BGH, Eigentümer

BGH stärkt Eigentümer: Klimaanlage auf Balkon grundsätzlich erlaubt

Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 18:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de

IFA-Studie zeigt wandelbare Möbel, BGH stärkt Klimaanlagen-Recht. Neue Gesetze zu Heizung und Wohnfläche treten in Kraft.

Wohnen 2026: KI-Möbel, BGH-Urteile und neue Heizregeln
Ein modernes, minimalistisches Wohnzimmer mit multifunktionalen Möbeln, die sich verwandeln, und einem Tablet, das KI-Design anzeigt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Technik, Recht und neue Wohnkonzepte treiben den Wandel – und stellen Bewohner vor ganz neue Fragen.

KI plant, Möbel verwandeln sich

Auf der IFA 2026 präsentierten Miele und Hettich eine Konzeptstudie, die Küche, Esstisch und Homeoffice vereint. Motorisierte Möbelbeschläge lassen die Einheit je nach Bedarf zwischen Kochstation, Arbeitsplatz und Esstisch wechseln. Das spart Platz in immer kleineren Wohnungen.

Noch einen Schritt weiter geht Amenify. Ein am 15. Juli vorgestelltes Tool verwandelt Grundrisse in interaktive 3D-Modelle. Nutzer wählen Möbel direkt aus und bestellen sie. Das Unternehmen meldet eine Umsatzsteigerung von 177 Prozent im Quartalsvergleich. Die Designzeit verkürzte sich drastisch, die Retourenquote sank um bis zu 30 Prozent.

BGH stärkt Eigentümer bei Klimaanlagen

Ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom heutigen Freitag sorgt für Klarheit: Wohnungseigentümer haben grundsätzlich Anspruch auf den Einbau eines Split-Klimageräts auf dem Balkon. Voraussetzung: Die Beeinträchtigungen für andere Eigentümer dürfen nicht übermäßig ausfallen. Geräuschemissionen seien weitgehend hinzunehmen.

Auch bei der Wohnflächenberechnung gibt es klare Regeln. Die Wohnflächenverordnung zählt nur Räume zu Wohnzwecken – Wohn-, Schlaf- oder Arbeitszimmer – als volle Fläche. Keller, Garagen oder Waschküchen bleiben außen vor. Balkone und Terrassen fließen zu 25 Prozent ein, bei besonderer Nutzbarkeit bis zu 50 Prozent.

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Weicht die tatsächliche Wohnfläche um mehr als zehn Prozent von der vertraglich vereinbarten Größe ab, haben Mieter Anspruch auf Mietminderung. Zu viel gezahlte Miete können sie bis zu drei Jahre rückwirkend zurückfordern.

Neue Regeln für Heizungen und Kühlung

Das im Juli verabschiedete Gebäudemodernisierungsgesetz bringt ab 2028 finanzielle Änderungen. Dann greift eine 50/50-Regel für neue fossile Heizungen: CO?-Kosten und Gasnetzentgelte teilen sich Mieter und Vermieter hälftig. Ab 2029 steigen die Anforderungen weiter. Über eine sogenannte Bio-Treppe soll der Anteil biogener Brennstoffe bis 2040 auf 60 Prozent klettern.

Bei der Kühlung setzen immer mehr auf natürliche Alternativen. Trockenbausysteme aus Lehmputz mit integrierter Flächenkühlung arbeiten geräuschlos. Der Lehm reguliert die Feuchtigkeit und bindet Schadstoffe.

Und beim Energiemanagement? Neue Steuerungseinheiten, vorgestellt auf der Intersolar Europe 2026, pushen den Eigenverbrauch von Solarstrom auf bis zu 80 Prozent. Möglich macht das eine KI-gestützte Prognose.

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Neben den Energiekosten spielen auch die weiteren Nebenkosten eine zentrale Rolle für die Wirtschaftlichkeit einer Immobilie. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie Ihre Betriebskostenabrechnung 2026 rechtssicher gestalten und keine zulässigen Umlagen vergessen. Kostenlosen Betriebskosten-Ratgeber herunterladen

Weniger Unordnung, mehr Werterhalt

Neben Hightech bleibt die Basis entscheidend: Jeder Gegenstand braucht einen festen Platz. Tägliche Routinen verhindern Unordnung und vermeiden Kosten durch Zeitverlust oder Doppelkäufe. Nachhaltigkeit bedeutet zunehmend, Bestandsgegenstände zu pflegen und zu reparieren.

Feuchtigkeit ist der größte Feind technischer Geräte und Dokumente. Kieselgel-Beutel helfen: Sie nehmen bis zu 40 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit auf und sind regenerierbar – solange es sich nicht um kobalthaltiges blaues Gel handelt.

Für die Raumgestaltung boomen pflegeleichte Elemente wie künstliche Mooswände aus Polyurethan. In gewerblichen Räumen müssen sie Brandschutzauflagen erfüllen. Bei langer Lebensdauer punkten sie mit einer positiven Nachhaltigkeitsbilanz.

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