C24 Bank verurteilt: 50.000 Euro Schadensersatz wegen Prüfpflicht-Verstoß
09.06.2026 - 13:23:47 | boerse-global.de
000 Euro Schadensersatz. Eine Kundin hatte über ein gefälschtes Antragsformular auf zinsexpert.de 100.000 Euro verloren. Das Gericht sah eine verletzte Prüfpflicht: Die Bank hätte die Adresse abgleichen müssen.
Die Neobank mit rund 850.000 Kunden legte Berufung ein. Der Fall geht nun vor das Oberlandesgericht Frankfurt. Juristen zählen bundesweit über 100 ähnliche Fälle – das Urteil könnte Signalwirkung entfalten.
C24 Bank bereits unter Beobachtung
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Die BaFin setzte im November 2025 einen Sonderbeauftragten für die C24 Bank ein. Zuvor hatte die Behörde bereits eine Millionenstrafe verhängt. Der Druck auf das junge Institut wächst.
Niederlande: Bußgeld gegen Bunq
Die niederländische Finanzaufsicht AFM belegte die Digitalbank Bunq mit einer Strafe von 170.000 Euro. Grund: In sieben Phishing-Fällen aus den Jahren 2023 und 2024 reagierte die Bank viel zu spät auf Kundenbeschwerden. Statt der gesetzlichen 15 Werktage warteten Betroffene teils Wochen.
Die ursprünglich angesetzten 500.000 Euro reduzierte die AFM. Grund: Bunq entschädigte die Kunden zu 80 bis 100 Prozent. Zudem führte das Unternehmen eine „Abkühlungsperiode“ für Transaktionen ein – eine Sicherheitsmaßnahme gegen künftige Betrugsversuche.
Grenzen der Haftung: Wenn Kunden selbst aktiv werden
Die niederländische Finanzbeschwerdeinstanz Kifid macht klare Grenzen auf: Zwei Kunden der SNS Bank überwiesen nach einem Anruf eines falschen Bankmitarbeiters 59.000 Euro auf ein fremdes Konto. Sie hatten die Transaktionslimits selbst erhöht und die Zahlung aktiv autorisiert.
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Die Beschwerdeinstanz wies die Klage ab. Die Bank habe ihre Sorgfaltspflicht nicht verletzt. Bei sogenanntem Bankhelpdesk-Betrug haftet das Institut nicht, wenn die Sicherheitssysteme korrekt arbeiten.
Indien stärkt Verbraucherrechte
Der Kerala High Court entschied: Genossenschaftsbanken fallen unter das nationale Verbraucherschutzgesetz. Kunden können sie nun vor speziellen Verbrauchergerichten verklagen. Im konkreten Fall musste eine Bank eine Einlage plus zwölf Prozent Zinsen und eine zusätzliche Entschädigung zahlen.
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