Apple, N50

Apple N50: Neue KI-Brille unter 50 Gramm startet Ende 2027

03.06.2026 - 23:23:11 | boerse-global.de

Apple verlagert seinen Fokus von teuren VR-Headsets hin zu einer leichten KI-Datenbrille als iPhone-Begleiter, die 2027 erscheinen soll.

Apple N50: Neue KI-Brille unter 50 Gramm startet Ende 2027 - Bild: über boerse-global.de
Apple N50: Neue KI-Brille unter 50 Gramm startet Ende 2027 - Bild: über boerse-global.de

Apple stellt seine Strategie für räumliches Computing radikal um – und setzt künftig auf leichte KI-Smart-Glasses statt teurer Headsets.

Der Konzern hat seine Pläne für High-End-Headsets weitgehend aufgegeben oder verschoben, wie Branchenkreise berichten. Stattdessen fokussiert sich Apple auf zwei neue Wearable-Produkte, die noch in diesem Jahrzehnt auf den Markt kommen sollen. Die Nachricht ließ die Apple-Aktie um zwei Prozent fallen.

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KI-Brille „N50" als iPhone-Begleiter

Im Zentrum der neuen Strategie steht eine Datenbrille ohne Display, die unter dem Codenamen N50 entwickelt wird. Sie soll als intelligenter Begleiter des iPhones fungieren – mit Schwerpunkt auf „visueller Intelligenz" und Siri-Integration, nicht auf virtueller Realität. Der Marktstart ist für Ende 2027 geplant.

Die Brille wird extrem leicht: Unter 50 Gramm soll sie wiegen, um hohen Tragekomfort zu gewährleisten. Apple testet aktuell vier verschiedene Rahmenformen und mindestens drei Farbvarianten. Zur Ausstattung gehören Mikrofon, Lautsprecher und ein ovales Kameramodul. Der Preis soll zwischen 200 und 500 Euro liegen. Angetrieben wird das Gerät von einem stromsparenden N401-Chip, der auf der Apple-Watch-Technologie basiert.

Vision-Pro-Nachfolger auf Eis gelegt

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Während das aktuelle M5-Modell der Vision Pro bereits ausgeliefert wird, haben sich die Pläne für eine zweite Generation und eine günstigere „Vision Air" zerschlagen. Ein leichterer und günstigerer Nachfolger wird frühestens Ende 2028 oder 2029 erwartet. Die gesamte Headset-Kategorie liegt laut Insidern „auf Eis", während Apple an den grundlegenden Problemen von Gewicht und hohen Produktionskosten arbeitet.

Die günstigere Vision Air (Codename N100) hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Im Oktober 2025 wurde das Projekt eingestellt, später kurzzeitig wiederbelebt. Sollte sie doch noch kommen, wäre sie rund 40 Prozent leichter und 50 Prozent günstiger als die ursprüngliche Vision Pro für 3.499 Euro.

Noch ambitionierter sind Apples Pläne für eine echte AR-Brille mit integrierten Displays und optischer Wellenleiter-Technologie. Auch dieses Projekt wurde verschoben – auf 2029.

Führungswechsel als Treiber der Neuausrichtung

Die Neuausrichtung fällt in eine entscheidende Phase für Apple. Am 1. September 2026 wird John Ternus die Nachfolge von Tim Cook als CEO antreten. Während Cook ein bekennender Befürworter der AR-Initiative war, treibt Ternus seit zwei Jahren die Entwicklung der Smart Glasses voran.

Der Schritt kommt nicht überraschend: Der Markt für Smart Glasses wuchs in der zweiten Jahreshälfte 2025 um 139 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Apples Einstieg zielt auf den globalen Brillenmarkt, der auf umgerechnet rund 180 Milliarden Euro geschätzt wird. Die erste Vision Pro hatte dagegen enttäuscht: Weniger als 400.000 Einheiten wurden 2024 ausgeliefert, im vierten Quartal 2025 waren es nur noch rund 45.000 Stück.

Ressourcen aus der Vision Products Group werden nun in die Smart-Glasses-Initiative umgeleitet. Apple setzt auf Produkte mit breiterer Marktwirkung – statt auf Nischen-Headsets für Enthusiasten.

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