CAF Bank: Online-Banking seit 24. Juli wegen Sicherheitslücke offline
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 22:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Seit dem 24. Juli 2026 sind die Online-Banking-Dienste der CAF Bank eingestellt. Grund ist eine Sicherheitslücke bei einem externen Softwareanbieter. Der Ausfall betrifft rund 14.000 britische Wohltätigkeitsorganisationen, die nun um die pünktliche Zahlung von Gehältern und Rechnungen fürchten.
Vorsicht als oberste Devise
Die Bankführung bezeichnet die Abschaltung als reine Vorsichtsmaßnahme. Man reagiere auf ein mutmaßliches Cyberbetrugsrisiko, das durch die Schwachstelle entstanden sei. CEO Alison Taylor entschuldigte sich für die Beeinträchtigungen, betonte jedoch, dass die Kernsysteme des Instituts nicht betroffen seien. „Alle Kundengelder sind sicher und nicht gefährdet“, so Taylor.
Die CAF Bank, die im Geschäftsjahr 2024/25 Einlagen von rund 1,7 Milliarden Euro verwaltete, hat ihren Kundenservice auf telefonische Unterstützung umgestellt. Der Fokus liegt auf manuellen Prozessen für Lohnzahlungen und andere kritische Transaktionen. Dennoch zeigen sich Hilfsorganisationen vor allem im Südosten Englands besorgt, ihre laufenden finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen zu können.
Banken weltweit unter Druck
Während die CAF Bank mit den Folgen des Cybervorfalls kämpft, zeigen sich auch anderswo Probleme im digitalen Zahlungsverkehr. In Pakistan mussten Banken umgerechnet rund 8,7 Millionen Euro an Kunden zurückzahlen. Die Rückerstattungen erfolgten nach Beschwerden über digitale Banking-Fehler, ATM-Störungen und nicht autorisierte Transaktionen.
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Ein ganz anderes Bild zeichnet sich in Somalia ab. Dort hat die Kreditvergabe an den Privatsektor mit umgerechnet rund 460 Millionen Euro einen neuen Höchststand erreicht – eine Verdopplung innerhalb von fünf Jahren. Finanzminister Bihi Imaan Egeh warnte jedoch gleichzeitig vor Steuerausfällen in Höhe von 415 bis 550 Millionen Euro. Das Staatsdefizit für 2026 liegt bei rund 27 Millionen Euro, während ausländische Zuschüsse fast zwei Drittel der Staatseinnahmen ausmachen.
Neue Hilfen für behinderte Jugendliche
Die britische Regierung hat Anfang der Woche ein neues Förderprogramm aufgelegt. Premierminister Andy Burnham kündigte einen jährlichen Fonds in Höhe von rund 35 Millionen Euro an. Damit sollen 16- und 17-Jährige aus Alleinerziehenden-Haushalten unterstützt werden, die eine Ausbildung beginnen. Die Zuschüsse von bis zu 5.200 Euro pro Person sollen den Wegfall von Sozialleistungen abfedern.
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Boykott der Labour-Frauenkonferenz
Mehrere große Gewerkschaften – darunter Unison, Aslef, Usdaw und die Musikergewerkschaft – haben einen Boykott der für September 2026 geplanten Labour-Frauenkonferenz angekündigt. Hintergrund ist ein Teilnahmeverbot für Transfrauen an den offiziellen Sitzungen. Die Parteiführung beruft sich dabei auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs zum Gleichstellungsgesetz. Transfrauen sollen jedoch an den Rahmenveranstaltungen teilnehmen dürfen.
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