Bank, America

Bank of America startet Echtzeit-Überweisungen im Q3 2026

09.06.2026 - 02:18:25 | boerse-global.de

Bank of America bringt 2026 einen Sofortzahlungsdienst für Unternehmen auf den Markt. Der Fokus liegt auf Massenzahlungen und Schwellenländern.

Bank of America startet Echtzeit-Überweisungen für Firmenkunden
Bank - Modernes Bankgebäude mit stilisierten digitalen Linien und leuchtenden Knoten, die Echtzeit-Datenfluss symbolisieren. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die US-Großbank bringt im dritten Quartal 2026 einen neuen Service für grenzüberschreitende Sofortüberweisungen an den Start. Das Angebot richtet sich an Unternehmen und institutionelle Kunden, die künftig nahezu in Echtzeit internationale Transaktionen über das Swift-Netzwerk oder die hauseigene CashPro-Plattform abwickeln können.

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Fokus auf Massenzahlungen und Schwellenländer

Der Dienst zielt vor allem auf hohe Volumina bei niedrigen Beträgen ab – genau jenen Bereich, in dem herkömmliche Überweisungen oft tagelang dauern. Den Anfang machen Verbindungen zu etablierten Echtzeit-Netzwerken: SPEI in Mexiko, der Faster Payments Service in Großbritannien und die Unified Payments Interface (UPI) in Indien. Gleichzeitig will die Bank auch eingehende Echtzeit-Zahlungen in die USA ermöglichen.

Mark Monaco, Leiter der globalen Zahlungslösungen bei Bank of America, betont die strategische Bedeutung: Das Projekt unterstütze die G20-Ziele zur Verbesserung internationaler Zahlungssysteme. Die Bank wickelt jährlich ein Volumen von über 450 Billionen US-Dollar ab und investiert rund eine Milliarde Dollar pro Jahr in Zahlungstechnologien. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank gab 2024 rund 2,5 Milliarden Euro für ihre gesamte IT aus.

Mastercard baut sein Netzwerk aus

Parallel treibt Mastercard die grenzüberschreitende Zahlungsinfrastruktur voran. Die Backbase-Plattform integriert künftig die Mastercard-Move-Lösung in ihr Banken-Betriebssystem. Das verspricht weniger technischen Aufwand für Finanzinstitute in der EU, im Nahen Osten und Nordafrika. Mastercard Move erreicht bereits über 200 Länder und verbindet mehr als 17 Milliarden Endpunkte in 150 Währungen.

Eine zweite Partnerschaft schloss Mastercard mit PaidBy (Xryma Plc). Gemeinsam wollen sie Kontozahlungen (Account-to-Account, kurz A2A) über Grenzen hinweg skalieren. Der Dienst startet in Europa und Großbritannien: Verbraucher zahlen direkt von ihrem Konto in der Heimatwährung, Händler erhalten das Geld am nächsten Werktag in ihrer lokalen Währung.

Blockchain hält Einzug in den Zahlungsalltag

Auch die Blockchain-Technologie gewinnt an Boden. Die thailändische KASIKORNBANK und Ant International setzen auf JPMorgans Kinexys-Plattform. Sie nutzen blockchain-basierte Depotkonten für Echtzeit-Transfers in US-Dollar. Das Projekt baut auf der erfolgreichen Pilotstudie Project Carina aus dem Jahr 2024 auf.

Noch einen Schritt weiter geht ein Konsortium aus US-Großbanken: JPMorgan, Citi, Wells Fargo und Bank of America entwickeln ein Netzwerk für tokenisierte Einlagen. Die von der Clearing House Association betriebene Plattform soll in der ersten Jahreshälfte 2027 starten. Ziel ist die Abwicklung und Verrechnung von Einlagen direkt auf der Blockchain – bei gleichzeitiger Anbindung an traditionelle Systeme wie das Real-Time Payments (RTP)-Netzwerk und CHIPS.

Asien und Europa: Neue Korridore entstehen

Im asiatischen Raum treiben NTT DATA und AXS grenzüberschreitende Rechnungszahlungen voran. Der Fokus liegt zunächst auf der Interoperabilität zwischen Singapur und Malaysia, weitere Märkte sollen folgen.

In Europa haben XTransfer und Société Générale auf der Money20/20-Konferenz Anfang Juni in Amsterdam eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die Partnerschaft unterstützt chinesische Unternehmen in Europa mit integrierten Lösungen für lokales Inkasso, Devisengeschäfte und Zahlungen nach China – sowohl in US-Dollar als auch in chinesischen Yuan.

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USA: Thunes startet Echtzeit-Auszahlungen

Der Zahlungsdienstleister Thunes hat Echtzeit-Auszahlungen in den USA gestartet. Über eine direkte Verbindung zu einer großen US-Bank erhalten internationale Unternehmen Zugang zu Dollar-Auszahlungen per ACH und Echtzeit-Schienen – und das über eine einzige API. Das Thunes-Netzwerk umfasst 140 Länder und verbindet rund 12 Milliarden Bankkonten und digitale Geldbörsen.

Stablecoins als neuer Standard?

Im Bereich digitaler Assets ist die KI-gestützte Plattform Nuvion dem Circle Payments Network beigetreten. Kunden können nun Stablecoins für globale Abrechnungen nutzen – mit rund um die Uhr verfügbarer Liquidität und nahezu sofortigen Auszahlungen in USDC. Ein Trend, der zeigt: Die Grenzen zwischen traditionellem Banking und Krypto-Welt verschwimmen zunehmend.

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