Apple streicht günstigen Mac Mini – Einstieg kostet jetzt 799 Euro
06.05.2026 - 01:53:49 | boerse-global.deApple hat am Montag eine Reihe von Mac-Konfigurationen aus dem Sortiment genommen. Die wohl folgenreichste Streichung: Das Einstiegsmodell des Mac Mini für 599 Euro (M4-Chip, 16 GB RAM, 256 GB SSD) ist Geschichte. Der günstigste Mac Mini startet nun bei 799 Euro – dafür verdoppelt sich der Speicher auf 512 GB.
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Speicherkrise zwingt Apple zum Umdenken
Hinter dem Schritt steckt eine globale Entwicklung: Die Preise für DRAM- und Flash-Speicher haben sich seit Jahresbeginn verdreifacht. Apple-Chef Tim Cook hatte bereits für das zweite Quartal 2026 einen deutlichen Anstieg der Speicherkosten angekündigt. Konfigurationen mit 256 GB sind aus Sicht des Unternehmens wirtschaftlich nicht mehr tragfähig – und technisch für moderne KI-Anwendungen kaum noch ausreichend.
„Die Messlatte für das, was als Einstiegsniveau gilt, wird massiv nach oben verschoben“, analysieren Branchenbeobachter. Lokale KI-Modelle und sogenannte „AI Agents“ benötigen deutlich mehr Arbeitsspeicher als klassische Anwendungen.
Neben dem Basis-Mac Mini strich Apple auch das Mac Studio mit 256 GB RAM (M3 Ultra) sowie den Mac Mini M4 Pro mit 64 GB RAM aus dem Programm.
M5-Chips: KI-Leistung als neuer Maßstab
Während alte Konfigurationen verschwinden, treibt Apple die nächste Chip-Generation voran. Die neuen M5 Pro- und M5 Max-Prozessoren setzen auf eine Fusionsarchitektur, die speziell für KI-Workloads optimiert ist. Der M5 Max bietet bis zu 18 CPU-Kerne und 40 GPU-Kerne bei einer Speicherbandbreite von 614 GB/s.
Die Leistungsdaten können sich sehen lassen: Im Einzelkerntest erreicht der M5 rund 4.268 Punkte, im Mehrkerntest 29.159 Punkte. Die neuronale Leistung liegt beim Sechsfachen des ursprünglichen M1-Chips. In der Praxis bedeutet das: KI-Modelle wie Qwen3-14B starten auf dem M5 mehr als viermal schneller als auf dem Vorgänger M4.
Professionelle Anwender profitieren von bis zu 128 GB einheitlichem Speicher – genug, um KI-Modelle mit rund 200 Milliarden Parametern lokal auszuführen.
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macOS Tahoe 26.5: Letzte Version für Intel-Macs
Parallel zur Hardware-Offensive lieferte Apple die Release-Candidate-Version von macOS Tahoe 26.5 an Entwickler aus. Das Update bringt acht neue Emojis und schließt Sicherheitslücken, die Benachrichtigungsdaten betrafen.
Wichtiger jedoch: macOS Tahoe wird voraussichtlich die letzte Version sein, die Intel-Macs unterstützt. Mit macOS 27, das für Herbst 2026 erwartet wird, stellt Apple endgültig auf Apple Silicon um. Damit endet eine Ära, die in den späten 2010er-Jahren von Designproblemen wie der berüchtigten Butterfly-Tastatur geprägt war.
Händler senken Preise – trotz Speicherkrise
Trotz der angespannten Lage am Speichermarkt locken Händler mit Rabatten. Amazon und B&H Photo bieten das 13-Zoll MacBook Air (M5, 16 GB RAM, 512 GB SSD) für umgerechnet rund 949 Euro an – ein Abschlag von 150 Euro zum Launchpreis. Das 15-Zoll-Modell fiel bei B&H auf ein Rekordtief von umgerechnet 1.129 Euro.
Während Wettbewerber ihre Preise für Tablets und Laptops bereits angehoben haben – ein führendes Konkurrenz-Tablet startet bei 1.049 Euro – hält Apple bei den MacBooks bislang die Preisschiene. Finanzanalysten erwarten jedoch, dass diese „Durststrecke“ mit den nächsten mobilen Geräten enden könnte.
Ausblick: M5 Ultra und das Ende der „dünn-um-jeden-Preis“-Philosophie
Für Ende 2026 erwarten Branchenkenner den M5 Ultra, der die nächste Generation von Mac Studio und Mac Pro antreiben wird. Der Chip soll die Grenzen des einheitlichen Speichers weiter verschieben.
Die aktuelle Strategie zeigt einen klaren Bruch mit der Vergangenheit: Statt auf möglichst dünne Gehäuse setzt Apple auf hohe Speicherkapazität, effizientes Thermomanagement und KI-Beschleunigung. Das Aus für den 599-Euro-Mac Mini mag schmerzhaft sein – es zeigt aber, wohin die Reise geht: Computer, die KI lokal ausführen können, brauchen einfach mehr Leistung. Und die hat ihren Preis.
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