Computex 2026: Cooler Master zeigt Mega-Kühlsysteme gegen GPU-Hitze
04.06.2026 - 08:24:35 | boerse-global.deAuf der Computex 2026 zeigte das Unternehmen gleich mehrere Neuheiten: Spezielle GPU-Kühler, ein massives Flüssigkeitskühlsystem und Netzteile mit intelligentem Brandschutz.
MasterFlow: Die Abluft-Waffe für Grafikkarten
Am Donnerstag präsentierte Cooler Master den MasterFlow – ein Zubehör, das direkt auf der Grafikkarte montiert wird. Seine Aufgabe: Die heiße Abluft gezielt aus dem Gehäuse zu leiten. Laut Herstellerangaben senkt das die Betriebstemperatur um vier bis sechs Grad Celsius. Ein spürbarer Unterschied für High-End-Systeme, die unter Volllast schnell an ihre thermischen Grenzen stoßen.
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Noch einen drauf setzt das „Project AIO": Eine Flüssigkeitskühlung mit einer Kühlleistung von 2000 Watt. Das System bewältigt die Abwärme von Prozessor und Grafikkarte gleichzeitig – angetrieben von vier 180-Millimeter-Lüftern.
Intelligente Netzteile verhindern Kabelbrände
Bereits zu Wochenbeginn stellte Cooler Master die MWE Gold V4-Netzteilserie und den neuen GPU Shield-Adapter vor. Die Technik adressiert ein wachsendes Problem: Überhitzte Stromstecker an modernen Grafikkarten.
Der GPU Shield überwacht jeden einzelnen Pin des Stromanschlusses. Erkennt das System eine Stromstärke von über neun Ampere pro Pin, reduziert es die Leistung von 600 auf 450 Watt. Hält die Anomalie länger als drei Minuten an, schaltet sich der Rechner komplett ab – ein wirksamer Schutz vor schmelzenden Kabeln.
Die dazugehörigen Netzteile gibt es mit 750 bis 1000 Watt Leistung (80 Plus Gold). Der 850-Watt-Kostenpunkt liegt bei umgerechnet rund 125 Euro, das 1000-Watt-Modell bei etwa 145 Euro.
HAF II 500: Der Luftstrom-Turbo
Am Dienstag erweiterte Cooler Master sein Gehäuse-Portfolio um den Silencio 600 und den HAF II 500. Letzterer ist eine Kampfansage an die Hitze: Zwei 220-Millimeter-Lüfter vom Typ „Mighty40" blasen Luft ins Gehäuse, ein dritter 180-Millimeter-Lüfter saugt sie hinten wieder heraus. Die Lüfter sind 40 Millimeter dick und bestehen aus Flüssigkristallpolymer – das macht sie besonders langlebig.
Das Gehäuse unterstützt EATX-Mainboards und soll ab Juli für umgerechnet 165 bis 190 Euro erhältlich sein. Eine günstigere Variante mit zwei 200-Millimeter-ARGB-Lüftern und Platz für zwei 360-Millimeter-Radiatoren kommt für rund 135 Euro auf den Markt.
Branche rüstet auf
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Cooler Master ist nicht allein mit dem Thema. Auch andere Hersteller zeigten auf der Messe neue Kühlkonzepte: Arctic präsentierte den CPU-Kühler Freezer 61 und einen passiv gekühlten PC für KI-Workloads. Corsair brachte mit dem Warthog ein robustes Stahlgehäuse mit 200-Millimeter-Lüftern und einer Halterung gegen das Durchbiegen schwerer Grafikkarten.
NZXT wiederum zeigte das kompakte H6-Gehäuse mit zwei Kammern – es unterstützt Mainboards mit rückseitigen Anschlüssen und nimmt Grafikkarten bis zu 390 Millimeter Länge auf.
Die Botschaft der Branche ist klar: Die nächste Hardware-Generation wird heiß – und die Hersteller arbeiten fieberhaft an Lösungen, damit die Systeme nicht ins Schwitzen geraten.
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