Bank of America: 59 Millionen Kunden im Ausfall am 20. Juni
21.06.2026 - 03:19:06 | boerse-global.de
Während einige Störungen auf technische Netzwerkprobleme zurückgingen, steckten hinter anderen gezielte Cyberattacken auf nationale Finanzinfrastrukturen.
Bank of America: Großflächiger Ausfall am Samstag
Am Samstag, dem 20. Juni 2026, legte eine weitreichende Störung die mobilen und Online-Banking-Plattformen der Bank of America lahm. Die Probleme begannen gegen 16:45 Uhr EDT – innerhalb der ersten Stunde registrierten Überwachungsdienste mehr als 5.000 Nutzermeldungen. Kunden in den Metropolen New York, Los Angeles, Chicago und Houston konnten sich nicht mehr einloggen oder auf ihre digitalen Kreditkarteninformationen zugreifen.
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Der Ausfall wiegt schwer: Rund 59 Millionen Kunden nutzen die digitalen Dienste der Bank, die inzwischen 94 Prozent aller Kundeninteraktionen ausmachen. Eine offizielle Stellungnahme zu Ursache oder Wiederherstellungszeitplan blieb aus. Einige Nutzer berichteten von Erfolg nach dem Leeren des App-Caches oder einem Neustart ihrer Geräte.
Die Störung reiht sich in eine Serie von Herausforderungen für das Institut ein. Erst Anfang Juni 2026 verhängte die US-Finanzaufsicht FINRA eine Geldstrafe von umgerechnet rund 160.000 Euro gegen die Merrill Lynch-Tochter – wegen Versäumnissen bei der Offenlegung von Kommunalanleihen zwischen Anfang 2021 und Ende 2023. Zudem sorgte ein privates Abendessen eines Federal-Reserve-Gouverneurs für Kunden der Bank am Mittwoch, dem 17. Juni 2026, für Aufsehen – es fiel in eine öffentliche Ruhephase.
Gezielte Cyberangriffe auf Iran und Pakistan
Ein koordinierter Cyberangriff traf am 13. Juni 2026 die gemeinsame Kommunikationsinfrastruktur von vier großen iranischen Finanzinstituten: Bank Melli, Bank Tejarat, Bank Saderat und der Export Development Bank of Iran. Die Angreifer legten Kassenterminals, Geldautomaten und mobile Banking-Apps lahm.
Offiziellen Berichten zufolge blieb der Zugriff auf sensible Kundendaten verwehrt. Bis zum 19. Juni 2026 untersuchten Ermittler noch die Sicherheitslücke, während die Dienste schrittweise wiederhergestellt wurden.
In Pakistan traf eine Ransomware-Attacke das Abrechnungssystem der Capital Development Authority (CDA) in Islamabad. Seit dem 16. Juni 2026 war das Online-Portal für Grundstücks-, Wasser- und Müllgebühren offline. Die Erpresser forderten Berichten zufolge Lösegeld in Kryptowährung. Die Behörde begann daraufhin mit der Wiederherstellung aus Backups. Transaktionen über Drittbanken blieben während der Wiederherstellung sicher.
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Philippinische Zentralbank ermittelt nach Netzwerkausfall
Die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) leitete eine Untersuchung zu einem schwerwiegenden Ausfall bei der Bank of the Philippine Islands (BPI) ein. Die Störung begann am 14. Juni 2026 und legte mobile Apps sowie Online-Banking lahm. Ursache waren interne Netzwerkprobleme.
Während Filialen und Geldautomaten funktionierten, kehrten die digitalen Dienste erst schrittweise zurück – vollständig erst am 17. Juni 2026. Die Zentralbank prüft nun die Einhaltung der IT-Risikomanagement-Vorschriften durch die BPI.
Geplante Wartung in Europa
Anders als die ungeplanten Ausfälle in den USA und Asien führte Barclays planmäßige Wartungsarbeiten am Wochenende des 20. und 21. Juni 2026 durch. Die Bank informierte Kunden, dass ihre Unternehmensplattform Barclays.Net ab Samstagabend für 24 Stunden nicht erreichbar sein würde. Auch Hypotheken-Dienste waren im selben Zeitraum eingeschränkt.
Auch die United Security Bank nutzte das dritte Juni-Wochenende für Verbesserungen ihrer Online-Plattform und empfahl Kunden, während des Updates auf mobile Apps auszuweichen.
