Blutfette, Deutschen

Blutfette: Zwei Drittel der Deutschen betroffen, Gewürze helfen

06.06.2026 - 15:42:27 | boerse-global.de

Studien zeigen: Zimt, Hafer und Bewegung können Blutfette regulieren. Experten warnen jedoch vor zu hohen Omega-3-Dosen.

Cholesterinwerte natürlich senken: Gewürze, Ballaststoffe & Co.
Blutfette - Nahaufnahme verschiedener Gewürze wie Zimtstangen, Ingwer, Kurkuma und Kardamomkapseln auf einem dunklen Hintergrund. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das zeigen Daten aus dem Umfeld des Tages des Cholesterins Anfang Juni 2026. Oft bleibt das unentdeckt – und steigert das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Neben Medikamenten rücken Experten jetzt die Ernährung und den Lebensstil in den Fokus. Aktuelle Analysen liefern konkrete Ansätze, wie sich die Werte natürlich beeinflussen lassen.

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Gewürze gegen hohe Triglyceride

Bestimmte Gewürze haben einen messbaren Einfluss auf das Lipidprofil. Das legt eine Auswertung von Forschungsdaten nahe, die Anfang Juni thematisiert wurde.

Zimt kann demnach nicht nur Triglyceride und LDL-Cholesterin senken, sondern gleichzeitig das schützende HDL-Cholesterin erhöhen. Ähnliche Effekte werden Ingwer (Gingerol) und Cayennepfeffer (Capsaicin) zugeschrieben. Auch Kardamom und Nelken zeigten positive Wirkungen auf das Gesamtcholesterin und hemmten die LDL-Oxidation.

Kurkuma mit seinem Wirkstoff Curcumin verbessert das allgemeine Lipidprofil. Fachleute sehen darin eine einfache Möglichkeit, die Blutfettwerte im Alltag begleitend zu kontrollieren.

Ballaststoffe: 30 Gramm täglich

Ein wesentlicher Pfeiler bleibt die Zufuhr löslicher Ballaststoffe. Experten empfehlen Hafer und Äpfel, um das LDL-Cholesterin zu regulieren. Eine im Juni veröffentlichte Studienauswertung rät zu mindestens 30 Gramm Ballaststoffen täglich – das soll auch entzündungshemmend wirken.

Buchweizen gilt als wertvolle Quelle bei Stoffwechselstörungen. Das glutenfreie Knöterichgewächs liefert pro 100 Gramm (gekocht) etwa 10 Gramm Protein und 2,7 Gramm Ballaststoffe. Besonders relevant ist das enthaltene Rutin, das das Herz-Kreislauf-System stärken und zur Senkung der Blutfettwerte beitragen soll.

Für Diabetiker empfehlen Experten zudem Essig in Salaten – er kann den Blutzuckerspiegel günstig beeinflussen.

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Omega-3: Vorsicht bei Kapseln

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt die Bedeutung von Omega-3-Fettsäuren für die Herzgesundheit. Bei Alpha-Linolensäure (ALA) reichen zwei Gramm täglich. Quellen sind Leinsamen, Walnüsse und Chiasamen.

Die marinen Fettsäuren EPA und DHA aus fettem Fisch oder Algenölen unterstützen einen normalen Blutfettspiegel und die Herzfunktion.

Bei Kapseln ist Vorsicht geboten. Die Stiftung Warentest untersuchte Anfang Juni 2026 20 Präparate – der gesundheitliche Nutzen bei gesunden Personen sei nicht ausreichend belegt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor Dosierungen über 1,5 Gramm täglich aus Supplementen. Bei Herzpatienten kann das Vorhofflimmern auslösen oder die Blutungsneigung erhöhen.

Passend dazu gab es am 4. Juni eine wegweisende Entscheidung des US-Supreme Court. In einem Patentstreit um das Fischöl-Präparat Vascepa stärkte das Gericht die Rechte von Generikaherstellern. Anbieter können nun Nachahmerprodukte für spezifische Indikationen auf den Markt bringen, auch wenn bestimmte Anwendungen noch patentgeschützt sind.

Lebensstil entscheidet mit

Die Wirksamkeit einer Ernährungsumstellung hängt eng mit dem allgemeinen Lebensstil zusammen. Laut dem 37. Deutschen Krebskongress vom Juni 2026 können Frauen durch gesunde Ernährung, Bewegung und Verzicht auf Genussmittel bis zu 20 Jahre und Männer bis zu 24 Jahre an Lebenszeit gewinnen. Wesentlich sind 150 bis 300 Minuten Ausdauersport pro Woche und moderates Stressmanagement.

Ein wichtiger Aspekt ist die Reduktion von Leberfett. Forscher des Deutschen Diabetes Zentrums Düsseldorf stellten Anfang Juni fest: Ein erhöhter Leberfettgehalt hängt direkt mit einer gestörten Glukagon-Produktion zusammen. Eine frühzeitige Behandlung einer Fettleber kann das Risiko für Typ-2-Diabetes und damit verbundene Fettstoffwechselstörungen signifikant senken.

Mediziner raten zudem, bei der Risikobewertung den genetisch bedingten Marker Lipoprotein(a) zu berücksichtigen – er stellt ein unabhängiges Risiko für Gefäßerkrankungen dar.

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