Apple Watch Ultra 4: 15% dünner, 42 Stunden Akku, 8 Sensoren
26.05.2026 - 01:30:14 | boerse-global.deApple plant den größten Umbau seiner Smartwatch seit Jahren. Die Ultra 4 wird dünner, leistungsstärker und erhält ein völlig neues Sensorsystem.
Neue Details zur Apple Watch Ultra 4 deuten auf einen radikalen Kurswechsel hin. Das Unternehmen will sein Premium-Modell deutlich schlanker machen – und gleichzeitig die Gesundheitsfunktionen massiv ausbauen. Branchenbeobachter sehen darin eine Reaktion auf nachlassende Verkaufszahlen und wachsende Konkurrenz durch spezialisierte Fitness-Tracker.
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Schlankes Titan-Gehäuse mit S11-Prozessor
Das auffälligste Merkmal der vierten Generation: Das Gehäuse soll rund 15 Prozent dünner ausfallen als bei den Vorgängermodellen. Trotz der Reduzierung bleibt Apple der Titan-Konstruktion treu. Die interne Architektur wurde komplett überarbeitet, um Platz für das neue Prozessor-Paket und die erweiterte Sensorik zu schaffen.
Herzstück ist der S11-Chip. Während die Standard-Modelle der Series 12 auf einen 3-Nanometer-Chip umsteigen, setzt die Ultra-Version auf optimierte Energieeffizienz. Die erwartete Akkulaufzeit liegt bei beeindruckenden 42 Stunden im Normalbetrieb – im Stromsparmodus sogar bis zu 72 Stunden. Ein deutlicher Sprung nach vorne.
Die Produktion soll im Juli 2026 anlaufen. Das spricht für eine Markteinführung im September, traditionell Apples großer Hardware-Monat.
Acht Sensoren für die Gesundheit
Die Rückseite der Uhr bekommt eine neue Keramik-Abdeckung. Darunter verbirgt sich ein dicht gepacktes Array aus acht Sensoren – doppelt so viele wie bisher. Zwei Funktionen stehen im Fokus:
Blutdruckmessung ohne Manschette: Das System nutzt die acht Sensoren für Echtzeit-Warnungen bei Bluthochdruck. Die Technologie liegt der US-Gesundheitsbehörde FDA zur Prüfung vor. Die finale Freigabe ist der letzte Schritt vor der Aktivierung für Nutzer.
Blutzuckermessung ohne Nadel: Apple arbeitet seit Jahren an dieser Technologie. Die Ultra 4 soll den bislang größten Fortschritt in diesem Bereich bringen – basierend auf Infrarot-Technologie. Für den vollständigen Durchbruch sind aber weitere Generationen nötig.
Satelliten-Kommunikation wird ausgebaut
Die Ultra-Reihe positioniert sich zunehmend als Werkzeug für Abenteurer. watchOS 27 bringt erweiterte Satelliten-Funktionen: Apple Maps per Satellit und die Übertragung von Fotos in Nachrichten – auch ohne Mobilfunk- oder WLAN-Verbindung.
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Das Update wird Apple am 8. Juni 2026 auf der WWDC vorstellen. Schwerpunkte sind Stabilität, Leistung und die Integration von „Apple Intelligence". Eine Entwickler-Beta erscheint sofort, die öffentliche Beta folgt im Juli, die finale Version im September.
Projekt Mulberry verschoben – Führungswechsel hinterlassen Spuren
Nicht alle geplanten Neuerungen kommen pünktlich. „Project Mulberry", ein KI-gestützter Gesundheits-Coach mit personalisierten Fitness-Tipps, wurde zurückgestuft. Nach einem Führungswechsel – Eddy Cue übernahm die Verantwortung für die Gesundheitsgruppe – wanderte das Projekt in den späteren iOS-27-Zyklus. Zum Start von watchOS 27 wird es nicht fertig sein.
Die Verzögerung ist symptomatisch für eine Phase des Umbruchs. COO Jeff Williams steht vor dem Ruhestand, Fitness-Chef Jay Blahnik und Marketing-Executive Stan Ng haben das Unternehmen verlassen.
Wettbewerb wird härter
Der Markt für Wearables verändert sich. Während Apple jahrelang dominierte, greifen immer mehr Nutzer zu bildschirmlosen Alternativen wie Smart Rings von Oura oder Whoop. Apple reagiert mit aggressiven Rabatten auf bestehende Modelle.
Die Konkurrenz schläft nicht: Samsung soll die Galaxy Watch Ultra 2 mit einem 784 mAh Akku ausstatten – fast ein Drittel mehr Kapazität. Das ermöglicht bis zu 100 Stunden Laufzeit ohne Always-On-Display. Google kündigte auf seiner I/O-Konferenz Wear OS 7 an, das zehn Prozent mehr Akkulaufzeit durch Software-Optimierung verspricht.
Ausblick: Kann die Ultra 4 das Blatt wenden?
Die Kombination aus schlankerem Titan-Gehäuse, acht Sensoren und erweiterten Satelliten-Funktionen ist Apples Versuch, die technische Führung zurückzuerobern. Ob das gelingt, hängt auch von den Zulassungen der Gesundheitsbehörden ab.
Im September wird die Ultra 4 voraussichtlich gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro und der Apple Watch Series 12 präsentiert. Bis dahin bleibt die Frage: Reichen die Hardware-Verbesserungen, um die nachlassende Nachfrage nach klassischen Smartwatches zu kompensieren?
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