Beingesundheit, Minuten

Beingesundheit: Zehn Minuten täglich senken Risiko für Gefäßerkrankungen

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 19:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Tägliche Bewegung und schonende Eingriffe wie Venenkleber helfen, die Mobilität im Alter zu erhalten und Gefäßerkrankungen vorzubeugen.

Senioren-Gesundheit: Bewegung und moderne Gefäßchirurgie im Fokus
Nahaufnahme der Beine einer älteren Person beim Gehen auf einem Weg, mit Bewegungsunschärfe, die Bewegung andeutet. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ob Krampfadern, Durchblutungsstörungen oder Gelenkverschleiß – mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Gefäßerkrankungen. Die gute Nachricht: Es gibt mehr Möglichkeiten als je zuvor, die Mobilität zu erhalten.

Schon zehn Minuten Bewegung täglich helfen

Regelmäßiges Gehen aktiviert die Venenpumpe und verbessert den Rücktransport des Blutes zum Herzen. Experten zufolge reichen bereits zehn bis 15 Minuten tägliche Bewegung aus, um positive Effekte zu erzielen. Wer weniger aktiv ist, erhöht das Risiko für Beingeschwüre signifikant.

Eine besondere Rolle spielt der sogenannte Walking Football. Dieser gesundheitsorientierte Sport für Senioren verbietet Sprints und Grätschen. Die kontinuierliche Bewegung fördert die kardiovaskuläre Fitness – ohne Überlastungsrisiko.

Klinikprojekte setzen auf Früherkennung

Das Universitätsklinikum Freiburg startete das Projekt „ReduRisk“. Ziel ist ein frühzeitiges Risikoscreening für Patienten ab 70 Jahren. Eine Studie mit 589 Hochrisikopatienten belegt: Gezieltes Mobilitätstraining und Delirprävention verbessern die Alltagsbewältigung nach sechs Monaten – ohne zusätzliche Kosten. Die Ergebnisse liegen der Deutschen Krankenhausgesellschaft vor.

Auch in der Tagespflege wird Bewegung zum festen Bestandteil. Das Projekt „Bewegte Tagespflege“ in Winnenden integriert körperliche Aktivität in den Alltag. Praxisnetze wie Medicoos setzen zudem auf Hausbesuche durch Geriatrie-Assistentinnen, die Kognitions- und Mobilitätstests durchführen.

Lasertherapie und Venenkleber: Schonende Eingriffe

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Wenn konservative Maßnahmen nicht mehr helfen, stehen moderne chirurgische Verfahren bereit. Bei schweren Krampfadern kommen endovaskuläre Lasertherapien in Kombination mit der Müller-Technik zum Einsatz. Patienten können teils bereits nach zwölf Stunden entlassen werden.

Das Saphenion Gefäßzentrum in Rostock setzt seit 14 Jahren auf Venenkleber. Bis Mitte Juli 2026 wurden dort über 5.000 Stammkrampfadern mit dieser Technik behandelt. Die Methode ist seit Februar 2015 von der US-Gesundheitsbehörde FDA zugelassen. Sie zeichnet sich durch geringe Nebenwirkungen aus – selbst bei Patienten bis 94 Jahren.

Bypass-Operation verhindert Amputation

Bei der peripheren Arterienverschlusskrankheit (pAVK) kann eine Gefäßrekonstruktion nötig werden. Im Duc Giang General Hospital in Hanoi retteten Chirurgen Mitte Juli 2026 einem 65-Jährigen beide Beine. Eine achtstündige Bypass-Operation unter Verwendung einer körpereigenen Vene verhinderte die drohende Amputation. Geleitet wurde der Eingriff von Dr. Nguyen Van Lam.

Bewegungsparcours und Fast-Track-Methode

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Kommunen investieren zunehmend in die Infrastruktur. In Rheine ist ein Bewegungsparcours für Senioren am Kettelerufer geplant. Der Bau soll Ende Oktober 2026 beginnen. Die Anlage bietet kostenlosen Zugang zu Allwetter-Trainingsgeräten.

In der Orthopädie setzt sich die „Fast-Track-Methode“ durch. Patienten werden nach Gelenkoperationen umgehend mobilisiert. Das beschleunigt den Heilungsprozess und regt die Durchblutung sofort wieder an.

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