Apple Watch Series 12: 128 GB Speicher, aber nur 64 GB nutzbar
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 17:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein chinesischer Hardware-Forscher hat laut einem Bericht vom 21. September 2026 herausgefunden, dass die Apple Watch Series 12 und die Apple Watch Ultra 4 offenbar über deutlich mehr Speicherkapazität verfügen, als Apple offiziell angibt. Demnach nutzen beide Modelle einen NAND-Flash-Die mit 128 Gigabyte Kapazität, obwohl der Hersteller nur 64 Gigabyte nutzbaren Speicher ausweist.
Verdoppelte Kapazität ohne offizielle Erklärung
Bereits Anfang September 2026 war laut dem Bericht ein entsprechendes 128-Gigabyte-NAND-Profil für den in den Uhren verbauten T8320-Chip entdeckt worden. Warum Apple die tatsächlich verbaute Speicherkapazität nicht vollständig freigibt, ist bislang nicht bekannt. Als mögliche Erklärungen werden eine Reserve für Sensordaten oder ein Puffer zur Verlängerung der Speicher-Haltbarkeit diskutiert – Apple selbst hat sich dazu nicht geäußert.
Ein vergleichbarer Fall wird im Bericht mit dem M4 iPad Pro aus dem Jahr 2024 in Verbindung gebracht, bei dem physisch 12 Gigabyte Arbeitsspeicher verbaut waren, dem Nutzer aber nur 8 Gigabyte zur Verfügung standen. Ob eine ähnliche Logik auch bei der aktuellen Apple Watch-Generation greift, ist offen. Endgültige Klarheit über den tatsächlich verbauten Speicher sollen erst Teardowns der Geräte liefern.
Offizielle Angaben zum Marktstart
Die Apple Watch Series 12 und die Ultra 4 kamen am 18. September 2026 in den Handel. Laut einem Bericht von digitaltoday.co.kr wird die Ultra 4 offiziell mit 64 Gigabyte Speicher geführt.
Die Series 12 ist laut einem Bericht von eloutput.com seit dem 18. September 2026 im Handel und kostet in Spanien ab 449 Euro; sie ist mit dem S11-Chip ausgestattet, dem ersten Prozessorwechsel seit drei Generationen. Laut einem Bericht von 163.com liegen die Einstiegspreise bei 399 US-Dollar für die Series 12 und bei 799 US-Dollar für die Ultra 4.
Ein Vergleichstest von Engadget, über den digitaltoday.co.kr berichtete, nennt für die Ultra 4 unter anderem eine Bauhöhe von 12 Millimetern, ein 49x44-mm-LTPO3-Retina-Display mit 3.000 Nits Helligkeit, Schutzklasse IP6X sowie eine Akkulaufzeit von bis zu 50 Stunden im Normalbetrieb.
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Bei der Series 12 nennt ein Bericht von geeky-gadgets.com neben dem S11-Chip neue Gesundheitsfunktionen wie Readiness Score, Recovery HRV und Longevity Tracking sowie eine Akkulaufzeit von 24 Stunden. Die Keramik-Version der Series 12 kostet laut diesem Bericht 899 US-Dollar. Dual-Band-GPS und Satelliten-Nachrichtenfunktionen fehlen der Series 12 demnach weiterhin.
Weitere Auffälligkeiten seit dem Marktstart
Die Frage nach der tatsächlichen Speicherkapazität reiht sich in mehrere Berichte über Unregelmäßigkeiten bei den neuen Modellen ein. Laut einem Bericht von androidpure.com traten seit dem Marktstart bei mehreren Nutzern zufällige Neustarts auf.
Mindestens vier Nutzer sollen sogenannte „panic-full“-Diagnoseprotokolle gemeldet haben, bei denen die Apple Neural Engine für rund zwei Sekunden hängen bleibt und ein Firmware-Watchdog daraufhin einen Neustart erzwingt. Das Problem soll sowohl bei watchOS 27.0 als auch nach dem Day-One-Update auftreten, selbst nach vollständigem Zurücksetzen der Geräte und bei einem Austauschgerät.
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In einem Diskussionsforum von MacRumors sollen sich rund 30 betroffene Nutzer gemeldet haben, weitere Berichte kursieren auf Reddit und in der Apple Community. Als mögliche Auslöser werden Workouts, Anrufe, Siri-KI-Funktionen, Karten-Nutzung und der Zifferblattwechsel genannt. Ein bestätigter Fix liegt bislang nicht vor, Apple hat sich dazu bislang nicht öffentlich geäußert.
Zusätzlich fehlen die Series 12 und die Ultra 4 laut mehreren Berichten – unter anderem von macobserver.com – in Apples Kompatibilitätsliste für die automatische Handwasch-Erkennung.
Die seit watchOS 7 im Jahr 2020 bestehende Funktion, die Handwaschen per Bewegungs- und Audioerkennung erkennt und einen 20-Sekunden-Countdown startet, bleibt zwar in watchOS 27 und der Health-App unter iOS 27.2 erhalten und funktioniert weiterhin mit der Series 11 und der Ultra 3. Bei den neuen Modellen ist unklar, ob es sich um ein Versehen oder eine bewusste Hardware-Entscheidung handelt.
Apple hat dazu keine Erklärung veröffentlicht, ein Workaround ist nicht bekannt – Nutzer können lediglich auf manuelle 20-Sekunden-Timer zurückgreifen.
