktur ausgebaut. Sie läuft auf Google-Cloud-Servern mit Nvidia-Grafikprozessoren und Intel-CPUs.

Zur Sicherheit führt Apple ein kryptografisch überprüfbares Verzeichnis der verwendeten Hardware. Das Unternehmen betont, dass weder Abfrageinhalte gespeichert noch Kundendaten für das Training von Modellen verwendet werden.

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