ChatGPT-Werbung: OpenAI verlangt für visuelle Anzeigen bis zu 300.000 Dollar
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 23:53 Uhr | Redaktion boerse-global.deOpenAI stellt Werbetreibenden ein neues visuelles Anzeigenformat für ChatGPT vor, das bei der Bildgenerierung ausgespielt werden soll. Wie aus einem Branchenbericht vom 20. Oktober 2026 hervorgeht, liegt der geforderte Preis für das Angebot bei 300.000 US-Dollar.
Die Anzeigen sollen künftig neben KI-generierten Motiven erscheinen. Parallel dazu erhielt ChatGPT ein neues Design mit stärkerer Bildbetonung, das den Rahmen für bildbasierte Anzeigen bereitet.
Kennzeichnung und Abgrenzung zum Bildinhalt
Das geplante Werbevisual bleibt laut dem Bericht ein separates, gekennzeichnetes Element der Benutzeroberfläche und wird nicht in die vom System erzeugten Bilder integriert. Bereits am 5. Oktober 2026 kündigte OpenAI einen entsprechenden Testlauf an. Demnach erscheinen später im Oktober 2026 bei einem Teil der US-Nutzer während der Bildgenerierung separate visuelle Anzeigen neben dem Erstellungsprozess.
Der Test startet mit einer begrenzten Anzahl von Werbekunden, wobei sich die finale Gestaltung noch ändern kann. Das Format gilt als besonders geeignet für Anbieter aus dem E-Commerce in den Segmenten Interieur, Kleidung und Design. Bezahlte Platzierungen innerhalb von ChatGPT-Antworten sind dabei ausgeschlossen. Gleichzeitig entwickelt OpenAI Werkzeuge zur Messung von Konversionen.
Targeting und Abrechnungsmodalitäten
Die Werbeanzeigen erscheinen unter Textantworten sowie neben generierten Bildern ausschließlich bei kostenlosen Konten. Nutzer von Plus-, Pro- und Business-Plänen sowie Minderjährige unter 18 Jahren erhalten keine Werbung.
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Für die Ausspielung legen Werbetreibende thematische Kontext-Hinweise fest, wobei Suchanfragen als Targeting-Kriterien dienen; reine Exact-Match-Keywords sind die Kontext-Hinweise jedoch nicht. Zudem können Unternehmen E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Mobilfunk-IDs importieren, um Nutzer gezielt anzusprechen.
Die Abrechnung erfolgt auf Basis von Impressionen oder gültigen Klicks über eine relevanzgewichtete Second-Price-Auktion. Für Klick-Kampagnen liegt das empfohlene Startgebot bei 3 bis 5 US-Dollar pro Klick. In den USA beträgt das Mindest-Tagesbudget 25 US-Dollar, was etwa 21 Euro entspricht.
Zunehmende Automatisierung im Werbegeschäft
Das Unternehmen baut zugleich die Automatisierung für Anzeigenkunden weiter aus. Wie OpenAI Werbetreibende per E-Mail informierte, werden ab Freitag, 30. Oktober 2026, automatische Optimierungen für neue und bestehende Kampagnen aktiviert.
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Diese Anpassungen nutzen bestehende Anzeigen- und Landingpage-Inhalte, um Schlagzeilen, Beschreibungen, Zieladressen sowie Bildgrößen zu optimieren oder zu übersetzen. Werbetreibende können diese Funktionen vor dem 30. Oktober 2026 oder jederzeit im Anzeigenmanager deaktivieren.
Laut weiteren Berichten vom 20. Oktober 2026 stieg die Zahl der Werbetreibenden auf der Plattform zuletzt auf 60.000, während das Unternehmen Werbefachleute einstellt und Anzeigenpreise senkt.
