Veranstaltung, Gesundheit

COMPAS Meeting von medi / Interdisziplinärer Austausch zur Verbesserung lymphologischer Versorgungsstandards

18.06.2026 - 10:00:22 | presseportal.de

Bayreuth - Die Weiterentwicklung evidenzbasierter Behandlungskonzepte für Menschen mit Lymphödem stand im Mittelpunkt des zweiten Compression APAC1 Summits (COMPAS), das vom 27. bis 29. März 2026 in Sydney stattfand. Organisiert wurde die internationale Fachveranstaltung vom International Lymphoedema Framework (ILF) gemeinsam mit der Australasian Lymphology Association (ALA), dem Australian Lymphoedema Education, Research and Treatment (ALERT) Centre der Macquarie University und dem Medizinprodukte-Hersteller medi. Mehr als 100 internationale Ärzt:innen, Therapeut:innen, Wissenschaftler:innen und weitere Fachkräfte kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie lymphologischer Erkrankungen zu diskutieren und die Grundlagen für internationale Konsensempfehlungen weiterzuentwickeln.

COMPAS Meeting von medi / Interdisziplinärer Austausch zur Verbesserung lymphologischer Versorgungsstandards - Bild: presseportal.de
COMPAS Meeting von medi / Interdisziplinärer Austausch zur Verbesserung lymphologischer Versorgungsstandards - Bild: presseportal.de

Das diesjährige COMPAS Meeting baute auf den Ergebnissen des ersten Summits in Osaka (Japan) 2025 auf. Ziel der Initiative ist es, internationale Expert:innen zusammenzubringen, um wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für die Versorgung von Patient:innen mit chronischen Lymphödemen zu entwickeln sowie deren Umsetzung weltweit zu fördern.

Internationale Zusammenarbeit für eine bessere Versorgung

Zentraler Schwerpunkt des Treffens war die Weiterentwicklung eines internationalen Konsenses zur medizinischen Kompressionstherapie. Die Diskussionen konzentrierten sich auf die Erarbeitung evidenzbasierter Leitlinien für den Einsatz von medizinischer Kompressionstherapie bei der Behandlung von Phlegmone, bei mikrochirurgischen Eingriffen, der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE) sowie bei Selbstmanagementansätzen. In diversen Sitzungen arbeiteten interdisziplinäre Healthcare Professionals zusammen, um Wissenslücken zu schließen und globale Empfehlungen weiter zu präzisieren.

Übersetzung von Forschung in die Praxis

Des Weiteren lag der Fokus auf dem Wissenstransfer zwischen Forschung und medizinischer Versorgung. Im Rahmen des ALERT-Tages standen klinische Demonstrationen auf dem Programm sowie Falldiskussionen mithilfe der ICG-Bildgebung, Sessions zu individualisierten medizinischen Kompressionsstrategien, Frühinterventionsmodelle und Bewegungstherapie bei Lymphödem. Entscheidend war außerdem der Austausch globaler Perspektiven: Länderbeiträge aus Uganda, Australien, Japan, Indien, China und Europa lieferten wertvolle Einblicke zu Herausforderungen und Innovationen in der medizinischen Versorgung verschiedener Gesundheitssysteme. Die Diskussionen machten einerseits Unterschiede im Zugang zu KPE und medizinischer Kompressionstherapie sichtbar, zeigten andererseits aber auch innovative Versorgungsmodelle und kulturell angepasste Behandlungsansätze auf.

Darüber hinaus wurden neue Forschungsergebnisse und Innovationen in der Lymphologie präsentiert. Zu den Themen gehörten die Rolle von Lebensstil und Bewegung bei der Behandlung von Ödemen, Fortschritte in der lymphatischen Mikrochirurgie sowie Versorgungsansätze in ressourcenarmen Umgebungen. Auch neue diagnostische Verfahren wie Bioelektrische Impedanzanalyse und Lymphografie wurden vorgestellt. Besonders erfreulich: Junge Wissenschaftler:innen steuerten vielversprechende Studien bei und verdeutlichten damit die wachsende Innovationskraft in diesem Fachgebiet.

Patientenzentrierung als Leitprinzip

Die Bedeutung patientenzentrierter Versorgung zog sich als übergeordnetes Thema durch das gesamte Programm. Neben medizinischen Aspekten wurden die Förderung von Selbstmanagement, psychosoziale Unterstützung sowie Strategien zur Verbesserung der Adhärenz bei der medizinischen Kompressionstherapie diskutiert. Die Einbindung von Patientenperspektiven stellte sicher, dass klinische und wissenschaftliche Entwicklungen konsequent an den Bedürfnissen sowie Prioritäten der Betroffenen ausgerichtet bleiben.

Ausblick: Von der Evidenz in die Umsetzung

"Das COMPAS Meeting ist ein zentraler Baustein zur Stärkung globaler Expertennetzwerke und zur Förderung evidenzbasierter Standards in der nachhaltigen Weiterentwicklung der Lymphödemversorgung", betont Nikolas Zwarg, Global Business Development Manager Compression bei medi, der die Veranstaltung 2025 ins Leben gerufen hat. "Der Austausch zwischen Wissenschaft, klinischer Praxis und Industrie ist ein entscheidender Faktor, um die Versorgung von Menschen mit lymphologischen Erkrankungen weltweit nachhaltig zu verbessern. Wir freuen uns, durch unser Engagement beim COMPAS Meeting einen Beitrag zur Entwicklung evidenzbasierter Behandlungsempfehlungen leisten zu können. In der nächsten Phase liegt der Schwerpunkt darauf, Konsensempfehlungen final auszuarbeiten, wissenschaftliche Erkenntnisse in praktische klinische Behandlungen zu überführen, die Umsetzung in unterschiedlichen Gesundheitssystemen zu stärken sowie das globale Engagement weiter auszubauen. Dazu trifft sich die internationale Fachgemeinschaft erneut vom 28. bis 31. Oktober 2026 zur 13. International Lymphoedema Framework Conference in Rom, Italien."

(1) APAC = Asia-Pacific: Asien, Australien, Indien

Surftipps:

www.medi.de/produkte/kompressionsstruempfe/

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95448 Bayreuth
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Janine Lenhart
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