Apple, EU-Nutzer

Apple sperrt EU-Nutzer von Siri-KI aus: Streit über Digital Markets Act

09.06.2026 - 02:26:26 | boerse-global.de

Streit um Digital Markets Act: Apple blockiert fortschrittliche Siri-Features in iOS 27 für iPhone und iPad in der EU.

Apple schließt EU-Nutzer von neuen KI-Funktionen aus
Apple - A glowing blue digital padlock over a blurred map of the European Union, with data streams and a subtle smartphone AI interface. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Grund ist ein Streit mit den Regulierungsbehörden über den Digital Markets Act.

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Streit um den Digital Markets Act

Der Konflikt zwischen Apple und der EU-Kommission eskaliert. Die neuen KI-Funktionen, die Apple auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) am Montag vorgestellt hat, werden in der EU vorerst nicht auf mobilen Geräten verfügbar sein. Die Brüsseler Wettbewerbshüter lehnten Apples Vorschläge für eine DMA-konforme Einführung ab – darunter einen sogenannten „Trusted System Agent" und einen gestaffelten 18-Monats-Rollout.

Die fortschrittlichen KI-Features in iOS 27 und iPadOS 27 fehlen damit beim Beta-Start noch in diesem Jahr. Es ist bereits die zweite große Verzögerung für Apple Intelligence in Europa, nachdem bereits iOS 18.4 im April 2025 betroffen war. Auch in China bleibt die Technologie blockiert. Nutzer in Großbritannien können dagegen zugreifen.

Welche Funktionen fehlen?

EU-Kunden auf iPhone und iPad müssen auf eine Reihe neuer Features verzichten:

  • Die dedizierte Siri-App
  • Visual Intelligence (bildbasierte KI-Analyse)
  • Die systemweiten „Writing Tools" zur Textbearbeitung
  • Den neuen Siri-Modus in der Kamera-App
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Eine Entwarnung gibt es für andere Plattformen: Auf dem Mac (macOS 27), der Apple Vision Pro (visionOS 27) und der Apple Watch (watchOS 27) bleiben die KI-Funktionen für europäische Nutzer verfügbar. Einen Zeitplan für die Freigabe auf iPhone und iPad gibt es nicht. Entwickler in der EU können die neuen Fähigkeiten auf diesen Systemen derzeit nicht testen.

Technische Basis und Hardware-Anforderungen

Die neue Siri-KI basiert auf Apples eigenen Foundation-Modellen und nutzt zusätzlich Google Gemini für verbesserte Dialogfähigkeiten. Zu den Schlüsselfunktionen gehören das Verstehen persönlicher Kontexte über verschiedene Apps hinweg sowie die Bildschirmerkennung für Echtzeit-Assistenz.

Die Anforderungen an die Hardware sind hoch:

  • iPhone: iPhone Air und iPhone 17 Pro (Gerüchten zufolge auch iPhone 16-Serie und iPhone 15 Pro)
  • iPad: Modelle mit M4-Chip (ältere M1-Modelle möglicherweise ebenfalls kompatibel)
  • Mac: Mindestens M3-Prozessor und 12 GB RAM

Weitere angekündigte Funktionen umfassen „Write with Siri" zur Texterstellung, automatisierte Safari-Tab-Verwaltung, KI-gestützte Fotobearbeitung („Clean Up", „Extend", „Spatial Reframing") sowie „Notify Me" – eine intelligente Priorisierung von Benachrichtigungen.

Abschied von Tim Cook

Die WWDC 2026 markierte einen historischen Moment: Es war die letzte Keynote von Tim Cook als CEO. Sein designierter Nachfolger Craig Federighi äußerte während der Präsentation Bedauern über die regulatorischen Hürden in Europa.

Der neue Siri-Assistent startet zunächst nur auf Englisch, soll später aber 16 Sprachen unterstützen. Für iCloud+-Abonnenten gelten höhere Nutzungslimits bei KI-gestützten Aufgaben, während Standardnutzer täliche Beschränkungen erwarten müssen.

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