Apple, Vision

Apple Vision: Produktlinie von sieben auf zwei Geräte gekappt

04.06.2026 - 07:03:40 | boerse-global.de

Apple streicht den Vision Pro-Nachfolger und setzt auf KI-Datenbrillen. Zwei Modelle sollen ab 2027 den Massenmarkt erobern.

Apple Vision: Produktlinie von sieben auf zwei Geräte gekappt - Bild: über boerse-global.de
Apple Vision: Produktlinie von sieben auf zwei Geräte gekappt - Bild: über boerse-global.de

Statt sieben Geräten sind nur noch zwei in Entwicklung – und die kommen später als gedacht.

Apple schwenkt um: Der direkte Nachfolger des Vision Pro ist gestrichen. Stattdessen konzentriert sich der Konzern auf leichte, KI-gesteuerte Datenbrillen. Das berichten Analysten und Branchenkenner übereinstimmend. Verantwortlich für den Strategiewechsel ist der designierte Apple-Chef John Ternus, der das Ruder am 1. September 2026 von Tim Cook übernehmen soll.

Nur noch zwei Produkte statt sieben

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Die ursprüngliche Roadmap sah bis zu sieben verschiedene Geräte in der „Vision"-Reihe vor. Übrig bleiben zwei Modelle, beide im Brillenformat. Das ambitionierte „Vision Air"-Projekt – eine günstigere, leichtere Version des Headsets – liegt auf Eis. Die Ingenieure kämpfen mit Gewichts- und Preisproblemen. Selbst wenn alles glattläuft, kommt das Gerät frühestens Ende 2028 oder 2029 auf den Markt.

Das aktuelle M5-betriebene Vision Pro aus dem Oktober 2025 bleibt damit vorerst Apples einziges Spatial-Computing-Gerät. Einen direkten High-End-Nachfolger wird es nicht geben.

KI-Brille als Meta-Konkurrent

Der Fokus liegt nun auf zwei Brillenmodellen. Das erste trägt den Codenamen N50: eine KI-gestützte Datenbrille ohne Display. Sie soll direkt mit den Meta-Ray-Ban-Gläsern konkurrieren. Die Ausstattung liest sich vielversprechend:

  • Integrierte Kameras in ovalem Design
  • Mikrofone für Sprachsteuerung
  • Tiefe Siri-Integration mit Apples neuester KI
  • Vier verschiedene Rahmenmodelle in zwei Größen

Tim Cook unterstützt das Projekt nachdrücklich. Dennoch hat sich der Launch auf Ende 2027 verschoben – Probleme mit der Siri-Softwareintegration bremsen die Entwicklung. Der angepeilte Preis liegt zwischen 200 und 500 Euro.

Die zweite Welle kommt später

Nach der KI-Brille plant Apple ein fortschrittlicheres AR/MR-Modell mit optischen Wellenleitern und integriertem Display. Branchenexperten rechnen frühestens 2029 mit der Markteinführung.

Angriff auf den Milliardenmarkt

Die Neuausrichtung hat ein klares Ziel: Apple will sich ein Stück des globalen Brillenmarktes sichern, der auf rund 200 Milliarden Euro geschätzt wird. Derzeit dominiert Meta mit geschätzten 82 Prozent Marktanteil die Smart-Glasses-Sparte. Auch Warby Parker mischt mit – das Unternehmen kooperiert mit Google.

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Die Entscheidung für Brillen statt klobiger Headsets ist strategisch klug. Während das Vision Pro ein Nischenprodukt für Enthusiasten bleibt, zielen die neuen Gläser auf den Massenmarkt ab.

Traditionshersteller unter Druck

Der Zeitpunkt könnte günstiger kaum sein. Die traditionellen Brillenkonzerne schwächeln: EssilorLuxottica verlor im ersten Halbjahr 2026 rund 14 Prozent an Börsenwert. Ein Einbruch, der Tech-Konzernen wie Apple die Tür öffnet, den etablierten Rahmen-Markt aufzumischen.

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