Blutdruck senken: Lactobacillus-Stämme reduzieren Werte um 14 mmHg
Veröffentlicht am: 10.07.2026 um 20:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Aktuelle Leitlinien bestätigen Betablocker und Kalziumkanalhemmer als Mittel der ersten Wahl bei stabiler Angina pectoris. Die italienische Arzneimittelagentur AIFA hat am 8. Juli 2024 zudem die Erstattung des Präparats Salativ (Nifedipin) beschlossen. Das Medikament kommt bei Angina pectoris, Bluthochdruck und dem Raynaud-Syndrom zum Einsatz.
Die medikamentöse Therapie bleibt die Basis der Behandlung. Bei instabilen Verläufen wie einem akuten Herzinfarkt ist jedoch sofortiges Handeln nötig.
Wann Katheter, wann Bypass?
Die Frage nach invasiven Eingriffen gegenüber einer rein medikamentösen Strategie beschäftigt Kardiologen weiterhin. Die Leitlinien führen die Revaskularisierung mittels PCI (Ballondilatation) oder CABG (Bypass) als etablierte Optionen auf.
Die Entscheidung muss individuell fallen. Während Medikamente bei vielen Patienten mit stabiler Symptomatik ausreichen, bieten Katheter-Eingriffe bei hoher Symptomlast oder spezifischen Verengungen Vorteile. Die Diagnostik stützt sich zunehmend auf die Herz-CT, die in der Kardiodiagnostik an Bedeutung gewinnt.
Risikofaktoren im Griff
Der Therapieerfolg hängt maßgeblich von der Kontrolle begleitender Risikofaktoren ab. Ein Fokus liegt auf der Blutdrucksenkung – insbesondere nachts.
Aktuelle Studien aus dem Sommer 2024 untersuchten ergänzende Ansätze:
Lactobacillus-Stämme können den systolischen Blutdruck um 3 bis 14 mmHg senken – das zeigen aktuelle Studien. In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche Stämme am wirksamsten sind und wie Sie sie richtig einnehmen. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Probiotika: Bestimmte Lactobacillus-Stämme könnten den systolischen Blutdruck um 3 bis 14 mmHg senken. Die Mechanismen umfassen eine ACE-Hemmung und eine Steigerung der Stickstoffmonoxid-Verfügbarkeit.
Lipidmanagement: Bei familiärer Hypercholesterinämie mit LDL-Werten ab 190 mg/dl empfehlen Experten hochintensive Statine wie Rosuvastatin (40 mg) oder Atorvastatin (80 mg). Moderne Wirkstoffe wie PCSK9-Inhibitoren oder Inclisiran ergänzen die Therapie.
Lebensstil: Die Deutsche Herzstiftung betont die Bedeutung eines geregelten Schlafs. Sieben Stunden pro Nacht gelten als optimal – Schlafmangel erhöht das Risiko für Herzinfarkte und Herzschwäche signifikant.
Rückschlag für AstraZeneca
Nicht alle Fortschritte halten, was sie versprechen. AstraZeneca gab am 9. Juli 2024 bekannt, dass das Präparat Wainua den primären Endpunkt in einer Studie zur Transthyretin-Amyloid-Kardiomyopathie verfehlt hat. Ein statistisch signifikanter Nutzen bei kardiovaskulären Ereignissen und Mortalität ließ sich nicht nachweisen.
In der Schlaganfallprophylaxe diskutierten Fachpublikationen die Wahl der Antikoagulanzien. Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon senken das Risiko für ischämische Schlaganfälle um zwei Drittel – verdoppeln aber das Risiko für schwere Blutungen im Vergleich zu direkten oralen Antikoagulanzien.
Nächtlicher Bluthochdruck ist besonders gefährlich. Bestimmte Probiotika können helfen, den Blutdruck auch nachts zu senken. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen die 5 natürlichen ACE-Hemmer, die Sie zu Hause einsetzen können. Natürliche ACE-Hemmer jetzt entdecken
KI in der Kardiologie
Technologisch zeichnet sich eine stärkere Automatisierung ab. In den USA startete am 8. Juli 2024 das ADVOCATE-Programm zur Entwicklung autonomer KI-Systeme für die Kardiologie. Diese sollen eine kontinuierliche Überwachung und Risikointerventionen ermöglichen. Die Zulassungsentscheidung wird für Ende 2029 erwartet.
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