Bardot-Auktion, Euro

Bardot-Auktion: 953.531 Euro für 280 persönliche Gegenstände

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 21:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Versteigerung von Brigitte Bardots Privatbesitz brachte 953.531 Euro ein. Zugleich entbrannte Streit über den Verkauf im Umfeld der Stiftung.

Brigitte Bardot: Nachlassauktion erzielt fast 954.000 Euro
Vintage Einrichtungsgegenstände und persönliche Accessoires in einem eleganten, sonnendurchfluteten Raum. Illustration mit AI erstellt.

Die Versteigerung des privaten Nachlasses von Brigitte Bardot durch das Auktionshaus Millon hat die ursprünglichen Erwartungen des Marktes weit übertroffen.

Berichten vom 22.09.2026 zufolge erzielten mehr als 280 Gegenstände aus dem Besitz der Ende 2025 verstorbenen Schauspielerin im Pariser Hôtel Drouot einen Gesamterlös von 953.531 Euro inklusive Gebühren. Dies entspricht nahezu dem Zwanzigfachen des vorab taxierten Werts, der auf rund 50.000 Euro geschätzt worden war.

Rekordergebnisse bei Pariser Versteigerung

Die knapp neunstündige Auktion verdeutlichte das anhaltende öffentliche Interesse an der am 28.12.2025 verstorbenen Stilikone. Insgesamt wurden 285 private Objekte aus Bardots Anwesen La Madrague und La Garrigue in Saint-Tropez sowie aus ihrer Wohnung in Paris angeboten.

Das Sortiment umfasste ein breites Spektrum von Alltagsgegenständen wie Küchenutensilien, Le-Creuset-Töpfen und Fahrrädern bis hin zu persönlichen Erinnerungsstücken wie Schmuck, Kleidung und Musikinstrumenten.

Bereits im Vorfeld zeichnete sich ein hohes Interesse ab, als rund 15.000 Besucher die Objekte innerhalb von fünf Tagen besichtigten. Die Schätzpreise für die einzelnen Lose waren moderat angesetzt worden und bewegten sich größtenteils zwischen 20 und 10.000 Euro, wobei zahlreiche Objekte mit weniger als 100 Euro veranschlagt waren. In der praktischen Umsetzung führten Bietergefechte jedoch zu massiven Preissteigerungen.

Diskrepanz zwischen ideellem und materiellem Wert

Besonders deutlich zeigte sich die Wertsteigerung bei Objekten mit unmittelbarem persönlichem Bezug. Zwei Hundehalsbänder, die auf 30 bis 50 Euro geschätzt worden waren, wechselten für 7.100 Euro den Besitzer.

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Die Versteigerung des Bardot-Nachlasses erzielte 953.531 Euro — nahezu das Zwanzigfache des vorab taxierten Werts von rund 50.000 Euro. Wer selbst in Memorabilia investiert, sollte verstehen, wie solche Preissteigerungen entstehen und wo Schätzpreise systematisch danebenliegen. Kostenlosen Sammler-Leitfaden anfordern

Ein weiteres Paar Hundehalsbänder, versehen mit dem Namen der Schauspielerin und ihrer Telefonnummer in La Madrague, erzielte bei einer Schätzung von 30 Euro einen Preis von 9.400 Euro. Laut Berichten stammten die erfolgreichen Bieter in diesem Fall aus Russland.

Auch bedeutende Dokumente ihrer Karriere und persönliche Kunstwerke erzielten Spitzenpreise. Ein Selbstporträt Bardots wurde für knapp 40.000 Euro versteigert, während die manuelle Schreibmaschine, auf der sie ihre Autobiografie verfasst hatte, für 4.634 Euro verkauft wurde. Eine Handtasche, deren Wert vorab auf 60 bis 80 Euro geschätzt worden war, erreichte schließlich einen Preis von 1.500 Euro.

Kontroversen um die Veräußerung des Privatbesitzes

Trotz des kommerziellen Erfolgs löste die Auktion innerhalb des persönlichen Umfelds der Verstorbenen Spannungen aus. Bernard d'Ormale, der 85-jährige Witwer Bardots, äußerte laut Berichten vom 21.09.2026 scharfe Kritik an dem Verkauf. Er bezeichnete die Auktion als respektlos und gab an, er fühle sich aus dem gemeinsamen Haus in Saint-Tropez verdrängt, in dem er über 35 Jahre gelebt habe. Seiner Einschätzung nach hätte die Schauspielerin einer solchen Veräußerung nicht zugestimmt.

Dem widersprach die Brigitte-Bardot-Stiftung unter Verweis auf offizielle Protokolle. Ein Sprecher der Stiftung erklärte laut Informationen vom 22.09.2026, dass der Verkauf bereits im Juni 2026 vom Verwaltungsrat beschlossen worden sei.

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Nicht nur die Preise sorgten für Schlagzeilen: Der Witwer der Verstorbenen nannte die Versteigerung respektlos, die Stiftung verwies auf einen Beschluss des Verwaltungsrats. Solche Konflikte entstehen, wenn Verwertungsentscheidungen im Nachlass nicht sauber dokumentiert sind. Checkliste Nachlass-Auktion Recht anfordern

Zu diesem Zeitpunkt habe d’Ormale der Organisation noch als Präsident vorgestanden und sei somit in den Entscheidungsprozess eingebunden gewesen. Cécile Dupuis vom Auktionshaus Millon verteidigte die Auktion ebenfalls gegen die erhobenen Vorwürfe.

Der erzielte Erlös aus der Versteigerung soll nun gemäß der Nachlassplanung der Brigitte-Bardot-Stiftung sowie dem Sohn der Schauspielerin, Nicolas-Jacques Charrier, zugutekommen. Die Versteigerung markiert damit einen abschließenden Schritt in der Verwaltung des materiellen Erbes der Künstlerin, die im Alter von 91 Jahren an den Folgen eines Krebsleidens verstorben war.

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