Blutfette: 500 mg Flavanole pro Tag senken Herztodesrisiko
11.06.2026 - 05:10:01 | boerse-global.de
Das zeigen aktuelle Studien aus dem Juni 2026.
Mandeln und Erdnüsse – zwei starke Helfer
Mandeln senken dank Vitamin E und Magnesium das LDL-Cholesterin. Erdnüsse punkten mit Protein, Niacin und Folsäure. Eine Studie aus dem Jahr 2022 im Fachmagazin Future Foods zeigt: Wer mindestens zweimal pro Woche Erdnüsse isst, senkt sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
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Experten empfehlen zudem Leinsamen. Sie liefern Omega-3-Fettsäuren und Lignane mit entzündungsregulierender Wirkung. Am besten täglich geschrotet – und in Kombination mit Walnüssen.
Flavanolreiche Früchte senken das Sterberisiko
Eine großangelegte Studie mit über 30.000 Teilnehmern aus Großbritannien und den USA zeigt: 500 Milligramm Flavanolen pro Tag senken das Risiko für kardiovaskuläre Todesfälle signifikant. Die Studie erschien im Fachjournal Food and Function.
Das Problem: Fünf Portionen Obst und Gemüse reichen oft nicht aus. Wer gezielt flavanolreiche Lebensmittel wählt, ist besser dran. Besonders hoch sind die Konzentrationen in Pflaumen, Preiselbeeren, Brombeeren und grünem Tee.
Beeren liefern zudem Polyphenole und Anthocyane. Diese sekundären Pflanzenstoffe senken das LDL-Cholesterin und fördern die Durchblutung.
Avocado senkt die glykämische Last
Eine sechsmonatige Studie mit 1.000 Teilnehmern untersuchte den Effekt von Avocados auf den Stoffwechsel. Die Ergebnisse: Täglich 168 Gramm Avocado senken die glykämische Last der Gesamternährung um 13,7 Punkte. Grund sind mehr Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren bei weniger Kohlenhydraten.
Der Mediziner Dr. Riedl ordnet ein: Der Effekt auf die Ernährungsqualität sei plausibel. Die Studie liefere aber keine direkten klinischen Endpunkte wie veränderte Blutzuckerwerte. Zudem wurde sie von der Avocado-Branche finanziert.
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Bewegung und Diagnostik nicht vergessen
Die richtige Ernährung ist nur ein Teil der Prävention. Experten empfehlen mindestens 30 Minuten Bewegung täglich – kombiniert mit ballaststoffreicher Kost und gesunden Fetten.
In der Diagnostik rückt zudem Lipoprotein(a) in den Fokus. Dieser erblich bedingte Risikofaktor für Herzinfarkte betrifft rund 20 Prozent der Bevölkerung. Gemessen wird er aber selten. Die Ernährung hat darauf nur begrenzten Einfluss. Bei klassischen Cholesterinwerten und Gewichtskontrolle bleibt sie dagegen das wichtigste Instrument.
