Computex 2026: Mini-PCs mit KI-Chips von HP, ASUS und MSI
05.06.2026 - 22:24:02 | boerse-global.de
Die großen Hardware-Hersteller HP, ASUS und MSI haben auf der Computex 2026 eine neue Generation von Mini-PCs vorgestellt. Im Zentrum steht die integrierte KI-Verarbeitung – dank Intels neuester Core-Ultra-Chips und spezieller neuronaler Prozessoreinheiten (NPUs).
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HP bringt OmniDesk Mini mit Thunderbolt Share
HP präsentierte den OmniDesk Mini als ersten Mini-AI-PC mit Thunderbolt-Share-Technologie. Angetrieben wird das System vom Intel Core Ultra Series 3, der eine integrierte NPU besitzt. Zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse und die Unterstützung von bis zu vier 4K-Monitoren gehören zur Ausstattung.
Der Marktstart ist für August 2026 geplant. Parallel erweiterte HP sein KI-Portfolio um die Laptops OmniBook Ultra 16 und OmniBook X 14 mit NVIDIA-RTX-Spark-Technologie sowie den HP ZGX Nano – ein kompaktes System für sichere, lokale KI-Datenverarbeitung.
ASUS: Von Gaming-Kraftpaketen bis zu Profi-Workstations
ASUS zeigte auf der Messe gleich mehrere Hochleistungs-Mini-PCs. Der ROG NUC 16 Edition 20 kommt in einem 3-Liter-Gehäuse mit Intels Ultra 9 290HX PLUS und einer NVIDIA RTX 5090 Laptop GPU. Die Standardversion mit RTX 5080 kostet umgerechnet rund 3.500 Euro.
Für Profis brachte ASUS den ProArt Mini PC ebenfalls mit NVIDIA RTX Spark. Um die Abwärme der leistungsstarken Komponenten in den Griff zu bekommen, kooperiert das Unternehmen seit dem 4. Juni mit Ventiva. Dessen ionenbasierte Kühltechnologie soll leisen Betrieb und höhere Zuverlässigkeit für Edge-Computing ermöglichen.
Die ExpertCenter AI Mini PC-Serie unterteilt ASUS künftig in drei Leistungsstufen: AI Supercomputer, AI Productivity und Everyday AI. Zur Wahl stehen Prozessoren von Intel Core Ultra, Qualcomm Snapdragon X2 Elite oder AMD.
Fortschritte bei Edge-KI und Industriecomputern
Mehrere Hersteller fokussierten sich auf industrielle Anwendungen. Avalue Technology stellte am 4. Juni den EPC-WCL vor – einen lüfterlosen Edge-AI-Mini-PC auf Basis der Intel-Core-Series-3-„Wildcat-Lake“-Architektur. Das System erreicht bis zu 40 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde) und unterstützt Wi-Fi 7, 5G sowie bis zu 48 GB DDR5-6400-RAM.
Emdoor Digital zeigte unter anderem die PF14 Mini Workstation. Das 1,3-Liter-System nutzt Intel-Panther-Lake-Prozessoren und kommt auf beeindruckende 180 TOPS. Ebenfalls im Programm: der FF26 Mini PC mit Wildcat-Lake-Architektur und der PF59 mit AMDs Ryzen AI Max+ 395 und 128 GB Unified Memory. Begleitend dazu präsentierte Emdoor seine eigene KI-Plattform Ailyn.
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Intel treibt Plattformwechsel voran
Intel-CEO Lip-Bu Tan betonte in einer Präsentation am 4. Juni das Tempo des aktuellen Plattformwechsels. Die Core-Ultra-Series-3-Prozessoren stecken demnach in mehr als 325 PC-Designs weltweit. Intel hob zudem Partnerschaften mit Siemens, Hitachi und Foxconn hervor, um die Technologie in größeren Infrastrukturprojekten zu verankern.
Im Consumer-Bereich bestätigten Tests des GMKtec K17 Mini-PC vom 5. Juni die Effizienz des Intel Core Ultra 5 226V (Lunar Lake) – mit sehr niedrigem Stromverbrauch und leiser Kühlung. MSI zeigte seinen Cubi NUC AI Business Mini Desktop, ein 0,51-Liter-System mit Core Ultra 7 155H, das vier 4K-Displays über zwei Thunderbolt-4- und einen HDMI-Anschluss ansteuert.
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