August-Blues, Psychologin

August-Blues: Psychologin erklärt Sommerwehmut als Kompass für Werte

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 20:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nanni Glück ordnet die Wehmut zum Sommerausklang ein und zeigt, wie saisonale Gefühle, neue Routinen und kleine Glücksmomente helfen können.

August-Blues verstehen: Psychologin erklärt Wege aus der Sommerwehmut
Ein einsamer Parkweg im Übergang vom Sommer zum Herbst mit goldenem Licht und herbstlich gefärbtem Laub. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Übergang vom Hochsommer in den Herbst löst bei vielen Menschen eine spezifische Form der Melancholie aus, die in der Psychologie oft als „August-Blues“ bezeichnet wird. In aktuellen Stellungnahmen zum Ende des Sommers 2026 erläutert die Psychologin Nanni Glück die Hintergründe dieser emotionalen Phase und zeigt auf, wie der Wechsel der Jahreszeiten für die persönliche Weiterentwicklung genutzt werden kann.

Emotionale Einordnung der Sommerwehmut

Die am Ende des Sommers auftretende Wehmut wird von Experten als eine normale psychologische Reaktion eingestuft. Laut Nanni Glück sei dieses Gefühl der Niedergeschlagenheit nicht zwangsläufig negativ zu bewerten.

Vielmehr fungiere die Wehmut als ein Indikator für die persönlichen Werte und Bedürfnisse eines Individuums. Das Empfinden zeige deutlich auf, welche Aspekte der vergangenen Monate – etwa soziale Kontakte, Erholung oder die Natur – für die betroffene Person von besonderer Bedeutung seien.

Anstatt diese Gefühle zu unterdrücken, rät die Psychologin zu einer bewussten Wahrnehmung. Die Akzeptanz der saisonalen Melancholie könne dabei helfen, die eigenen Prioritäten besser zu verstehen und diese Erkenntnisse in die Gestaltung der kommenden Monate einfließen zu lassen.

Anzeige

Wer sich mit dem Thema der emotionalen Ausgeglichenheit befasst, findet in diesem kostenlosen Ratgeber praxiserprobte Methoden für mehr Gelassenheit im Alltag. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen

Methodik des Neuanfangs und die Rolle von „Glimmern“

Zur aktiven Bewältigung des August-Blues empfiehlt Glück die Nutzung des sogenannten „Fresh Start Effect“. Dieser psychologische Mechanismus beschreibt die menschliche Tendenz, zeitliche Markierungspunkte wie einen Jahreszeitenwechsel als Chance für einen Neuanfang zu begreifen.

Der Übergang in den September könne demnach als katalytisches Ereignis dienen, um neue Routinen zu etablieren oder persönliche Ziele neu zu definieren. Anstatt den Fokus auf den Abschied vom Sommer zu legen, werde die Aufmerksamkeit auf die Gestaltungsmöglichkeiten der neuen Phase gelenkt.

Ein zentrales Element in der täglichen Anwendung sei zudem die gezielte Suche nach sogenannten „Glimmern“. Im Gegensatz zu Triggern, die Stressreaktionen auslösen, bezeichnen Glimmer kleine Momente des Glücks oder der Geborgenheit im Alltag.

Anzeige

Für alle, die den saisonalen Neuanfang nutzen wollen, um ihre täglichen Abläufe zu optimieren, bietet dieser kostenlose Leitfaden effektive Techniken zur Stressbewältigung. Holen Sie sich jetzt gratis die simplify-Tipps, die den Alltag wirklich verändern

Die Psychologin betont, dass die bewusste Wahrnehmung dieser Mikro-Momente dazu beitragen könne, das Nervensystem zu beruhigen und die allgemeine Stimmungslage stabilisieren. Dies erfordere jedoch eine aktive Aufmerksamkeitsschulung, um die oft flüchtigen positiven Reize im Tagesverlauf nicht zu übersehen.

Abgrenzung zu behandlungsbedürftigen Zuständen

Obwohl die Wehmut zum Sommerende in den meisten Fällen eine vorübergehende und natürliche Erscheinung darstellt, unterstreicht Glück die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung. Es sei wichtig, zwischen einer saisonalen Verstimmung und einer ernsthafteren psychischen Belastung zu unterscheiden.

Sollte die Niedergeschlagenheit über einen längeren Zeitraum anhalten oder sich intensivieren, rät die Psychologin dringend dazu, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn die Fähigkeit zur Selbstregulation nicht mehr ausreiche, um den Alltag zu bewältigen, sei eine fachliche Unterstützung unumgänglich, um eine Chronifizierung der Symptome zu verhindern.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70032113 |