Biertreber-Protein: 640 kg CO? weniger pro 1.000 Portionen
05.06.2026 - 12:12:19 | boerse-global.de
Seit Anfang April gibt es in der Mensa X sogenannte Brew Bites Chunks. Die pflanzliche Proteinbasis besteht aus Biertreber – einem Nebenprodukt der Brauindustrie. Die Chunks ersetzen klassische Fleischalternativen wie veganes Gyros.
Die Chunks sind alkoholfrei, enthalten aber Gluten. Das Studierendenwerk will so das pflanzliche Angebot ausbauen. Gleichzeitig setzt es auf Reststoffe aus der Lebensmittelproduktion.
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Themenwoche soll Akzeptanz fördern
In der ersten Juniwoche läuft die Aktion „Eat Good & Feel Good“. Auf dem Speiseplan stehen Buddha Bowls, veganes Biryani und Falafel. Ziel ist es, die Akzeptanz für pflanzliche Ernährung zu steigern.
640 Kilo CO? weniger pro 1.000 Portionen
Der Einsatz von Biertreber-Proteinen verbessert die Klimabilanz spürbar. Laut Studierendenwerk spart jede 1.000 Portionen rund 640 Kilogramm CO?-Äquivalente ein. Das ist ein deutlicher Unterschied zu herkömmlichen Produkten.
International gibt es noch radikalere Ansätze. In den USA kam kürzlich das Protein Solein auf den Markt. Es wird aus CO? hergestellt, besteht zu 78 Prozent aus Protein und verursacht nur ein Prozent der Emissionen von Fleisch. Regionale Anbieter setzen vorerst aber auf lokale Nebenprodukte.
Tofu-Knappheit bremst den Markt
Der Markt für pflanzliche Lebensmittel wächst rasant – doch die Lieferketten hinken hinterher. In Deutschland fehlt es derzeit an Tofu. Rewe meldet für 2025 einen Absatzanstieg von 30 Prozent. Innerhalb von drei Jahren hat sich die Nachfrage verdoppelt.
Hersteller wie Taifun arbeiten am Limit. Neue Produktionsanlagen sollen erst Ende 2026 für Entspannung sorgen.
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Steuerliche Änderungen: Mensen bleiben stabil
Seit dem 1. Januar 2026 gilt in der deutschen Gastronomie ein reduzierter Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen. Für die Mensen in Bielefeld ändert sich nichts. Studierende essen weiter steuerfrei, Bedienstete zahlten schon vorher den ermäßigten Satz.
Qualität bleibt Thema – vor allem bei Kindern
Ein Gutachten der Stadt Dortmund vom April 2026 zeigt: Die Qualität der Verpflegung in Kitas und Schulen ist uneinheitlich. In FABIDO-Kitas liegt die Bio-Quote bei 67,5 Prozent. Bei Fleischgerichten gibt es große Unterschiede zwischen den Einrichtungen.
Experten empfehlen die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). In Ostwestfalen-Lippe sinkt zudem der Milchkonsum – Fachleute sehen die Preisentwicklung als Ursache. Mediziner des Uniklinikums Münster raten bei Kindern zu proteinreichen Alternativen auf Soja- oder Erbsenbasis. Wichtig: Anreicherung mit Kalzium und Vitamin B12.
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