Apple, Broadcom

Apple und Broadcom: 28-Milliarden-Deal bis 2031 besiegelt

Veröffentlicht am: 08.07.2026 um 18:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple sichert sich mit einem 28-Milliarden-Euro-Vertrag bei Broadcom die Chip-Versorgung bis 2031 und stärkt die US-Fertigung.

Apple und Broadcom: Milliarden-Deal für Chip-Produktion in den USA
Nahaufnahme eines Mikrochips mit integrierten Apple- und Broadcom-Logos, leuchtenden Linien, auf dunkler reflektierender Oberfläche. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der neue Multi-Jahres-Vertrag hat ein Volumen von umgerechnet rund 28 Milliarden Euro und sichert die Produktion von über 15 Milliarden US-gefertigten Chips für künftige Apple-Geräte. Die Zusammenarbeit läuft nun bis 2031.

Milliarden-Investition in Colorado

Im Rahmen der Vereinbarung investiert Broadcom umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro in den Ausbau seines Werks in Fort Collins, Colorado. Dort sollen künftig vor allem FBAR-Filter (Film Bulk Acoustic Resonator) und andere drahtlose Komponenten in größerem Umfang produziert werden. Der Schritt ist Teil von Apples „American Manufacturing Program", mit dem der Konzern seine Lieferkette stärker in die USA verlagern will.

Für Broadcom bringt der Deal enorme Planungssicherheit. Apple ist ein zentraler Kunde des Chip-Spezialisten und macht rund 20 Prozent von Broadcoms Jahresumsatz aus. Die Börse reagierte positiv: Broadcom-Aktien legten nach der Ankündigung um über drei Prozent zu, Apple-Papiere gewannen mehr als ein Prozent.

Fokus auf kundenspezifische Chips und Funktechnik

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Die erneuerte Partnerschaft umfasst ein breites Spektrum an Spezialhardware. Neben Hochfrequenz-Komponenten und FBAR-Filtern geht es auch um die Entwicklung und Lieferung kundenspezifischer ASICs (Application-Specific Integrated Circuits). Branchenberichten zufolge deckt der Vertrag zudem drahtlose Technologien wie Wi-Fi und Bluetooth ab, ebenso wie Touchscreen-Controller und Lade-Chips.

Interessant: Während die Tech-Branche derzeit vor allem auf Künstliche Intelligenz schaut, stehen bei diesem Deal nicht primär KI-Komponenten im Fokus. Vielmehr geht es um die grundlegende Konnektivität und Netzwerk-Halbleiter, die Mobilgeräte erst funktionsfähig machen. Apple setzt weiterhin auf einen Hybrid-Ansatz: Eigene Chip-Entwicklung kombiniert mit Spezial-Silizium von langjährigen Partnern wie Broadcom.

Eingebettet in Apples 560-Milliarden-Investitionsplan

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Die 28 Milliarden Euro für Broadcom sind Teil von Apples umfassenderem Vorhaben, innerhalb von vier Jahren rund 560 Milliarden Euro in den USA zu investieren. Zwar bleibt TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) Apples größter Chip-Lieferant insgesamt, doch der Broadcom-Deal unterstreicht das Bestreben des Konzerns, seine Produktion zu diversifizieren und die Fertigung in den USA zu stärken.

Der Vertrag sichert Broadcom die Rolle als primärer Lieferant für kundenspezifisches Silizium und Hochfrequenz-Komponenten über mehrere Jahre. Indem Apple die Versorgung bis 2031 festschreibt, will das Unternehmen mögliche Lieferketten-Probleme abfedern – und gleichzeitig den Aufbau von Hightech-Arbeitsplätzen in Colorado vorantreiben.

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