ChatGPT, OpenAI

ChatGPT: OpenAI führt Lockdown Mode gegen Cyberangriffe ein

Veröffentlicht am: 09.06.2026 um 11:46 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAI führt einen Sicherheitsmodus ein, der Datenabflüsse bei ChatGPT verhindern soll. Die Funktion ist optional und richtet sich an Berufsgruppen mit sensiblen Informationen.

OpenAI Lockdown Mode: Neue Schutzfunktion für ChatGPT gestartet
Ein leuchtendes digitales Schloss über einem stilisierten neuronalen Netz, das Datensicherheit und KI-Schutz symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der KI-Konzern reagiert auf wachsende Sicherheitsbedenken und führt einen speziellen Schutzmodus ein.

OpenAI hat seine Sicherheitsarchitektur für ChatGPT grundlegend erweitert. Der neue Lockdown Mode soll verhindern, dass vertrauliche Daten bei Cyberangriffen abfließen. Seit dieser Woche rollt das Unternehmen die optionale Funktion zusammen mit verbesserten Sitzungsverwaltungstools für Millionen von Nutzern aus.

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Schutz vor Manipulation

Die Hauptaufgabe des Lockdown Mode: Er unterbindet ausgehende Netzwerkanfragen. Damit wehrt er sogenannte Prompt-Injection-Angriffe ab – eine Methode, bei der Angreifer das KI-Modell mit manipulativen Anweisungen kapern. Ziel ist es, den unbefugten Abfluss von Nutzerdaten an externe Server zu stoppen.

Allerdings warnt OpenAI: Der Modus reduziere die Risiken, beseitige sie aber nicht vollständig. Entwickelt wurde die Funktion vor allem für Anwender, die mit hochsensiblen Informationen arbeiten – darunter Juristen, Regierungsbeamte, Ärzte und Finanzexperten.

Verzicht auf Komfort

Wer den Lockdown Mode aktiviert, muss mit erheblichen Einschränkungen leben. Der Live-Zugriff auf das Internet wird deaktiviert, das System greift stattdessen auf zwischengespeicherte Inhalte zurück. Auch fortschrittliche Werkzeuge wie Deep Research oder der Agent Mode für Shopping- und Finanzaufgaben bleiben außen vor.

Datei-Downloads, Bildabrufe und das Canvas-Netzwerk sind ebenfalls blockiert. Immerhin: Manuelle Datei-Uploads, die Speicherfunktion, Chat-Freigaben und die Bildgenerierung bleiben erhalten. Wichtig zu wissen: Lockdown Mode und Developer Mode schließen sich gegenseitig aus – gleichzeitiger Betrieb ist nicht möglich.

Mehr Kontrolle über Konten

Parallel zum Sicherheitsmodus führt OpenAI eine Active Sessions-Oberfläche ein. Sie zeigt allen Nutzern eine vollständige Liste aller Geräte, die gerade auf ihr Konto zugreifen. Bei Bedarf lassen sich fremde Sitzungen aus der Ferne beenden. Technisch kann das bis zu 30 Minuten dauern.

Die Neuerung reiht sich in frühere Sicherheitsmaßnahmen ein. Bereits Anfang des Jahres hatte OpenAI für besonders gefährdete Konten passkeys zur Pflicht gemacht.

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Verfügbarkeit und Rollout

Die neuen Sicherheitsfunktionen stehen Millionen Nutzern zur Verfügung – von Free- und Plus-Abonnenten über Pro-Konten bis hin zu Selbstbedienungs-Geschäftskonten. Ausgenommen sind derzeit lediglich Enterprise-Kunden mit Single-Sign-On-Konfigurationen.

Aktivieren lässt sich der Lockdown Mode über den Sicherheits-Reiter in den erweiterten Einstellungen der Anwendung.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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