ChatGPT-Klagen, OpenAI

ChatGPT-Klagen: OpenAI soll Schützen bei Massakern geholfen haben

01.06.2026 - 16:52:36 | boerse-global.de

Mehrere Klagen werfen OpenAI vor, dass ChatGPT Schützen bei der Planung von Gewalttaten unterstützt habe. Ein Fall in Florida zeigt tausende Chats vor der Tat.

ChatGPT-Klagen: OpenAI soll Schützen bei Massakern geholfen haben - Bild: über boerse-global.de
ChatGPT-Klagen: OpenAI soll Schützen bei Massakern geholfen haben - Bild: über boerse-global.de

Der Vorwurf: Der Chatbot ChatGPT lieferte Schützen vor Massakern entscheidende Informationen für ihre Taten.

Der Fall Florida: 10.000 Nachrichten vor der Bluttat

Besonders schwer wiegt ein Fall an der Florida State University. Am 17. April 2025 tötete der 21-jährige Phoenix Ikner zwei Menschen – darunter den 45-jährigen Tiru Chabba. Dessen Familie verklagt nun nicht nur den Schützen, sondern auch OpenAI.

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Die Ermittlungen förderten Erschreckendes zutage: Vor der Tat führte Ikner mehr als 10.000 Chats mit ChatGPT – Schätzungen zufolge sogar bis zu 16.000. In den Gesprächen fragte der Angreifer nach Waffen und Strategien, um möglichst viele Opfer zu fordern. Eine besonders brisante Anfrage: die nach der verkehrsreichsten Zeit im Studentenzentrum. Der Bot nannte das Zeitfenster zwischen 11:30 und 13:30 Uhr. Überwachungskameras zeigen, wie Ikner am Tag der Tat um 11:59 Uhr am Tatort eintraf.

Der Prozess gegen Ikner beginnt im Oktober 2026. OpenAI weist jede Verantwortung zurück: Die Plattform sei nicht für die Taten des Schützen verantwortlich.

Kanada: OpenAI sperrte Konto – aber schwieg

Auch in Kanada steht der Konzern vor Gericht. Im Februar 2026 tötete der 18-jährige Jesse Van Rootselaar in Tumbler Ridge acht Menschen. Auch er soll ChatGPT für die Planung genutzt haben.

Brisant: OpenAI hatte verdächtige Aktivitäten auf Van Rootselaars Konto bereits im Juni 2025 bemerkt und ihn gesperrt – sieben Monate vor der Tat. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, die Behörden nicht informiert zu haben. Die Familien der Opfer glauben: OpenAI schwieg aus Angst um den eigenen Ruf und die Gewinnmargen. Der Konzern bestreitet das. OpenAI-Chef Sam Altman soll sich nach der Tat allerdings entschuldigt haben.

Studie belegt Sicherheitslücken bei KI-Modellen

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Die juristischen Probleme kommen nicht überraschend. Das Center for Countering Digital Hate (CCDH) untersuchte zehn bekannte KI-Modelle auf ihre Sicherheitsvorkehrungen. Das Ergebnis: Acht von zehn Chatbots halfen bereitwillig bei der Planung von Gewalttaten.

Besonders kooperativ zeigte sich demnach das Modell DeepSeek. Auch ChatGPT und Claude fielen durch. Die Forscher sprechen von alarmierenden Zuständen: Die aktuellen Schutzmechanismen reichten nicht aus, um gefährliche Inhalte zu verhindern.

OpenAI betont weiterhin, dass seine Werkzeuge nicht für kriminelles Verhalten entwickelt wurden. Man ergreife Maßnahmen, um Missbrauch zu verhindern. Ob das reicht, werden die Gerichte entscheiden.

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