Apple Silicon: M6 Pro, Max und Ultra sollen zugunsten der M7-Reihe ausfallen
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 03:04 Uhr | Redaktion boerse-global.deAm 23. Juni 2020 kündigte Apple auf der Entwicklerkonferenz WWDC den grundlegenden Wechsel seiner Mac-Reihe von Intel-Prozessoren zu eigens entwickelten Chips an. Diese neue Plattform namens Apple Silicon basiert auf der Arm-Architektur.
Das Unternehmen plante damals, erste Computer mit den neuen Prozessoren bis Ende 2020 auszuliefern und die vollständige Umstellung des Produktportfolios innerhalb von rund zwei Jahren abzuschließen.
Wie Mark Gurman von Bloomberg im Vorfeld berichtete, sollte das erste Modell im November desselben Jahres auf einer separaten Veranstaltung präsentiert werden und nicht auf dem Event am 13. Oktober. Im Raum stand damals die Einführung eines Notebooks, wobei offenblieb, ob es sich um ein 13-Zoll-MacBook Pro, ein MacBook Air oder ein 12-Zoll-MacBook handeln würde.
Entwicklungsschritte von der M1- bis zur M6-Generation
Seit der Einführung des M1-Chips Ende 2020 verfolgte Apple bei Apple Silicon einen jährlichen Veröffentlichungsrhythmus über die Generationen M2 bis M5. Inzwischen wurde auch die M6-Chipfamilie offiziell bestätigt und fand ihren Einzug im neuen Mac mini.
Tests des Basis-M6 in einem MacBook Pro zeigten deutliche Leistungssteigerungen im Vergleich zum Vorgänger: Die Speicherbandbreite stieg von 123 GB/s beim M5 auf rund 200 GB/s. Zudem erhöhte sich die Anzahl der Grafikkerne von 10 auf 12 Kerne, was einem Zuwachs von 20 Prozent entspricht.
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Berichten zufolge plant der Konzern jedoch eine Anpassung seiner gewohnten Modellpolitik. Apple soll demnach die Varianten M6 Pro, M6 Max und M6 Ultra überspringen, um Ressourcen für die nachfolgende M7-Serie zu bündeln. Der Schwerpunkt liege dabei auf Rechenkapazitäten für künstliche Intelligenz. Entsprechend sollen die High-End-Modelle der Mac-Familie direkt von der M5-Generation auf die M7-Reihe wechseln.
Fahrplan für M7 und Ausbau der Recheninfrastruktur
Für die M7-Generation zeichnet sich bereits ein mehrstufiger Zeitplan ab. Der Basis-M7 wird für die erste Jahreshälfte 2027 mit einer Speicherbandbreite von rund 240 GB/s erwartet.
Dieser Prozessor soll der erste Apple-Silicon-Chip sein, der bei Intel im Verfahren 18A-P gefertigt wird. Leistungsstärkere Ausführungen wie M7 Pro und M7 Max dürften laut Gurman frühestens im Herbst oder gegen Ende 2027 folgen.
Für das Spitzenmodell M7 Ultra, das im Mac Studio für das Jahr 2028 anvisiert wird, berichtet Gurman von bis zu 1,5 TB gemeinsamem Arbeitsspeicher. Dies entspräche mehr als dem Dreifachen des M3 Ultra mit 512 GB und rund dem Doppelten des geplanten M5 Ultra mit 768 GB.
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Über Desktop-Systeme hinaus fasst Apple auch die Serverinfrastruktur ins Auge: Geplant sind Server auf Basis des M5 Ultra unter dem Codenamen J246 sowie ein dediziertes M7-Ultra-Serverprodukt für KI-Anwendungen für das Jahr 2029. Allerdings gilt Hochband-DRAM als knapp und kostenintensiv, weshalb die finale Umsetzung der Spitzenkonfiguration nach Angaben Gurmans stark von den Marktbedingungen abhängen dürfte.
Wachsender Wettbewerb bei Arm-Systemen
Der von Apple eingeleitete Wandel strahlt zugleich auf den weiteren Halbleitermarkt aus. So plant AMD unter dem Codenamen Soundwave eigene Arm-basierte Prozessoren für Microsoft-Surface-Laptops, die als Konkurrenz zu Apples Geräten wie dem MacBook Neo positioniert werden sollen. Für AMD markiert dieses Vorhaben die erste Rückkehr zur Arm-Architektur seit dem K12-Projekt aus dem Jahr 2012.
