BGM-Förderpreis, Euro

BGM-Förderpreis: 60.000 Euro für digitale Gesundheitsprojekte

21.06.2026 - 00:39:20 | boerse-global.de

Studien und Initiativen 2026 belegen: Digitale Tools senken Fehlzeiten, steigern Fitness und entlasten Kliniken massiv.

Digitales BGM: KI, Wearables und Challenges revolutionieren den Arbeitsplatz
BGM-Förderpreis - Eine stilisiert leuchtende KI-Struktur über einer Gruppe von Büroangestellten, die sich am Arbeitsplatz dehnen. 21.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) wird digital. Mehrere aktuelle Initiativen und Studien aus dem ersten Halbjahr 2026 zeigen: Die Digitalisierung verändert den Arbeitsalltag grundlegend.

60.000 Euro für smarte Gesundheitsideen

Die DAK-Gesundheit sucht zum 11. Mal nach den besten Konzepten für eine „digitale und zukunftsfähige Arbeitswelt". Der Deutsche BGM-Förderpreis prämiert Projekte, die Künstliche Intelligenz zur Stärkung der Belegschaft einsetzen. Bewerbungsschluss ist der 4. Juli 2026, die Preisverleihung Ende September in Köln. Auf die Gewinner warten Sachleistungen im Gesamtwert von 60.000 Euro.

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Auch auf regionaler Ebene tut sich was. Beim Landespreis „OUT OF THE BOX.NRW" in Bielefeld siegte am 19. Juni ein Aachener Unternehmen, das Produktionsdaten per KI analysiert. Platz zwei ging an ein Start-up aus Essen: Es entwickelt digitale Therapieansätze für die psychosomatische Versorgung.

Der Bedarf ist enorm. Aktuelle Krankenkassen-Daten zeigen: Psychische Belastungen bleiben eine Hauptursache für Fehlzeiten. In einzelnen Regionen erreichen Beschäftigte bis zu acht Fehltage pro Jahr allein wegen psychischer Leiden.

Bewegung per Challenge: 95 Prozent machen mit

Kann ein Wettbewerb die Fitness in Unternehmen wirklich steigern? Ja, sagen die Ergebnisse der fünften „MOVE DAYS". Über 6.500 Teilnehmende aus mehr als 100 Firmen machten mit. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) punkteten: Sie erreichten Teilnahmequoten von bis zu 95 Prozent.

Die Zahlen belegen eine echte Verhaltensänderung. Vor der Challenge bewegten sich 43 Prozent der Teilnehmenden weniger als zwei Stunden pro Woche. Danach gaben 78 Prozent an, mindestens ein persönliches Ziel erreicht zu haben. Und der soziale Aspekt zählt: Knapp ein Viertel der Übungen wurde gemeinsam absolviert.

Digitale Patientenversorgung: 62 Prozent Zeitersparnis

Die „Digital Patient Journey" revolutioniert die medizinische Versorgung. Eine Studie vom 18. Juni 2026 belegt massive Effizienzgewinne. Pro digital unterstützter Aufgabe sparen Einrichtungen zwischen 52 und 62 Prozent Zeit.

80 Prozent der befragten Kliniken und Praxen berichten von einer geringeren Arbeitsbelastung durch digitale Werkzeuge. 90 Prozent reduzieren Doppelerfassungen. Elektronische Verordnungen (83 Prozent) und digitale Patientenakten (79 Prozent) sind bereits Standard. Zwei Drittel der Betriebe verzeichnen eine gesteigerte Mitarbeiterzufriedenheit.

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Wearables treffen auf Klinik: Neue Präventionsmöglichkeiten

Die Vernetzung von Alltagstechnologie und Medizin schreitet voran. Auf der Fachmesse VivaTech im Juni 2026 präsentierte ein Unternehmen ein Konzept, das Gesundheitsdaten von Wearables direkt mit klinischen Plattformen verknüpft. Ärzte können Patienten so digital beurteilen und spezifische Gesundheitslösungen verschreiben.

Neue App-Funktionen messen die kardiale Belastung oder analysieren Stresslevel per Cortisol-Messung im Schweiß. Das erweitert die präventiven Möglichkeiten enorm. Wer hätte gedacht, dass die Smartwatch bald den Arztbesuch ersetzt?

Hessen fördert Digitalisierung mit 50 Prozent Zuschuss

Auch staatliche Förderprogramme treiben den Wandel voran. Hessen hat sein Digitalisierungsprogramm für Mittelständler ausgeweitet. Seit Mitte Mai 2026 können Unternehmen Online-Anträge für Schulungen in Digitalisierung und KI stellen. Das Land übernimmt bis zu 50 Prozent der Kosten.

Die Wissensvermittlung gewinnt an Gewicht. Veranstaltungen wie die Digitalwoche im Landkreis Gießen Ende Juni oder der digitale Gesundheitskongress von pulsnetz MuTiG im September rücken Themen wie Willkommenskultur, New Work und den Schutz vor digitalen Gefahren in den Fokus. Die „Human Firewall" – also der Mensch als Schutzschild gegen Cyberangriffe – wird zum wichtigen Weiterbildungsthema.

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