Bank of America: Neue Echtzeit-Überweisungen ab Herbst 2026
05.06.2026 - 05:26:01 | boerse-global.de
Das Angebot richtet sich an Firmenkunden und verspricht schnellere sowie günstigere internationale Transaktionen.
Anbindung an lokale Zahlungssysteme weltweit
Der neue Service wird über die bestehende CashPro-Plattform der Bank oder das Swift-Netzwerk zugänglich sein. Bank of America bindet dafür lokale Echtzeit-Zahlungssysteme an – darunter den Faster Payments Service in Großbritannien, die Unified Payments Interface (UPI) in Indien und das mexikanische SPEI-System.
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Mark Monaco, Leiter der globalen Zahlungslösungen bei der Bank, betont die Übereinstimmung mit den G20-Zielen: schnellere, günstigere und transparentere grenzüberschreitende Zahlungen. Die neue Lösung soll vollständige Wertstellung, Echtzeit-Tracking und niedrigere Kosten als klassische Auslandsüberweisungen bieten.
Fokus auf Massenzahlungen und Kleinbeträge
Strategisch zielt das Angebot auf hohe Stückzahlen bei niedrigen Einzelbeträgen – ein wachsender Bereich der digitalen Wirtschaft. Dazu zählen Zahlungen in der Gig Economy, Rechnungsausgleiche im E-Commerce und private Überweisungen.
Der Markt für Firmenzahlungen (B2B) erreichte 2024 ein Volumen von 31,6 Billionen Euro und soll bis 2032 auf 50 Billionen Euro wachsen. Noch dynamischer entwickeln sich Privatkunden-Zahlungen: Bis 2032 werden P2P-Transaktionen um 58 Prozent zulegen, Geschäft-an-Verbraucher-Zahlungen (B2C) sogar um 131 Prozent.
Wettbewerb mit Fintechs und Großbanken
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Mit dem neuen Service tritt Bank of America in direkte Konkurrenz zu etablierten Finanzdienstleistern und Fintechs. Konkurrenten wie JPMorgan experimentieren mit tokenisierten Einlagen, während Visa Direct und Mastercard Move ähnliche Echtzeit-Funktionen bieten.
Die Branche erlebte diese Woche mehrere Neuerungen: Das Fintech Thunes schaltete am 3. Juni Echtzeit-Zahlungen in die USA frei. Einen Tag später kooperierte die Bank of the Philippine Islands mit Visa für schnellere Überweisungen. Parallel ging PaidBy eine strategische Partnerschaft mit Mastercard ein, um Konto-zu-Konto-Zahlungen in Europa und Großbritannien auszuweiten.
In einer internen Personalentscheidung vom 3. Juni ernannte Bank of America Adam Dixon zum globalen Leiter für digitale Vermögenswerte. Der in London ansässige Dixon soll die Strategie für tokenisierte Einlagen, Stablecoins und digitale Abwicklung vorantreiben – ein klares Signal für die Modernisierung der Finanzinfrastruktur.
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