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Autonomes Fahren: Luxeed RX erhält L3-Testlizenz in China

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 08:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Luxeed RX darf Chinas städtische Schnellstraßen erproben. Acht Sicherheitsredundanzen und sieben Prüfszenarien prägen das L3-Programm.

Luxeed RX erhält Chinas L3-Testlizenz für autonome Fahrten
Eine leere, moderne Stadtschnellstraße mit klarer Fahrbahnmarkierung bei Sonnenuntergang vor einer urbanen Skyline. Illustration mit AI erstellt.

Die Entwicklung des hochautomatisierten Fahrens in China erreicht einen neuen Meilenstein. Wie aus Branchenberichten Mitte September 2026 hervorgeht, hat das Fahrzeugmodell Luxeed RX (??RX) die offizielle Testlizenz für autonomes Fahren auf Level 3 (L3) erhalten. Damit ist der Weg für Erprobungen auf städtischen Schnellstraßen frei, nachdem das Fahrzeug bereits vorbereitende Simulationen und Tests auf geschlossenen Strecken nach den geltenden Standards für intelligent vernetzte Fahrzeuge absolviert hat.

Technologische Architektur und Sicherheitsredundanzen

Die Erteilung der L3-Lizenz für den Luxeed RX basiert auf einer technologischen Architektur, die speziell auf die Anforderungen des bedingten autonomen Fahrens ausgelegt ist. Das Fahrzeug nutzt für die Umfelderfassung das System Huawei Qiankun ADS, welches auf einer Stereo-Fusions-Wahrnehmung basiert. Zur technischen Ausstattung gehören insgesamt 38 Sensoren, darunter vier Lidar-Einheiten.

Ein wesentliches Merkmal der L3-Architektur des Modells ist die Integration von acht Redundanzen. Diese betreffen die Bereiche Positionierung, Kommunikation, Stromversorgung, Rechenleistung, Bremsen, Lenkung, Wahrnehmung sowie die Interaktion zwischen Mensch und Maschine.

Diese Sicherheitsvorkehrungen sollen gewährleisten, dass das System auch bei Ausfall einzelner Komponenten stabil bleibt oder das Fahrzeug sicher zum Stillstand bringt. Trotz dieser Zertifizierung wird betont, dass es sich bei L3 um bedingte Autonomie handelt, die derzeit noch nicht für den kommerziellen Massenmarkt verfügbar ist.

Umfangreiches Testprogramm in sieben Szenarien

Im Rahmen der bevorstehenden Straßentests muss der Luxeed RX seine Leistungsfähigkeit in sieben spezifischen Szenarien unter Beweis stellen. Diese umfassen die Erkennung von Verkehrssignalen sowie die Identifikation von Infrastrukturmerkmalen und Hindernissen. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Wahrnehmung von Fußgängern und nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmern sowie der Einschätzung des Status umgebender Fahrzeuge.

Darüber hinaus werden die automatische Notfallvermeidung und die sogenannte Minimalrisikostrategie erprobt. Ein kritischer Teil der Tests ist zudem die dynamische Fahrzeugübernahme, bei der die Schnittstelle zwischen der automatisierten Steuerung und dem menschlichen Fahrer bei Bedarf geprüft wird.

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Die L3-Testlizenz für den Luxeed RX markiert einen neuen Meilenstein im chinesischen Markt für bedingtes autonomes Fahren — doch wer jetzt in eigene L3-Programme investiert, braucht Klarheit über Zulassungspfade, Redundanzanforderungen und Haftungsfragen. Unser kostenloser Report ordnet ein, was die acht Redundanzbereiche und das Sieben-Szenarien-Testprogramm für Ihre Roadmap bedeuten. Jetzt kostenlosen L3-Strategie-Report anfordern

Rückschläge und Herausforderungen im Robotaxi-Betrieb

Während neue L3-Lizenzen vergeben werden, zeigt der laufende Betrieb von L4-Robotaxi-Flotten die praktischen Hürden der Technologie. Das Baidu-Robotaxi „Luobokuaipao“ nahm Anfang August 2026 den Betrieb in Wuhan wieder auf, beschränkt sich jedoch mit rund 100 Fahrzeugen auf Außenbezirke. Eine Bestellung für Fahrten in der Innenstadt war zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.

Die Flotte war zuvor mit erheblichen Störungen konfrontiert. Am 31. März 2026 kam es zu einem Massenstillstand von etwa 100 Fahrzeugen auf dem dicht befahrenen dritten Ring in Wuhan.

Die Polizei bestätigte einen Systemausfall, den Baidu auf das Auslösen eines Sicherheitsselbstprüfungsmechanismus zurückführte. In der Folge wurde der stadtweite Betrieb vorübergehend gestoppt. Auch im Juli 2026 verursachten zwei Fahrzeuge durch Blockaden auf der Straße einen Verkehrsstau.

Nach Angaben der Verkehrsbehörde von Wuhan sind derzeit über 400 Fahrzeuge im Einsatz, was deutlich unter früheren Zielmarken liegt. Trotz technischer Beschwerden über Stillstände bei Grünphasen oder fehlerhaftes Kurvenverhalten bleibt der Dienst preislich konkurrenzfähig: Eine Strecke von 10 Kilometern kostet zwischen 4 und 16 Yuan, während reguläre Fahrdienste für denselben Weg 18 bis 30 Yuan berechnen. Bis Ende 2026 plant Baidu den Einsatz von 1.000 Fahrzeugen der sechsten Generation in Wuhan.

Regulatorischer Rahmen und Branchenausblick

Der regulatorische Grundstein für diese Entwicklungen wurde bereits in den Vorjahren gelegt. Im Juni 2025 kündigte das Ministerium für Industrie und Informationstechnik (MIIT) L3-Pilotprojekte an, gefolgt von der Forderung mehrerer Ministerien im September 2025, die Produktionszulassung für L3-Systeme zu fördern. Die ersten Zulassungen für bedingtes autonomes Fahren erhielten Changan Automobile und BAIC BluePark im Dezember 2025.

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Der Massenstillstand von rund 100 Robotaxis auf dem dritten Ring in Wuhan zeigt: Sicherheitsselbstprüfungsmechanismen können ganze Flotten lahmlegen — und das Vertrauen in den L4-Betrieb beschädigen. Wer seine eigene Sensor- und Redundanzarchitektur absichern will, findet in diesem Report die konkreten Prüfpunkte. Redundanz-Audit-Leitfaden jetzt sichern

Branchenexperten prognostizieren eine stetige Zunahme der Automatisierung. Ein Chief Scientist der Changan Automobile Group gab auf einem Branchenforum an, dass autonomes Fahren auf Level 3 im Jahr 2027 in Serie gehen könnte, während der kommerzielle Betrieb von Level-4-Systemen für das Jahr 2028 erwartet wird. Bereits im Jahr 2025 erreichte die Durchdringungsrate von L2-Fahrassistenzsystemen einen Wert von 66,1 %.

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