ChatGPT, OpenAI

ChatGPT: OpenAI startet Lockdown-Modus gegen Datendiebstahl

06.06.2026 - 06:53:18 | boerse-global.de

OpenAI weitet den Lockdown-Modus gegen Datendiebstahl auf alle ChatGPT-Konten aus und führt einen Sitzungsmanager ein.

OpenAI Lockdown-Modus: Neuer Schutz für ChatGPT-Nutzer
ChatGPT - A glowing digital padlock icon on a dark background with abstract data streams and code, symbolizing cybersecurity and data protection. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

OpenAI führt einen Sicherheitsmodus für ChatGPT ein, der sensible Nutzerdaten vor unbefugtem Zugriff schützen soll.

Der neue Lockdown-Modus steht ab sofort für alle persönlichen Konten zur Verfügung – von der kostenlosen Free-Version über Plus und Pro bis hin zu selbstverwalteten Business-Accounts. Die Funktion, die seit Anfang Juni 2026 ausgerollt wird, richtet sich gegen sogenannte Prompt-Injection-Angriffe, bei denen Angreifer versuchen, Daten aus den Gesprächen abzugreifen.

So funktioniert der Schutzmechanismus

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Bislang war der Lockdown-Modus nur für Enterprise-, Bildungs- und Gesundheitskunden verfügbar. Nun können alle Nutzer die Sicherheitsfunktion optional in den Einstellungen unter dem Menüpunkt „Sicherheit" aktivieren.

Im aktivierten Zustand schaltet das System gezielt Funktionen ab, die für Datendiebstahl missbraucht werden könnten. Konkret bedeutet das: Der Internetzugriff wird auf zwischengespeicherte Inhalte beschränkt, und risikoreiche Werkzeuge wie Deep Research oder der Agenten-Modus werden deaktiviert.

Auch das Abrufen von Bildern aus dem Netz, Datei-Downloads und Netzwerkfunktionen in der Canvas-Oberfläche sind dann blockiert. Wichtig zu wissen: Der Lockdown-Modus verhindert nicht die eigentliche Attacke, sondern unterbindet lediglich die Weitergabe gestohlener Daten an Dritte. Für aktive Funktionen mit erhöhtem Risiko zeigt OpenAI zudem spezielle Warnhinweise an.

Volle Kontrolle über aktive Sitzungen

Parallel zum Sicherheitsmodus führt OpenAI einen Aktiven Sitzungsmanager für alle Kontotypen ein. Dieses Tool zeigt eine Liste aller Geräte und Browser, die aktuell mit dem ChatGPT-Konto verbunden sind. Nutzer können einzelne Sitzungen beenden oder alle Verbindungen auf einmal kappen. Die Sitzungsdaten bleiben bis zu 30 Minuten lang abrufbar, um diese Verwaltungsaktionen zu ermöglichen.

Neue Gedächtnisfunktion und Werbung

Neben den Sicherheitsverbesserungen hat OpenAI auch die Personalisierungs-Engine überarbeitet. Das neue Dreaming V3-Gedächtnissystem, das Anfang Juni 2026 für Plus- und Pro-Abonnenten in den USA gestartet ist, aktualisiert automatisch gespeicherte Informationen auf Basis des Gesprächsverlaufs. Erwähnt ein Nutzer etwa eine geplante Reise, wird diese nach Ablauf des Datums automatisch als vergangenes Ereignis gekennzeichnet.

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Das System arbeitet laut OpenAI fünfmal effizienter als sein Vorgänger und erreicht in internen Tests eine Faktenabrufrate von 82,8 Prozent. Nutzer erhalten eine bearbeitbare Zusammenfassung ihrer gespeicherten Erinnerungen, die getrennt von den Gesprächsprotokollen geführt wird. Das Löschen eines Chats entfernt die synthetisierten Erinnerungen nicht automatisch.

In Großbritannien testet OpenAI derzeit Werbung für Nutzer der Free- und Go-Tarife, während die kostenpflichtigen Abos werbefrei bleiben. Zudem wurde die Codex-Plattform um branchenspezifische Plugins für Datenanalyse, kreative Produktion und Investmentbanking erweitert – mit Integrationen von Partnern wie Snowflake, Salesforce und Figma.

Die Neuerungen kommen rechtzeitig vor den neuen Transparenzpflichten des EU AI Acts, die am 2. August 2026 in Kraft treten.

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