Apple Watch Ultra 4: Dünneres Gehäuse und Blutdruckmessung
02.06.2026 - 17:02:16 | boerse-global.deNeue Bildschirmtechnologie soll Akkulaufzeit deutlich verbessern – und könnte später auch im iPhone landen.
Apple bereitet einen grundlegenden Wechsel der Display-Technologie für seine Wearables vor. Branchenberichten zufolge hat LG Display die sogenannte High-Mobility-Oxide-Technologie (HMO) auf seinen Produktionslinien validiert. Diese könnte die bisher in High-End-Geräten verwendete LTPO-Technologie ablösen.
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Warum HMO? Effizienz als Schlüssel
Der Hauptgrund für den Technologiewechsel ist simpel: bessere Energieeffizienz und längere Akkulaufzeiten. Während aktuelle Bauteile eine Elektronenmobilität von unter 10 cm²/Vs erreichen, zielen die von LG Display entwickelten HMO-Komponenten auf Werte zwischen 30 und 50 cm²/Vs ab. Das bedeutet: Die Pixel schalten schneller, der Stromverbrauch sinkt.
LG Display setzt dabei auf ein Sputter-Verfahren auf seinen Gen-6-Fertigungslinien. Samsung Display geht einen anderen Weg und experimentiert mit Atomlagenabscheidung (ALD) auf den moderneren Gen-8.6-Linien. Ein Wettlauf der Technologien – und Apple profitiert von beiden.
Lieferanten-Landschaft im Wandel
Der Schritt kommt nicht zufällig. Nachdem Japan Display Inc. (JDI) Ende 2025 aus dem Apple-Lieferantenkreis ausgeschieden ist, hat LG Display eine Schlüsselrolle als Panel-Lieferant für die Apple Watch übernommen. Doch Apple setzt weiterhin auf mehrere Quellen: Samsung Display arbeitet parallel an konkurrierenden Technologien für den Wearable-Markt.
Neben HMO treibt Samsung Display auch die Entwicklung von Micro-LED-Displays voran. Am Standort Asan in Südkorea entsteht eine Pilotlinie für Micro-LED-Smartwatch-Displays. Die Ausrüstung soll noch 2026 installiert werden. Mit einer Massenproduktion wird allerdings nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2027 gerechnet.
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Apples Strategie: Watch als Testlabor
Apple nutzt die Apple Watch traditionell als Testplattform für neue Display-Technologien, bevor diese in größeren Geräten wie dem iPhone oder iPad zum Einsatz kommen. Die HMO-Technologie könnte also zunächst in der Watch debütieren und später den Weg in andere Produkte finden.
Software und Hardware: Was 2026 noch kommt
Noch in diesem Monat wird Apple auf seiner Entwicklerkonferenz watchOS 27 vorstellen – intern unter dem Codenamen „Orchid". Der Fokus liegt auf verbesserter Stabilität und erweiterten Satelliten-Kommunikationsfunktionen, darunter die Möglichkeit, Fotos per Satellit zu versenden.
Für September 2026 ist die Apple Watch Ultra 4 angekündigt. Das Modell soll mit einem dünneren Gehäuse (10,7 mm) und einem neu gestalteten Sensor-Array kommen, das Blutdruckmessung ermöglicht. Der Preis wird voraussichtlich bei rund 740 Euro liegen.
Ausblick: Das erste faltbare iPhone
Gerüchten zufolge bereitet Apple für Ende 2026 die Markteinführung seines ersten faltbaren Geräts vor – möglicherweise unter dem Namen iPhone Ultra. Dieses soll auf Samsung-OLED-Panels und eine Dampfkammerkühlung setzen, um die Wärmeentwicklung im schlanken Buch-Design zu kontrollieren. Die Integration von HMO-Displays könnte später auch hier die Energieeffizienz optimieren – zunächst aber wird die Technologie ihren Dienst in der Apple Watch beweisen müssen.
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