Computex, Mini-PCs

Computex 2026: Mini-PCs mit 128 GB RAM und KI-Beschleunigern

07.06.2026 - 14:11:09 | boerse-global.de

Asus, MSI und Minisforum zeigen auf der Computex leistungsstarke Mini-Computer. Steigende RAM-Preise treiben Verbraucher zu alternativen Gaming-Lösungen.

Computex 2026: Neue Mini-PCs mit KI-Chips und 128 GB RAM
Computex - A sleek, glowing mini PC next to a blurred traditional gaming PC tower, highlighting the contrast in size and design. 07.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Hersteller wie Asus, MSI und Minisforum präsentierten zwischen dem 5. und 6. Juni eine Reihe neuer Mini-PCs, die mit beeindruckender Hardware aufwarten. Der Trend kommt nicht von ungefähr: Steigende Komponentenpreise treiben viele Verbraucher zu alternativen Gaming-Lösungen.

Asus setzt auf Qualcomm-Chip

Mit dem Ascent QN10 zeigt Asus den ersten Mini-PC, der auf den Qualcomm Snapdragon X2 Elite setzt. Das Gerät vereint eine 18-Kern-Oryon-CPU mit einer Adreno-X2-GPU. Besonders ins Auge sticht der Hexagon-NPU, der 80 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde) für KI-Aufgaben liefert. Das entspricht der Rechenleistung, die man sonst nur von spezialisierten KI-Beschleunigern kennt.

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Trotz seines winzigen Gehäuses – gerade einmal 0,7 Liter Volumen – unterstützt der Ascent QN10 bis zu 32 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher und kann vier 4K-Monitore gleichzeitig ansteuern. Ein echter Allrounder also, der sich sowohl fürs Büro als auch für Multimedia-Anwendungen eignet.

MSI und Minisforum legen nach

MSI kontert mit dem Cubi NUC AI+ 3MG, der auf Intels Panther-Lake-Prozessoren basiert. Der Clou: Dank zwei SODIMM-Steckplätzen sind bis zu 128 GB RAM möglich – eine Vervierfachung gegenüber dem Vorgänger. Damit dürfte das Gerät selbst anspruchsvollste Workloads stemmen.

Minisforum wiederum erweitert sein Portfolio gleich um zwei Modelle. Der M2 Pro setzt ebenfalls auf Panther-Lake-H-Architektur mit Xe3-Grafik und unterstützt bis zu 128 GB LPDDR5X. Der MS-03 zielt auf Leistung ab: Mit einer TDP von 70 Watt und zwei PCIe-5.0-Speichersteckplätzen samt WiFi 7 ist er für anspruchsvolle Nutzer konzipiert.

Mini-PC gegen Gaming-Tower: Zwei Welten treffen aufeinander

Doch wo liegen die Unterschiede? Eine Marktanalyse vom März 2026 zeigt die jeweiligen Stärken klar auf. Mini-PCs punkten mit Kompaktheit, Lautlosigkeit und Energieeffizienz. Die Preise bewegen sich meist zwischen 300 und 800 Euro. Der Haken: Sie setzen oft auf integrierte Grafik und sind bei 16 GB RAM gedeckelt.

Gaming-Tower hingegen sind für Höchstleistungen ausgelegt – 4K-Gaming, professionelle Videobearbeitung, alles kein Problem. Dafür zahlen Käufer zwischen 800 und über 3.000 Euro. Und die Preise steigen weiter: Seit Anfang Juni machen sich Engpässe bei Arbeitsspeichermodulen bemerkbar, die selbst Mittelklasse-Konfigurationen verteuern.

RAM-Krise trifft auch Valves Steam Machine

Die volatile Preisentwicklung macht selbst vor großen Namen nicht halt. Valve bestätigte am 5. Juni, dass die neue Steam Machine im Sommer 2026 erscheinen soll. Das Gerät mit einem maßgeschneiderten AMD-Zen-4- und RDNA-3-Chipsatz und SteamOS dürfte zwischen 800 und 1.000 US-Dollar kosten – deutlich mehr als die ursprünglich veranschlagten 700 Dollar. Grund sind die gestiegenen RAM- und Speicherkosten.

Auch das Steam Frame VR-Headset steht in den Startlöchern. Der Preis? Rund 1.800 Dollar, schätzen Branchenkenner.

Schnäppchen für Sparfüchse

Wer nicht so tief in die Tasche greifen will, kann sich über Rabattaktionen freuen. Vor dem Amazon Prime Day 2026 fiel der GMKtec Ryzen 5 Mini-PC von 460 auf 340 Dollar. Und der Bmax B9 Power mit Intel Core i9-12900H und 24 GB DDR5-RAM war am 6. Juni für schlanke 417 Euro zu haben.

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Cloud-Gaming als Ausweg?

Die hohen Einstiegshürden – der Steam Deck stieg im Preis von 549 auf 789 Dollar – treiben immer mehr Nutzer zu Cloud-Diensten. GeForce Now und Xbox Cloud Gaming kosten rund 20 Dollar im Monat, Shadow PC Neo bietet für 30 Dollar sogar einen vollwertigen PC in der Cloud. Das ermöglicht High-End-Gaming auf einfacher Hardware – ohne teure Upgrades.

Parallel dazu boomen browserbasierte Spiele. Plattformen wie Poki und CrazyGames bieten kostenlosen Zugang ohne Installation. Für viele Nutzer, die von den hohen Konsolen- und PC-Preisen abgeschreckt werden, ist das eine willkommene Alternative.

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