Atemmasken, Training

Atemmasken im Training: 24 Personen zeigen keinen VO?max-Vorteil

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 14:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Masken erhöhen den Atemwiderstand, doch VO?max und Blutwerte entwickeln sich im Vergleich zum Training ohne Maske ähnlich.

Höhentrainingsmasken: Studien zeigen keinen zusätzlichen VO?max-Vorteil
Leere Laufbahn auf einer Sportanlage bei Dämmerung und leichtem Nebel Illustration mit AI erstellt.

Höhentrainingsmasken erfreuen sich im Fitness- und Ausdauersport anhaltender Beliebtheit, werden von Fachleuten jedoch zunehmend differenziert betrachtet.

Entgegen weitverbreiteter Annahmen simulieren die Geräte die physiologischen Bedingungen des echten Höhentrainings nicht. Sie verändern weder den Umgebungsluftdruck noch den Sauerstoffgehalt der Atemluft, sondern erhöhen lediglich den mechanischen Atemwiderstand.

Aus diesem Grund bleiben die typischen Blutbildungsanpassungen aus, die Athleten durch Aufenthalte in dünner Höhenluft anstreben. Zu diesem Ergebnis kommen sportwissenschaftliche Fachbeiträge, wie das Magazin Men's Health in einem Bericht darlegt.

Akute Leistungseinbußen unter Belastung

Die unmittelbaren Auswirkungen des künstlich erhöhten Atemwiderstands wurden unter anderem in einer Untersuchung an 15 trainierten jungen Männern analysiert. Im Rahmen der Tests kamen zwei verschiedene Widerstandseinstellungen zum Einsatz. Bei beiden Stufen zeigte sich eine messbare Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit: Sowohl die Spitzen- als auch die Durchschnittsleistung sowie die wiederholte Sprintleistung sanken während der Einheiten ab.

Gleichzeitig gaben die Probanden ein deutlich gesteigertes Anstrengungsempfinden an. Trotz dieser subjektiv höheren Belastung fiel der Blutlaktatwert nach der sportlichen Aktivität niedriger aus als unter normalen Bedingungen. Dies deutet darauf hin, dass der erschwerte Luftstrom die Trainingsintensität mechanisch ausbremst, anstatt einen zusätzlichen physiologischen Trainingsreiz für die Muskulatur zu setzen.

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Die Studienlage zu Atemmasken ist eindeutiger, als es die Herstellerversprechen vermuten lassen: In einer sechswöchigen Intervallstudie mit 24 Personen stieg die VO?max mit und ohne Maske ähnlich an, Hämoglobin und Hämatokrit blieben unverändert. Wer wissen will, welches Gerät seinen Aufwand wirklich rechtfertigt, findet hier eine Prüf-Checkliste und Alternativen für echte Ausdauer-Fortschritte. Kostenlosen Faktencheck-Report anfordern

Langzeiteffekte und physiologische Parameter

Auch die mittelfristigen Anpassungen durch regelmäßiges Training mit den Atemmasken entsprechen oft nicht den Versprechungen der Hersteller. In einer sechswöchigen Intervalltrainingsstudie mit 24 Personen wurde untersucht, welche dauerhaften Effekte die Ausrüstung erzielt.

Das Ergebnis: Die maximale Sauerstoffaufnahme, bekannt als VO?max, stieg in beiden Gruppen ähnlich an – unabhängig davon, ob die Intervalle mit oder ohne Maske absolviert wurden.

Zudem blieben zentrale hämatologische Parameter wie Hämoglobin und Hämatokrit im Studienverlauf unverändert. Diese Marker sind charakteristisch für echtes Höhentraining, bei dem der Körper auf den Sauerstoffmangel mit einer gesteigerten Produktion roter Blutkörperchen reagiert.

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Eine Verbesserung der ventilatorischen Schwelle konnte in der Maskengruppe zwar beobachtet werden, erwies sich im direkten Vergleich zur Kontrollgruppe jedoch als statistisch nicht eindeutig.

Die vorliegenden Befunde unterstreichen, dass die Masken in erster Linie die Atemmuskulatur fordern, die erhofften systemischen Vorteile eines realen Höhentrainings für Ausdauerathleten jedoch nicht replizieren können.

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