CheckDeinNetz, App-Kampagne

CheckDeinNetz: App-Kampagne erfasst Funklöcher bis 1. Juli

24.06.2026 - 17:07:33 | boerse-global.de

Bundesweite Aktion zur Erfassung von Mobilfunklücken läuft bis 1. Juli. Die Daten fließen in das zentrale Gigabitgrundbuch ein.

Bürger melden Funklöcher: Neue App-Kampagne #CheckDeinNetz gestartet
CheckDeinNetz - Eine Hand hält ein Smartphone, das eine Netzabdeckungskarte von Deutschland mit unterschiedlichen Signalstärken anzeigt. Im Hintergrund eine ländliche deutsche Landschaft und ein Mobilfunkmast. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr hat gemeinsam mit der Bundesnetzagentur eine einwöchige Kampagne zur Erfassung von Mobilfunklücken gestartet. Unter dem Titel #CheckDeinNetz sind alle Bürger aufgerufen, mit der modernisierten „Mobilfunk-Check"-App Schwachstellen im Netz zu dokumentieren. Die Aktion läuft bis zum 1. Juli 2026 – und das bereits zum zweiten Mal bundesweit.

Wie die Datensammlung funktioniert

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Die App, entwickelt von der zafaco GmbH, enthält nun auch Geschwindigkeitstests und Netzprüfungen. Die erhobenen Daten werden anonym verarbeitet und fließen in das „Gigabitgrundbuch" ein – ein zentrales Register zur Kartierung der digitalen Infrastruktur Deutschlands.

Digitalminister Wildberger bezeichnete die Kampagne als groß angelegten Netztest, der ein realistischeres Bild der tatsächlichen Nutzererfahrung liefern soll. Brönstrup, Vizepräsident der Bundesnetzagentur, betonte: Mehr Daten bedeuten eine präzisere Bewertung der Mobilfunkabdeckung. Besonders wichtig sei die Aktion für ländliche Regionen, wie Landrätin Bettina Dickes hervorhob.

Wo Deutschland wirklich im Funkloch steckt

Die offiziellen Zahlen vom Dezember 2025 zeigen: Reine Funklöcher – also Gebiete ohne 2G-Versorgung – machen 0,22 Prozent der Landesfläche aus. Auf 2,21 Prozent des Territoriums gibt es keine 4G-Versorgung.

Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind beträchtlich:

  • Deutsche Telekom: 1,2 Prozent des Landes ohne 2G, 7,5 Prozent ohne 4G, 12,1 Prozent ohne 5G

Kurz vor dem Start: Neue Mobilfunkmasten gehen in Betrieb

Erst am Dienstag meldeten die großen Anbieter mehrere lokale Verbesserungen:

Vodafone nahm neue 5G-Stationen in Metten und Hausham in Betrieb – jede versorgt rund 3.000 Einwohner. Im Landkreis Deggendorf betreibt Vodafone nun 40 Stationen, davon 29 mit 5G. Das entspricht einer Abdeckung von 92 Prozent der besiedelten Fläche. Im Kreis Miesbach sind 36 von 53 Stationen 5G-fähig – hier liegt die Abdeckung bei 95 Prozent.

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Die Telekom meldete ebenfalls Ausbauten in mehreren Regionen:

  • Kreis Lippe: Ein neuer Standort in Dörentrup, drei bestehende in Detmold und Lemgo auf 4G und 5G aufgerüstet. Abdeckung: 94 Prozent.
  • Kreis Gotha: Neubau in Gotha, Ausbau in Waltershausen. Abdeckung: 90 Prozent.
  • Ostholstein: Vier Standorte in Bad Schwartau, Bosau, Harmsdorf und Timmendorfer Strand erweitert. Abdeckung: 99 Prozent.
  • Frankfurt (Oder) und Morschen: Ausbau in der Georg-Quincke-Straße sowie ein neuer 4G/5G-Standort in Morschen.

Die Telekom hat für diese Regionen bereits Dreijahrespläne vorgelegt: 32 neue Standorte im Kreis Lippe, je zehn in Gotha und Ostholstein. Das Ziel: die verbliebenen Lücken endgültig schließen.

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