Apple Vision Pro: Aus für Nachfolger, Fokus auf Smart Glasses
07.06.2026 - 10:25:38 | boerse-global.de
Wie aus Analystenkreisen bekannt wurde, streicht der Konzern die Entwicklung künftiger Vision-Pro-Modelle und konzentriert sich stattdessen auf leichte Smart Glasses.
Nur noch zwei Produkte statt sieben
Der Schritt kommt nicht überraschend. Branchenkenner berichten, dass Apples designierter CEO John Ternus – er übernimmt am 1. September 2026 – die Zahl der geplanten XR-Geräte von ursprünglich sieben auf gerade einmal zwei reduziert hat. Sowohl das erwartete Vision Pro 2 als auch die günstigere Variante Vision Air wurden demnach aus der aktiven Entwicklung genommen. Das aktuelle Vision Pro bleibt zwar weiterhin im Handel, einen Nachfolger gibt es aber nicht mehr in der Pipeline.
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Die Entscheidung spiegelt eine klare Marktrealität wider: Aktuell verkaufen sich smarte Brillen dreimal so gut wie klobige Mixed-Reality-Headsets. Der gesamte XR-Markt wuchs 2025 zwar um beeindruckende 44 Prozent – dieser Schub kam jedoch fast ausschließlich von den leichten Brillen. Meta hält hier mit 82 Prozent Marktanteil die klare Führung.
KI-Brille 2027, AR-Brille 2029
Apples neue Hardware-Strategie setzt auf zwei Produktkategorien. Für 2027 ist eine KI-gestützte Smart-Brille geplant – ganz ohne eingebautes Display. Sie funktioniert ähnlich wie Konkurrenzprodukte: gekoppelt mit dem iPhone liefert sie Audio-Funktionen und KI-gestützte Assistenz.
Das zweite Produkt ist ambitionierter: Für 2029 plant Apple eine echte Augmented-Reality-Brille. Sie soll mit optischen Wellenleitern digitale Informationen direkt ins Sichtfeld des Trägers projizieren. Ein klarer Abschied vom technischen Idealismus hin zu einem Format, das Verbraucher tatsächlich in der Öffentlichkeit tragen würden.
Software lebt weiter – WWDC im Fokus
Trotz des Hardware-Rückzugs unterstützt Apple das bestehende Vision Pro weiter mit Software. Erst Mitte Mai 2026 kamen systemweite Live-Untertitel für das Headset. Auch professionelle Anwendungen wie Flugsimulationen von Cirrus Aircraft oder Trainingssoftware von CAE und X-Plane erscheinen weiterhin.
Die WWDC 2026, die am 8. Juni beginnt, dürfte die letzte große Entwicklerkonferenz unter Tim Cook werden. Erwartet wird visionOS 27 – eher ein Wartungsupdate mit wenigen Neuerungen. Der Fokus der Konferenz liegt stattdessen auf iOS 27 und einer grundlegenden Überarbeitung von Siri.
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Neue Siri mit Google-KI
Die neue Siri, die für September 2026 angekündigt ist, soll auf Googles Gemini-Modellen basieren – Apple hat dafür eine Lizenzvereinbarung geschlossen. Der Assistent kann dann mehrteilige Anfragen bearbeiten, Dokumente zusammenfassen und komplexe Aufgaben wie die Buchung von Fahrten oder die Kalenderverwaltung übernehmen.
Für den Datenschutz setzt Apple auf eine neue Infrastruktur namens Private Cloud Compute. Sie nutzt hauseigene Apple-Silicon-Chips und spezielle Sicherheitsprotokolle, um Nutzerdaten auch bei cloudbasierten KI-Aufgaben zu schützen. Ein cleverer Schachzug – denn Datenschutz bleibt für viele Kunden das entscheidende Argument für Apple.
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