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Apple Pay: SMS-Betrüger drohen mit Abbuchungen von über 8.000 US-Dollar

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 15:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gefälschte Apple-Pay-Nachrichten sollen Empfänger zu Anrufen, Links oder Zahlungen bewegen; der Bezahldienst selbst weist keine Sicherheitslücke auf.
Ein dunkler, leerer Flur bei Dämmerung mit einer schlichten Holztür, der eine Atmosphäre der Vorsicht und Wachsamkeit vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Kriminelle versenden aktuell vermehrt gefälschte Benachrichtigungen zum Bezahldienst Apple Pay über Kurznachrichten. Die betrügerischen Mitteilungen sollen Empfänger mit Hinweisen auf angebliche unautorisierte Abbuchungen, ein gesperrtes Apple-Pay-Konto oder akute Sicherheitsprobleme zu unüberlegten Handlungen verleiten.

Berichten zufolge sind von dieser Welle sowohl Nutzer von iPhones als auch von Android-Geräten betroffen. Genaue Statistiken zu den Absender- oder Opferzahlen liegen bislang nicht vor.

Schadensgefahr entsteht erst durch Reaktion der Empfänger

Die Textnachrichten installieren selbst keine Viren oder Schadprogramme auf den Endgeräten. Eine Gefahr für persönliche Daten oder Finanzen entsteht erst, wenn Empfänger auf die Benachrichtigungen reagieren. Betrüger behaupten in den Nachrichten häufig Einkäufe, oft angeblich im Apple Store, mit runden Beträgen von ein- bis zweihundert US-Dollar.

Sicherheitsforscher von Trend Micro beschreiben gefälschte Abbuchungen in Höhe von 100 bis 400 US-Dollar; ein Bericht vom September 2026 erwähnt zudem den Vorwand einer angeblichen Abbuchung von über 8.000 US-Dollar, die innerhalb weniger Minuten ausgeführt werden solle.

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Um die angebliche Transaktion abzuwenden oder das Konto zu entsperren, drängen die Absender darauf, eine angebliche Nummer des Apple-Supports anzurufen oder einem Internetlink zu folgen.

Ziel dieser Methoden des Social Engineerings ist es, Bestätigungscodes, Anmeldedaten oder direkte Geldzahlungen zu erbeuten. Dies geschieht unter anderem über gefälschte Webseiten auf fremden Domains, die Aufforderung zur Installation von Fernwartungssoftware, den Ankauf von Geschenkkarten oder Überweisungen auf angebliche Sicherheitskonten. Eine Sicherheitslücke im Bezahldienst Apple Pay selbst liegt den Vorfällen nicht zugrunde.

Sicherheitsvorkehrungen und Verhaltensregeln

Behörden und Verbraucherorganisationen weisen darauf hin, dass legitime Unternehmen niemals vertrauliche Kontodaten per SMS erfragen. Auch rufe der Hersteller Apple Kunden nicht unaufgefordert wegen verdächtiger Aktivitäten an. Nach Angaben von Apple verlangt das Unternehmen per Textnachricht weder nach Passwörtern, Geräte-Passcodes noch nach Bestätigungscodes.

Zudem fordere der Konzern Nutzer niemals dazu auf, sich auf einer Webseite anzumelden oder einen Dialog der Zwei-Faktor-Authentifizierung zu bestätigen. Technisch speichert der Dienst keine Original-Kartennummern auf dem Gerät; stattdessen liegen Gerätenummern in einem gesicherten Chip, und jede Zahlung erfordert eine Autorisierung über Face ID, Touch ID oder den Gerätecode.

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Zusätzliche Verunsicherung im Umfeld des Bezahldienstes erzeugen derzeit Inhalte in sozialen Netzwerken. Nach Berichten von CBS News veröffentlichen Videoersteller auf Plattformen wie TikTok Streiche, bei denen sie Passanten vortäuschen, ihnen im Vorbeigehen per Apple Pay Geld abzubuchen.

Empfängern verdächtiger Kurznachrichten wird geraten, keinesfalls zu antworten und Kontobewegungen ausschließlich selbstständig über die Wallet- oder Banking-App beziehungsweise über Telefonnummern auf der physischen Zahlungskarte zu kontrollieren. Verdächtige Nachrichten können an die Rufnummer 7726 gemeldet, gelöscht und deren Absender blockiert werden.

Wer bereits auf eine Nachricht reagiert hat, sollte umgehend das eigene Kreditinstitut kontaktieren, das Passwort für das Benutzerkonto ändern, die Einträge in der digitalen Brieftasche überprüfen und etwaig installierte Fernzugriffs-Programme unverzüglich entfernen. Einmalcodes dürfen unter keinen Umständen weitergegeben und Sicherheitsfunktionen nicht deaktiviert werden.

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