ChatGPT Pro o3: OpenAI bringt 200-Euro-Abo mit Deep Research
16.06.2026 - 19:15:42 | boerse-global.de
ChatGPT Pro bekommt ein Upgrade: Ab sofort bietet OpenAI mit dem o3 Pro Mode erweiterte Denkfähigkeiten und ein Deep Research-Tool für anspruchsvolle Aufgaben.
Der KI-Pionier hat am heutigen Dienstag seine Premium-Abonnementreihe erweitert. Der neue Tarif für ChatGPT Pro kostet 200 Euro im Monat und richtet sich an Fachleute aus Wissenschaft und Technik, die komplexe, mehrstufige Probleme lösen müssen.
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Was der o3 Pro Mode leistet
Die neue Stufe setzt auf eine Modellarchitektur, die bewusst längere Rechenzeit für schwierige Fragestellungen in Kauf nimmt. Erste Leistungsdaten zeigen: Der o3 Pro Mode übertrifft das Standardmodell o3 bei anspruchsvollen Benchmarks auf Graduiertenniveau. Der Haken: Die Antwortzeiten fallen länger aus, da das System mehr Zeit für die Verarbeitung benötigt.
Während die Modelle o3 und o4-mini bereits seit April 2025 verfügbar sind, markiert der Pro Mode einen deutlichen Schritt hin zur Expertennutzung. Ob Entwickler den Dienst auch über die API nutzen können, ließ OpenAI zunächst offen.
Deep Research: Recherche in Minuten statt Stunden
Parallel zum neuen Abomodell führte OpenAI eine Deep Research-Funktion ein. Sie nutzt eine optimierte Version des o3-Modells und kombiniert Webbrowsing mit Python-Ausführung. Das Ziel: Forschungsaufgaben, die Menschen mehrere Stunden kosten, in fünf bis 30 Minuten erledigen.
Die internen Tests sprechen für sich: Beim Benchmark "Humanity's Last Exam" erreichte die Deep Research-Funktion 26,6 Prozent – mehr als doppelt so viel wie die 13 Prozent des o3-mini-high-Modells. ChatGPT Pro-Nutzer können das Tool zunächst 100 Mal pro Monat nutzen. OpenAI plant, die Funktion innerhalb des nächsten Monats auch für Plus-, Team- und Enterprise-Kunden freizuschalten.
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Das aktuelle Modell-Line-up
Der o3 Pro Mode ist nicht der einzige Neuzugang im ChatGPT-Universum. Seit August 2025 ist die GPT-5-Serie Standard für die 700 Millionen wöchentlichen Nutzer der Plattform. Das aktuelle Ökosystem umfasst mehrere Spezialversionen: GPT-5 für Alltagsaufgaben, GPT-5 Thinking für anspruchsvolle Denkprozesse und GPT-5 Instant für schnelle Interaktionen.
Erst gestern schloss OpenAI zudem ein Update der Benutzeroberfläche ab. Pinnbare Chats und ein überarbeitetes Projektsystem für Web und mobile Anwendungen sind jetzt verfügbar. Nutzer können damit Dateien und Chats mit spezifischen Anweisungen pro Projekt gruppieren.
Blick nach vorn: GPT-5.6 in den Startlöchern?
OpenAI-Chefwissenschaftler Jakub Pachocki hat kürzlich ein kommendes Modell namens GPT-5.6 als "bedeutende Verbesserung" angekündigt. Internen Berichten zufolge trägt es den Codenamen "kindle-alpha" und soll Ausrichtungsprobleme des Vorgängers GPT-5.5 beheben. Ein Kontextfenster von 1,5 Millionen Tokens wäre möglich.
Marktbeobachter rechnen mit einem Start Ende Juni 2026. Das neue Modell soll stärkere agentische Programmierfähigkeiten und niedrigere Latenzzeiten bieten. CEO Sam Altman hatte die GPT-5-Serie bereits als wichtigen Schritt zur künstlichen allgemeinen Intelligenz bezeichnet – auch wenn das System derzeit noch nicht kontinuierlich lernen kann.
