Apple und Corning: 2,5 Milliarden Dollar für iPhone-Glasproduktion
Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 13:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
US-Handelsminister Howard Lutnick besuchte am 28. August 2026 das Glaswerk von Corning in Harrodsburg, Kentucky. Bei dem Termin waren auch Apple-COO Sabih Khan sowie der Kongressabgeordnete Andy Barr zugegen. Anlass des Besuchs war die geplante Erweiterung des Standorts, mit der Apple und Corning ihre Zusammenarbeit bei der Produktion von Gerätegläsern ausbauen wollen.
Investition und Beschäftigungsziele
Die Erweiterung des Werks in Harrodsburg war bereits vor einem Jahr angekündigt worden und umfasst nach Angaben von appleinsider.com ein Investitionsvolumen von 2,5 Milliarden US-Dollar. Ziel ist es, rund 200 neue Produktionsjobs sowie 100 zusätzliche Stellen im Baugewerbe zu schaffen.
Aktuell beschäftigt das Werk 350 Mitarbeiter. Mit dem Ausbau soll die Produktionskapazität am Standort verdreifacht werden. Ab Ende 2026 soll dort das gesamte Glas für iPhone und Apple Watch gefertigt werden. Zusätzlich ist ein gemeinsames Apple-Corning-Innovationszentrum geplant.
Die Erweiterung ist Teil von Apples umfassendem US-Investitionsprogramm mit einem Gesamtvolumen von 600 Milliarden US-Dollar. Nach Unternehmensangaben unterstützt Apple damit insgesamt 3 Millionen Arbeitsplätze in den USA.
Wer sich mit den neuesten Entwicklungen bei Apple-Geräten befasst, sollte auch die grundlegenden Begriffe der Technik-Welt sicher beherrschen. Dieses kostenlose Lexikon erklärt 53 wichtige Begriffe rund um das iPhone leicht verständlich und mit praktischen Aussprachehilfen. Die 53 wichtigsten Apple-Begriffe jetzt gratis sichern
Neben Corning zählt auch Broadcom zu den Partnern des Programms: Mit dem Chiphersteller hat Apple eine Vereinbarung über mehr als 30 Milliarden US-Dollar geschlossen. Zusätzlich soll das TSMC-Werk in Arizona im laufenden Jahr über 100 Millionen Chips für Apple produzieren.
Weitere US-Standorte im Fokus
Der Ausbau in Kentucky reiht sich in eine Serie von Investitionsvorhaben ein, mit denen Apple seine Fertigungspräsenz in den Vereinigten Staaten stärkt. In Texas investiert das Unternehmen im Rahmen des auf die Jahre 2025 bis 2029 angelegten 600-Milliarden-Dollar-Plans 60 Milliarden US-Dollar. Das dazugehörige Houston Advanced Manufacturing Center eröffnete am 13. August 2026 und soll künftig Mac mini sowie KI-Server produzieren.
Führungswechsel und Geschäftszahlen
Die Investitionsoffensive fällt in eine Phase organisatorischer Veränderungen bei Apple: Zum 1. September 2026 übergibt Tim Cook den Posten des CEO an John Ternus und wechselt selbst in die Rolle des Executive Chairman.
Wirtschaftlich zeigte sich Apple im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 in solider Verfassung. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 109,42 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge lag bei 50,1 Prozent, wobei Zollrückerstattungen mit 2 Prozentpunkten dazu beitrugen.
Mit der Einführung neuer Apple-Hardware steigen oft auch die Anforderungen an die Nutzer, die volle Leistungsfähigkeit ihres Geräts auszuschöpfen. Ein gratis Starter-Ratgeber enthüllt die wichtigsten Einstellungen und Funktionen, die vielen Anwendern bei ihrem neuen Gerät bisher verborgen geblieben sind. Kostenlosen Mac-Einsteiger-Ratgeber hier herunterladen
Der Gewinn je Aktie erreichte 2,02 US-Dollar, ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr, worin ebenfalls Rückerstattungen in Höhe von 0,11 US-Dollar je Aktie enthalten waren. Für das vierte Quartal rechnet Apple mit einer Bruttomarge von 47 bis 48 Prozent und einem Umsatzwachstum zwischen 9 und 11 Prozent im Jahresvergleich.
Parallel zu den Investitionsankündigungen brachte Apple mit dem M6 den ersten in 2-Nanometer-Technologie von TSMC gefertigten Chip im Mac mini auf den Markt.
Das Modell soll gegenüber dem M5 eine um 30 Prozent gesteigerte Grafikleistung bieten und im Vergleich zum M1 die achtfache Leistung erreichen. Der Mac mini mit M6-Chip startet bei 899 US-Dollar, der Versand soll am 22. September beginnen.
