Banking-Betrug: Sparkassen-Phishing und gefälschte Steuerbescheide im Fokus
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 13:09 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Methoden werden raffinierter.
Sparkassen-Kunden im Visier
Verbraucherschützer schlagen Alarm: Kriminelle verschicken gefälschte E-Mails, die angeblich von Sparkassen stammen. Die Täter fordern darin zur Aktualisierung der S-pushTAN-App auf – und drohen mit Kontoeinschränkungen.
Der enthaltene Link führt auf eine gefälschte Webseite. Dort geben ahnungslose Nutzer ihre Zugangsdaten preis. Typische Erkennungsmerkmale: unseriöse Absenderadressen und eine unpersönliche Anrede.
Auch Kunden der Volkswagen Bank sind betroffen. Die Täter nutzen Phishing, Smishing (SMS-Betrug) und Vishing (Telefonbetrug). Gut zu wissen: Laut § 675u BGB müssen Banken nicht autorisierte Zahlungen erstatten. Der Europäische Gerichtshof hat die Verbraucherrechte 2026 weiter gestärkt.
Angreifer verlagern ihre Strategie
Die Sicherheitsbranche beobachtet einen klaren Trend: Während Passkeys immer verbreiteter sind – laut FIDO Alliance nutzen 2026 bereits 75 Prozent der Verbraucher und 68 Prozent der Unternehmen diese Technologie –, konzentrieren sich Angreifer auf die Schwachstellen.
Ihr neues Ziel: Identitätsverifizierung und Kontowiederherstellung. Der Veriff Identity Fraud Report 2026 zeigt: 4,18 Prozent aller Verifizierungsversuche sind betrügerisch. 85 Prozent davon entfallen auf Identitätsvortäuschung.
Die gute Nachricht: Biometrische Lebenderkennung senkt die Erfolgsquote von Kontoübernahmen um 80 bis 90 Prozent.
Betrüger werden immer raffinierter – erkennen Sie die neuen Maschen, bevor Sie zum Opfer werden. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Phishing-Mails in 3 Schritten entlarven und Ihr Konto schützen. Jetzt kostenlosen Schutz-Leitfaden anfordern
Falsche Steuerbescheide und Fake-Käufer
Das Bundeszentralamt für Steuern warnt vor einer perfiden Masche: Gefälschte E-Mails locken mit Steuerrückerstattungen. Die Absenderadresse sieht täuschend echt aus – ein einziger Buchstabe ist ausgetauscht („eister.de“ statt „elster.de“).
Wer auf den Link klickt, landet auf einer manipulierten Plattform und gibt seine Bankdaten preis. Merke: Finanzbehörden versenden Bescheide grundsätzlich per Post.
Auf Kleinanzeigen treiben es Betrüger ebenfalls bunt. Sie geben sich als Käufer aus und schicken gefälschte Bestätigungs-Mails mit Links zu manipulierten Zahlungsseiten. In Gifhorn verlor eine Frau so einen fünfstelligen Betrag. Die Plattform rät: Kommunikation und Abwicklung nur über den internen Chat.
Wenn die Hausbank anruft – und es nicht ist
Die Polizei meldet vermehrte Erfolge von Telefonbetrügern. In Hopsten und Ludwigsburg erschlichen sich Kriminelle durch Social Engineering das Vertrauen ihrer Opfer.
Per Spoofing lassen sie die echte Telefonnummer der Hausbank im Display erscheinen. Ein Senior in Hopsten überwies daraufhin einen mittleren vierstelligen Betrag an einen vermeintlichen Bankmitarbeiter.
Ein Anruf von Ihrer Hausbank – aber ist es wirklich Ihre Bank? Telefonbetrüger nutzen Spoofing, um die echte Nummer im Display erscheinen zu lassen. Erfahren Sie, wie Sie solche Anrufe erkennen und sich schützen. Notfallplan bei Telefonbetrug jetzt sichern
In Itzehoe erbeuteten Betrüger fast 8.000 Euro. Sie gaben sich als Sicherheitsmitarbeiter der Bank aus, erschlichen die PIN und holten EC-Karte sowie Wertsachen persönlich an der Haustür ab.
Die Deutsche Rentenversicherung stellt klar: Sie fordert niemals Zahlungen oder persönliche Daten per Telefon oder E-Mail. Bei verdächtigen Anrufen gilt: Auflegen und die Polizei informieren.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
