Apple, Millionen

Apple zahlt 250 Millionen Dollar: Täuschung bei KI-Funktionen

05.06.2026 - 07:31:54 | boerse-global.de

Apple einigt sich in einer Sammelklage zu irreführender KI-Werbung. Betroffene US-Kunden erhalten bis zu 95 Dollar Entschädigung.

Apple zahlt 250 Millionen Dollar wegen KI-Werbeversprechen
Apple - A stylized AI brain on a smartphone screen, with a subtle legal gavel in the background, representing a tech lawsuit settlement. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Betroffen sind Millionen Kunden in den USA.

Der Vergleich betrifft eine Sammelklage, die Apple vorwirft, mit den versprochenen „Apple Intelligence"-Funktionen einen falschen Eindruck erweckt zu haben. Die Einigung erfolgte bereits im Dezember 2025, erhielt nun aber die vorläufige gerichtliche Zustimmung. Apples KI-Assistent Siri sollte nach den Ankündigungen auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2024 deutlich leistungsfähiger werden – doch viele der beworbenen Funktionen ließen monatelang auf sich warten.

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Die Einigung umfasst rund 37 Millionen in den USA verkaufte Geräte. Anspruchsberechtigt sind Käufer eines iPhone 15 Pro, iPhone 15 Pro Max sowie aller Modelle der iPhone-16-Serie – also iPhone 16, 16e, 16 Plus, 16 Pro und 16 Pro Max –, die zwischen dem 10. Juni 2024 und dem 29. März 2025 erworben wurden.

Die Entschädigung liegt zwischen 25 und 95 Dollar pro Gerät. Apple wird berechtigte Kunden in den nächsten 45 Tagen per E-Mail oder Post informieren. Die Auszahlung erfolgt per Scheck, PayPal oder Venmo. Der genaue Ablauf des Antragsverfahrens steht noch nicht fest.

Apple räumt mit dem Vergleich kein Fehlverhalten ein. Von der Vergleichssumme in Höhe von umgerechnet rund 230 Millionen Euro fließen bis zu 70 Millionen Dollar in Anwaltskosten und Verfahrenskosten.

„AI Washing" – wenn Versprechen größer sind als die Realität

Juristen und Branchenbeobachter sehen in dem Fall ein Paradebeispiel für sogenanntes „AI Washing": Unternehmen übertreiben die Leistungsfähigkeit oder Verfügbarkeit ihrer KI-Produkte. Während Wettbewerber wie Google im selben Zeitraum erfolgreich KI-Funktionen in ihre Produkte integrierten, kämpfte Apple mit wiederholten Verzögerungen bei der Softwareauslieferung.

Die endgültige Anhörung zur Bestätigung des Vergleichs ist für den 17. Juni 2026 vor Richter Noël Wise in Nordkalifornien angesetzt. Parallel dazu läuft in Südkorea eine separate Klage von Aktionären mit ähnlichen Vorwürfen.

Apples KI-Strategie vor dem Neustart

Der Vergleich kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für Apples KI-Strategie. Der Konzern baut Siri offenbar auf Basis von Googles Gemini-Technologie neu auf – eine Partnerschaft, die auf rund eine Milliarde Dollar pro Jahr geschätzt wird. Konkrete Neuigkeiten zum überarbeiteten Assistenten werden zur WWDC am 8. Juni 2026 erwartet.

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Erst Anfang der Woche gab es eine weitere juristische Entwicklung: Ein Bundesrichter in Texas wies am 3. Juni 2026 den Antrag von xAI zurück, E-Mails von Elon Musks Tesla und SpaceX aus dem Entdeckungsverfahren auszuschließen. In jenem Verfahren, das im August 2025 eingereicht wurde, wird Apple und OpenAI vorgeworfen, den Wettbewerb im KI-Sektor behindert zu haben.

Führungswechsel in Sicht

Während Apple diese rechtlichen Hürden meistert, steht ein bedeutender Führungswechsel bevor. John Ternus, bisher Hardware-Chef, soll im September 2026 die Nachfolge von Tim Cook als CEO antreten. Zu den künftigen Produktplänen gehören Berichten zufolge „Ambient AI"-Initiativen – etwa AirPods mit integrierten Kameras, die einem verbesserten Siri visuelle Daten liefern sollen.

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