Apple Silicon für KI: Minions verkürzt Inferenz von über 10 Stunden auf Minuten
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 10:16 Uhr | Redaktion boerse-global.deAm 9. Oktober 2026 reichten Forscher von Apple ein wissenschaftliches Papier mit dem Titel „Minions“ ein, wie Branchenberichte vom 13. Oktober 2026 darlegen. Die Autoren Jianhua Li, Yun Xing, Girisha De Silva, Ryan Flint, Kai Yuan und Sean Suchter beschreiben darin ein Verfahren, um ungenutzte GPU-Ressourcen von Apple Silicon für Inferenz-Berechnungen im Bereich der künstlichen Intelligenz zu erschließen.
Erhebliche Verkürzung der Berechnungszeiten
Das vorgestellte Minions-System zielt darauf ab, die Effizienz bei der Ausführung von KI-Modellen zu steigern. Nach Angaben der Forscher lassen sich damit die Inferenz-Wartezeiten von zuvor über 10 Stunden auf wenige Minuten reduzieren.
Der technische Ansatz basiert auf einer Parallelisierung auf Aufgabenebene (Task-Level-Parallelisierung). Eine Aufteilung einzelner Modelle über mehrere Maschinen hinweg ist im Rahmen dieses Konzepts nicht vorgesehen.
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Zu den derzeit abgewickelten Arbeitslasten gehören Embeddings über Hugging Face sowie die Textgenerierung mit großen Sprachmodellen über Ollama. Hardwareseitig nutzt das Konzept unter anderem Geräte wie den Mac mini und den Mac Studio: Die Unterstützung für Remote Direct Memory Access (RDMA) über Thunderbolt 5 ermöglicht es, diese Systeme für KI-Aufgaben zu Clustern zusammenzuschalten.
Aufbau der Systemarchitektur
Strukturell gliedert sich Minions in vier zentrale Bestandteile: den Minion Server, einen PostgreSQL Metadata Store zur Verwaltung relevanter Metadaten, den Minion Executor für die Ausführung der Rechenaufgaben sowie den Minion Watchdog. Letzterer überwacht die angebundenen Rechner kontinuierlich mit einem Heartbeat-Intervall von 5 Minuten.
Für die Übertragung von Daten und den Austausch der KI-Modelle greift die Infrastruktur auf den Speicherdienst Amazon S3 zurück. Die Visualisierung des aktuellen Aufgabenstatus sowie die Überwachung der Abläufe erfolgen über Dashboards der Plattform Grafana.
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Rein interner Einsatz und künftige Pläne
Gegenwärtig befindet sich das Minions-System ausschließlich in der internen Nutzung bei Apple. Eine offizielle Produktankündigung liegt nicht vor. Im Gegensatz zu Apples Architektur Private Cloud Compute (PCC) verfügt das System zudem über keine vergleichbare Sicherheits-Isolation.
Für die künftige Ausrichtung des Projekts liegen bereits Ausbaupläne vor. Demnach soll das System über die reine Inferenz hinaus erweitert werden, um künftig auch das verteilte Training von Modellen auf den vernetzten Systemen zu ermöglichen.
