China genehmigt Apple Intelligence: Alibaba liefert Qwen-Modell
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 16:54 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Peking – Apple darf seine KI-Dienste in China an den Start bringen. Die Regierung erteilte am Mittwoch die notwendige Genehmigung.
Der Tech-Konzern hatte lange auf diese Freigabe gewartet. Um die strengen chinesischen Auflagen zu erfüllen, schloss Apple Partnerschaften mit zwei einheimischen Schwergewichten: Alibaba und Baidu. Beide Unternehmen stellen ihre KI-Modelle für den chinesischen Markt zur Verfügung.
Alibabas Qwen-Modell wird Herzstück der Apple-KI
Die Integration ist weitreichend. Alibabas Large Language Model Qwen wird in sämtliche Apple-Betriebssysteme einfließen – von iOS über iPadOS und macOS bis hin zu visionOS. Das bestätigte Alibaba selbst. Konkret bedeutet das: iPhones, iPads, Macs und die Vision Pro in China erhalten KI-Funktionen, die auf Qwen basieren.
Baidu übernimmt einen anderen Part. Der Suchmaschinenriese liefert die Technologie für spezifische Anwendungen. Dazu gehören unter anderem die Visuelle Intelligenz sowie generative KI-Features zur Text- und Bildgenerierung. Mit dieser Genehmigung ist Apple Intelligence einer der wenigen ausländischen KI-Dienste, die in China legal betrieben werden dürfen – neben Samsungs Galaxy AI.
Milliardenumsatz und Rekordwachstum
Die Freigabe kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Apples Geschäft in der Region boomt. Im zweiten Quartal 2026 erzielte der Konzern in Großchina einen Umsatz von umgerechnet rund 18,8 Milliarden Euro – ein Plus von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die iPhone-Verkäufe legten kräftig zu: Die Auslieferungen stiegen um 24,4 Prozent.
Ob neue KI-Funktionen oder klassische Anwendungen – wer sein Apple-Gerät wirklich beherrschen will, muss die Fachsprache verstehen. Dieses kostenlose Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Begriffe rund um das iPhone in einfachen Worten. 53 iPhone-Begriffe jetzt kostenlos sichern
Bereits im Mai 2026 reiste Apple-CEO Tim Cook nach Peking – Teil einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation. Die ursprüngliche Ankündigung von Apple Intelligence lag zwar schon 2024 zurück, doch für den chinesischen Markt waren eine lokale Registrierung und die Anpassung der Modelle an die heimischen Standards für generative KI zwingend erforderlich.
Breite Welle an KI-Genehmigungen
Die Entscheidung der Cyberspace Administration of China (CAC) vom Mittwoch war kein Einzelfall. Sie war Teil einer umfassenden Registrierungswelle für mobile KI-Dienste. Neben Apple und Samsung erhielten auch zahlreiche chinesische Hersteller grünes Licht – darunter Huawei, OPPO, Xiaomi, Vivo und ZTE.
Die Börse reagierte prompt: Alibaba-Aktien legten um 7,9 Prozent zu, Baidu-Papiere stiegen um vier Prozent.
Mit den kommenden System-Updates wird die Bedienung von Apple-Geräten noch umfangreicher. Ein kostenloser PDF-Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie iOS-Updates sicher installieren und Ihre Privatsphäre dabei optimal schützen. Kostenlosen Ratgeber für sichere iOS-Updates herunterladen
Ausblick: iOS 27 und globale Unterschiede
Der Rollout der KI-Funktionen kommt rechtzeitig vor der für Herbst 2026 erwarteten Veröffentlichung von iOS 27. Während Apple Intelligence in China auf Alibaba und Baidu setzt, werden Versionen in anderen Regionen voraussichtlich auf andere Technologien zurückgreifen – etwa auf Google Gemini. Offiziell verkündet wurde die Registrierung am Mittwoch, der Prozess selbst war bereits am 8. Juli abgeschlossen worden.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
