Apple N50: KI-Brille für 200–500 Euro kommt Ende 2027
01.06.2026 - 17:40:54 | boerse-global.deDer iPhone-Konzern priorisiert smarte Brillen mit künstlicher Intelligenz und lässt sich für das Nachfolgemodell des Vision Pro deutlich mehr Zeit.
Apple hat seine Pläne für die nächste Generation der Vision Pro grundlegend überarbeitet. Eine leichtere und günstigere Version des Mixed-Reality-Headsets wird frühestens Ende 2028, wahrscheinlicher aber 2029 auf den Markt kommen. Das berichten Branchenkenner Ende Mai und Anfang Juni 2026. Stattdessen treibt der Konzern die Entwicklung einer KI-gestützten Smart-Brille voran, die bereits 2027 erscheinen soll.
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Verzögerung beim Vision Pro-Nachfolger
Die aktuelle Vision Pro mit dem M5-Chip, die im Oktober 2025 ein Hardware-Update erhielt, bleibt vorerst das Flaggschiff von Apples Spatial-Computing-Plattform. Ein schlankerer, leichterer Nachfolger wurde Berichten zufolge auf Eis gelegt. Bereits 2025 hatte Apple eine Zwischenversion mit dem Codenamen "Vision Air" eingestellt.
Das neue Modell soll die Hauptkritikpunkte der ersten Generation adressieren: Gewicht und Preis. Beides soll deutlich sinken, um eine breitere Käuferschicht anzusprechen. Bis dahin müssen sich Interessenten jedoch gedulden – die Entwicklung liegt auf unbestimmte Zeit zurück.
Smart Glasses: Apples neuer Hoffnungsträger
Während das Headset-Programm pausiert, arbeitet Apple mit Hochdruck an einem neuen Produkt: einer Smart-Brille mit dem Codenamen N50. Ursprünglich für 2026 oder Anfang 2027 erwartet, verschiebt sich der Launch nun auf Ende 2027. Grund sind die komplexen Anforderungen an die Integration von Siri und Apple Intelligence.
Die erste Generation dieser Brille wird voraussichtlich kein AR-Display oder Head-up-Display besitzen. Stattdessen setzt Apple auf:
- Kameras, Mikrofone und Lautsprecher für eine rein audio-basierte Interaktion
- Visuelle Intelligenz mit Echtzeit-Übersetzung, Navigation und Objekterkennung
- Vier verschiedene Gestelle in Farben wie Schwarz, Ozeanblau und Tan
- Preis zwischen 200 und 500 Euro – eine klare Kampfansage an traditionelle Brillenhersteller
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Der Analyst Ming-Chi Kuo rechnet im ersten Jahr mit 3 bis 5 Millionen verkauften Einheiten. Zum Vergleich: Die Ray-Ban Meta Glasses von Meta und EssilorLuxottica verkauften sich 2025 über 7 Millionen Mal.
Angriff auf den Milliardenmarkt
Mit den Smart Glasses will Apple den 200 Milliarden Euro schweren globalen Brillenmarkt aufmischen. Intern wird das Projekt mit dem erfolgreichen Launch der Apple Watch verglichen. Zielgruppe sind unter anderem die rund 2,2 Milliarden Menschen weltweit mit Sehschwäche.
Die Konkurrenz schläft nicht: Meta hielt im März 2026 einen Marktanteil von 72,2 Prozent im Bereich Extended Reality (XR). Laut Counterpoint Research wuchs der Markt für Smart Glasses in der zweiten Jahreshälfte 2025 um 139 Prozent im Jahresvergleich. Die Nachfrage nach kamerabestückten Brillen steigt rasant.
Führungswechsel in Sicht
Die Wearable-Projekte haben für CEO Tim Cook höchste Priorität – auch vor dem Hintergrund seines geplanten Rückzugs. Cook soll die Führung des Konzerns voraussichtlich am 1. September 2026 an John Ternus übergeben. Ternus leitet bereits die Vision Products Group, die sowohl für die Vision Pro als auch für die Smart Glasses verantwortlich ist.
Während die Hardware-Teams an den Zeitplänen für 2027 und 2028 arbeiten, läuft die Software-Entwicklung parallel. Erste Arbeiten an den künftigen Betriebssystemen haben begonnen. Auch die Siri-Synchronisation über iCloud wird für den Launch der Smart Glasses vorbereitet.
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