Copilot, Auto

Copilot Auto: Microsoft wählt KI-Modelle jetzt automatisch

24.06.2026 - 23:37:14 | boerse-global.de

Microsoft vereinfacht Copilot mit automatischer Modellwahl. Neue Studie zeigt hohe KI-Nutzung, aber fehlende Schulung an Bildungseinrichtungen.

Microsoft Copilot: Neue Auto-Funktion wählt KI-Modell selbst
Copilot - Ein futuristisches, leuchtendes neuronales Netzwerkdiagramm auf einer metallischen Oberfläche, das die automatische KI-Modellauswahl symbolisiert. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Künftig wählt das System selbstständig das passende Modell aus – manuelles Eingreifen entfällt.

Automatische Modellwahl als neuer Standard

Microsoft hat am heutigen Mittwoch eine weitreichende Aktualisierung seines Copilot-Assistenten vorgestellt. Nutzer der Free- und Studenten-Tarife bekommen ab sofort die Funktion Copilot Auto als Standard-Schnittstelle. Das System analysiert jede Anfrage und wählt dynamisch das am besten geeignete KI-Modell aus. Die manuelle Auswahl verschiedener Modelle entfällt damit vollständig.

Parallel dazu streicht Microsoft die Kennzeichnung „(Preview)" aus allen veröffentlichten Modellen. Der Konzern will die Plattform so vereinheitlichen und die Bedienung für Privatanwender und Studierende deutlich vereinfachen. Komplizierte Einstellungen gehören der Vergangenheit an.

Bildung im KI-Zeitalter: Hohe Nutzung, fehlende Schulung

Die Vereinfachung fällt mit der Veröffentlichung des dritten „AI in Education Report" von Microsoft zusammen. Die Studie zeigt: 92 Prozent der Studierenden und Bildungsverantwortlichen sowie 88 Prozent der Lehrkräfte nutzen KI bereits im schulischen Umfeld.

Doch die Zahlen offenbaren ein massives Problem: 77 Prozent der Schüler und Studenten sowie 53 Prozent der Pädagogen haben keinerlei formale Ausbildung im Umgang mit KI. Dabei halten 87 Prozent der Befragten KI-Kompetenz für eine entscheidende Zukunftsfähigkeit. Die Sorge um akademische Integrität bleibt groß: 41 Prozent der Lernenden und 42 Prozent der Lehrenden fürchten negative Auswirkungen auf die Bildungsstandards.

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Microsoft reagiert mit neuen Angeboten. Auf der Bildungsmesse ISTE 2026 präsentierte der Konzern Copilot Notebooks, einen Study and Learn Agent sowie KI-Lektionen, die mit externen Partnern entwickelt wurden. Für das nächste Quartal sind zudem Unit Plans für Lehrkräfte angekündigt.

Universitäten und Kanzleien setzen auf geschützte KI

Die Rutgers University geht einen eigenen Weg: Sie stellt ihren Angehörigen eine geschützte Version des Copilot-Chatbots über Rutgers Connect bereit. Die Besonderheit: Melden sich Studierende und Mitarbeiter mit ihrem Uni-Konto an, bleiben ihre Daten geschützt und fließen nicht in das KI-Training ein. Die Version bietet Funktionen wie Think Deeper und Quick Response über ein Dropdown-Menü.

Auch in der Wirtschaft zeigt Copilot messbare Wirkung. Die britische Anwaltskanzlei Shoosmiths berichtet von einer 40-prozentigen Reduzierung der Recherchezeit und einem 62 Prozent schnelleren Vertragsprüfungsprozess seit der Einführung von Microsoft 365 Copilot. Entscheidend: Die Kanzlei setzt auf eine Human-in-the-Loop-Prüfung, um die Genauigkeit zu gewährleisten.

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Technische Expansion und Kostenstrategie

Microsoft erweitert Copilot auch in der Systemverwaltung. Der neue Azure Copilot Observability Agent hilft IT-Teams, Logs, Metriken und Traces zu verknüpfen, um Cloud-Störungen schneller zu beheben. Erste Anwender wie KPMG berichten, dass ihre Entwicklerteams monatlich 250 Arbeitsstunden zurückgewinnen konnten.

Ein Blick in die Strategieabteilung: Microsoft prüft offenbar den Einsatz des Open-Source-Modells DeepSeek V4 als kostengünstigere Alternative für Copilot Cowork. Branchenkenner sehen darin einen Hebel, die Kosten pro Aufgabe im Vergleich zu den derzeitigen High-End-Modellen deutlich zu senken. Ergänzend dazu hatte Microsoft bereits Anfang der Woche neue Funktionen für Excel-Arbeitsmappen vorgestellt, darunter erweiterte Bearbeitungs- und Erstellungsmöglichkeiten.

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